(Foto: Borussia Düsseldorf)
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Düsseldorf. Borussia Düsseldorf ist Deutscher Pokalsieger. Mit zwei Siegen gegen Titelverteidiger ASV Grünwettersbach im Halbfinale und TTF Lieberherr Ochsenhausen im Endspiel (jeweils 3:1) sicherte sich das Team um Rekordeuropameister Timo Boll den 27. Titel in diesem Wettbewerb. Nach dem Erfolg in der Champions League im Dezember ist es bereits der zweite Triumph in dieser Saison.

Im Endspiel sorgte Kristian Karlsson mit seinem Auftaktsieg gegen den Weltranglisten-Sechsten Hugo Calderano für das Break. Dabei war der Sieg für den Schweden nach zwei deutlichen Satzverlusten in weite Ferne gerückt. „Ich bin ein Kämpfer“, sagte Karlsson nach dem Match. „Ich wollte nicht aufgeben und habe einfach nur noch gespielt.“ Zum erfolgreichsten Spieler avancierte Timo Boll, der zunächst den US-Amerikaner Kanak Jha bezwang und mit seinem Sieg gegen Calderano den entscheidenden Matchball zum Pokalsieg verwandelte. Anton Källberg unterlag in seinem Match gegen Simon Gauzy, den er vor wenigen Wochen noch klar bezwang, knapp in der Verlängerung des 5. Satzes.

Am Vormittag hatte die Borussia das Halbfinale gegen den ASV Grünwettersbach mit 3:1 gewonnen. Boll hatte zu Beginn gegen Deni Kozul zwar Startschwierigkeiten, konnte das Spiel in der Mitte des zweiten Satzes aber drehen und am Ende genauso knapp mit 3:2 für sich entscheiden, wie danach Källberg gegen Dang Qiu. Der künftige Düsseldorfer ging heute leer aus, denn er verlor auch sein zweites Einzel gegen Boll, der mit zwei Siegen erfolgreichster Spieler der Vorschlussrunde war.

Für die Borussia ist es der 73. Titel in der Vereinsgeschichte, mit der Meisterschaft steht noch eine weitere Titelvergabe im Juni auf dem Programm.

Stimmen zum Spiel:

Danny Heister, Cheftrainer Borussia Düsseldorf: „Wir haben als Mannschaft gekämpft und gewonnen. Das gilt für alle, die gespielt haben, aber auch für Ricardo Walther, der sich immer auf das Doppel vorbereitet hat und nicht zum Zuge kam. Für mich setzt sich eine Tradition fort. Seitdem ich Trainer bin, haben wir noch kein nationales Finale verloren. Jetzt nehmen wir das Triple ins Visier.“

Andreas Preuß, Manager: „Das war ein hartes Stück Arbeit in beiden Spielen. Insgesamt haben wir vielleicht sogar etwas schwächer gespielt als beim Champions League-Sieg vor wenigen Wochen. Trotzdem war das eine Mega-Leistung des Teams, denn jeder Spieler hat heute mit einem Big Point zum Erfolg beigetragen.“

Timo Boll: „Es war schön, dass ich heute mal den Sack zumachen konnte. Ich habe meine Spiele zwar gewonnen, aber die waren nicht so souverän wie es vielleicht aussieht. Aber das ist jetzt alles egal. Der Mannschaftssieg zählt, und das ist ein tolles Gefühl.“

Die Spiele im Überblick:

Finale

TTF Liebherr Ochsenhausen – Borussia Düsseldorf 1:3
Hugo Calderano – Kristian Karlsson 2:3 (5, 5, -6, -7, -4)
Kanak Jha – Timo  Boll 0:3 (-8, -8, -7)
Simon Gauzy – Anton Källberg 3:2 (-8, 4, 7, -9, 10)
Hugo Calderano – Timo Boll 1:3 (-5, -10, 10, -10)

Halbfinale

Borussia Düsseldorf – ASV Grünwettersbach 3:1
Timo Boll – Deni Kozul 3:2 (-6, 7, 3, -5, 5)
Anton Källberg – Dang Qiu 3:2 (-7, 7, -5, 6, 4)
Kristian Karlsson – Wang Xi 0:3 (-7, -7, -7)
Timo Boll – Dang Qiu 3:1 (-9, 6, 5, 12)

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