Überprüfung der Feuerlöschbrunnen (Foto: Feuerwehr)
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Alpen. Das Jahr 2020 war weltweit von der Corona-Pandemie geprägt – Politik, Unternehmen und Menschen mussten schnell ihren Alltag an den Virus anpassen. “Natürlich mussten auch wir kurzfristig reagieren”, erklärt der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Alpen (FFA), Michael Hartjes. Im März wurde das vorhandene Hygienekonzept erweitert und an die gesetzlichen Vorgaben im Rahmen der Corona-Pandemie angepasst. Zu diesen Maßnahmen zählen unter anderem die Maskenpflicht in allen Gebäuden der FFA und während Einsätzen sowie erweiterte Regelungen zur Desinfektion von Fahrzeugen und Gerätschaften. “Unser wichtigstes Ziel ist die Gesundheit unserer Kameradinnen und Kameraden und damit verbunden die Sicherstellung unserer Einsatzbereitschaft”, betont Hartjes. Um dies zu gewährleisten wurden in der Zeit von März bis September und November bis Dezember sämtliche Übungen und Sondertermine der Freiwilligen Feuerwehr Alpen abgesagt. Auch ein Teil der Lehrgänge und Seminare wurde vorerst verschoben. Die Brunnen- und Hydrantenproben sowie die regelmäßigen Fahrzeug- und Geräteprüfungen fanden unter entsprechenden Abstands- und Hygienemaßnahmen in kleinen Gruppen statt. “Eine funktionierende Löschwasserversorgung sowie die Einsatzbereitschaft unserer Fahrzeuge und Geräte sind essentiell für den Schutz aller Bürgerinnen und Bürger und somit auch in einem Jahr wie diesem unerlässlich”, erläutert Michael Hartjes.

Einsatzzahlen und Mitgliederentwicklung in 2020

Auch wenn Corona das öffentliche Leben streckenweise nahezu stillgelegt hat, spiegelt sich dies nicht in den Einsatzzahlen der FFA wider: Mit insgesamt 105 Einsätzen, davon 52 Technische Hilfeleistungen und 51 Brandeinsätze, lag das Jahr 2020 nur knapp unter den Zahlen von 2019; hier waren es 117 Einsätze, davon 66 Technische Hilfeleistungen und 48 Brandeinsätze. Auch bei der Mannschaftsstärke konnte die Freiwillige Feuerwehr Alpen besonders dank des Nachwuchses aus der eigenen Jugendfeuerwehr einen geringen Zuwachs von insgesamt 6 Männern und 2 Frauen in allen drei aktiven Einheiten – Alpen, Menzelen und Veen – verzeichnen. Die Jugendfeuerwehr hatte 2020 nur einen Neuzugang. “Corona trifft auch uns schwer”, sagt Hartjes und erklärt, “Aufgrund der aktuellen Situation und den abgesagten Übungsdiensten mussten wir leider ab März die Aufnahme von neuen Mitgliedern erstmal stoppen.” In der Vergangenheit berichteten viele Medien bereits über den Nachwuchsmangel der Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland. “Zurzeit sind wir in Alpen noch relativ gut aufgestellt, allerdings wollen wir dies auch in Zukunft sein, wenn die nächste Generation aus dem aktiven Dienst in unsere Alters- und Ehrenabteilung übergeht. Daher freuen wir uns über jedes neue Mitglied – sowohl in der Jugendfeuerwehr als auch bei den Aktiven – und sind darauf angewiesen!”

2021: Ein Ausblick mit vielen Fragezeichen

Zumindest auf dem Papier stehen für das Jahr 2021 wieder viele abwechslungsreiche Aktivitäten auf den Dienstplänen der drei aktiven Einheiten und der Jugendfeuerwehr. Wie das Jahr wirklich wird, kann zurzeit jedoch noch keiner sagen. “Aktuell sind nach wie vor alle Übungsdienste abgesagt”, sagt der Leiter der Feuerwehr Alpen, “allerdings wollen wir dies aus verschiedenen Gründen schnellstmöglich wieder ändern: Einerseits können wir so endlich wieder neue Mitglieder aufnehmen und andererseits ist das regelmäßige Üben wichtige Basis für unsere besondere Teamarbeit und die lebensrettenden Handgriffe”. Ein paar Termine stehen allerdings fest: In 2021 wird die gesamte Wehr im Rahmen einer Anhörung über die Wiederwahl des Leiters der Feuerwehr Michael Hartjes und seinem Stellvertreter Frank Coenen entscheiden. Darüber hinaus wird der Brandschutzbedarfsplan fortgeschrieben; dieser definiert die strategische weitere Entwicklung des Brandschutzes und damit der Freiwilligen Feuerwehr der Kommune. (ots)

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