(Foto: privat)
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Willich. Christian Pakusch macht sich vor Ort ein Bild von der Entsorgungs-Situation

Manches ist deutlich besser geworden, aber nach wie vor läuft in Sachen Müllentsorgung nach dem Wechsel auf den neuen Entsorger „PreZero“ längst nicht alles rund: Auch zu Wochenanfang gab es, so Ute Cöhnen vom Team Abfallwirtschaft der Stadt Willich, wieder eine ganze Reihe von Beschwerden von Bürgern, deren Tonne nicht oder nicht rechtzeitig abgeholt worden war. „Wir arbeiten nach wie vor in enger Absprache und einem regen Infofluss mit der Disposition des Entsorgers daran, alles in den Griff zu bekommen.“

Bürgermeister Christian Pakusch hatte sich früh in das Thema eingeklinkt, als klar wurde, dass es nicht rund läuft, das Thema zur Chefsache gemacht und unter anderem die Geschäftsführung des neuen Entsorgers ins Schloss Neersen zum Krisengespräch gebeten. Dabei hatte er seiner „Verärgerung über die berechtigten Beschwerden der Bürger“ kein Geheimnis gemacht.

Jetzt kam es zum Ortstermin an Wagen und Tonne: Pakusch wollte sich vor Ort selbst ein Bild von der Situation machen und traf sich also Mitten in Willich am Dienstagsmorgen mit dem Geschäftsführer des Unternehmens, Hartmut Winck, um aus nächster Nähe einen Eindruck von der Situation zu bekommen – und dabei klar zu machen, dass man das Thema seitens der Stadtspitze im Auge behalten werde.

Ausgerüstet mit der entsprechenden „Uniform“ machten sich Bürgermeister und Geschäftsführer also wirklich „an die Arbeit“ und fuhren den Teil einer Tour gemeinsam mit den „Profis“, wobei die anfängliche Skepsis der geübten ProZero-Mitarbeiter bald beruhigten Blicken wich: Der Erste Bürger der Stadt machte seine Sache – Tonne holen, einhängen, Schüttung abwarten, Kontrolle und zurück an den Ausgangsort – offensichtlich gut.

Geschäftsführer Winck geht davon aus, „dass sich alles im Laufe der Zeit einspielen wird“ und dass die lokalen Besonderheiten, die jeder Standort mit sich bringt, dem Unternehmen dann keine Schwierigkeiten mehr bereiten werden. Den Grund für die aktuellen, Anfang der Woche auftauchenden Probleme vermutet er im noch nicht durchgehend klaren Rhythmus-Leerungs-Wechsel wöchentlich/vierzehntäglich – „aber ich kann Ihnen versprechen, dass wir auch daran mit Hochdruck arbeiten“, so Winck zum Bürgermeister, der keinen Zweifel daran ließ, sich hier weiter im Sinne der Bürger „kümmern“ zu wollen: „Wir müssen und werden gemeinsam mit dem Unternehmen daran arbeiten, das Ganze zufriedenstellend hinzubekommen.“

Anfang des Jahres hatte das Unternehmen als neuer Dienstleister die Sammlung von Restmüll, Sperrmüll und Elektronikschrott in Willich übernommen. „PreZero“ aus Porta Westfalica hatte die turnusmäßig vorgeschriebene europaweite Ausschreibung der Stadt gewonnen und ist seit Januar der Entsorger im Auftrag der Stadt. Die Sammlung der Abfälle in Willich wird durch die „PreZero Service Rheinland“ mit Sitz in Duisburg organisiert.
Bei Problemen bittet der Entsorger um entsprechende Mitteilung der Bürger ans Unternehmen (Service-Hotline 0203 / 7387270 oder E-Mail an kommunal.rheinland@prezero.com)

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