(Foto: CDU-Überruhr)
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Essen. Fraktionsübergreifender Antrag der Bezirksvertretung VIII

In der ersten Sitzung der neu gewählten Bezirksvertretung im November hatte die Stadtverwaltung darüber informiert, dass allein im Bezirk Ruhrhalbinsel, der die Stadtteile Burgaltendorf, Überruhr, Heisingen und Kupferdreh/Dilldorf umfasst, kurzfristig rund 165 Bäume gefällt werden müssen. Dies sei auch eine Folge der Stürme und Trockenheit in den letzten Jahren. Äußere Anzeichen wie Faulstellen, Morschungen, trockene Äste machen dies erforderlich, da die Gefahr einer Schädigung von Eigentum und Leben Dritter mittelfristig nicht mehr auszuschließen ist. Die ersten Fällungen beginnen in diesen Tagen in Heisingen und Überruhr.

Die Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, FDP/EBB, SPD und CDU waren sich sehr schnell einig, dass die reine Fällung der Bäume auch mit der Ankündigung einer grundsätzlichen Ersatzbepflanzung nicht ausreichend sei. Sie verständigten sich daher auf einen gemeinsamen Antrag: Die Stadt möge darlegen, wo welche (Nach-) Pflanzungen in den vergangenen fünf Jahren im Bezirk Ruhrhalbinsel bei Fällungen vorgenommen wurden sowie in den kommenden Jahren infolge der aktuell geplanten Fällungen vorgesehen seien. Zudem soll dargelegt werden, welche effektiven Maßnahmen zum Schutz des Baumbestandes ergriffen wurden. Vermutlich müsste bei den Nachpflanzungen auch überlegt werden, welche Baumarten künftig den veränderten klimatischen Anforderungen in den Randbezirken einer Großstadt eher gerecht werden könnten, so mahnten die Bezirksvertreter weiter.

„Da das Stadtgrün ein wesentlicher Bestandteil der hohen Lebensqualität auf der Ruhrhalbinsel ist, liegt der fraktionsübergreifende Antrag unseren Bezirksvertretern sehr am Herzen“, berichtete der 1. stellvertretende Bezirksbürgermeister Enno Schmischke nach der Sitzung. Besonders in eng bebauten Straßen trägt ein grünes Stadtbild zu einem angenehmeren Klima bei. Zudem ist es eine Frage der Generationengerechtigkeit sowie im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger, den Kindern und Enkeln eine intakte Umwelt und lebenswerte Stadtteile zu hinterlassen, so heißt es in dem Antrag weiter.

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