Das Impfzentrum auf dem Sprödentalplatz (Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof)
Anzeige

Krefeld. Der Starttermin des Impfzentrums auf dem Sprödentalplatz in Krefeld muss verschoben werden, weil das Land Nordrhein-Westfalen zur geplanten landesweiten Inbetriebnahme der Impfzentren am 1. Februar 2021 nicht den zugesagten Impfstoff liefern kann. Die Krefelder Stadtverwaltung hat von dieser neuen Entwicklung aktuell durch das NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) in einer Telefonkonferenz gemeinsam mit den anderen NRW-Kommunen erfahren. Neuer Starttermin für das Krefelder Impfzentrum, das im Auftrag der Stadtverwaltung vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betrieben wird, soll nun der 8. Februar 2021 sein. Das NRW-Ministerium hat erklärt, eine zugesagte Lieferung durch das Unternehmen Biontech/Pfizer könne nicht termingerecht erfolgen.

Krefelds Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen hat am Mittwoch zeitnah alle mit den Impfungen betrauten Akteure der Stadt in einer Telefonkonferenz über die neue Entwicklung informiert: „Die Stadt Krefeld muss sich bei der Planung des Impfzentrums auf Zusagen von Bund und Land verlassen. Insofern bedauere ich sehr, dass unser Krefelder Impfzentrum auf dem Sprödentalplatz nun doch erst später an den Start gehen kann. Wir als Stadtverwaltung haben bei der Errichtung des Impfzentrums alles in unserer Macht Stehende getan, um mit den Impfungen schnell so viele Bürgerinnen und Bürger wie möglich zu schützen. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben dabei großen Einsatz geleistet. Trotz der jetzt bekannt gewordenen Terminverschiebung sollten wir alle uns die Hoffnung nicht nehmen lassen”, sagt Sabine Lauxen.

Impfungen als Schlüssel im Kampf gegen das Coronavirus

Konkret bedeutet die Verschiebung, dass die nächste Impfzielgruppe der Krefelderinnen und Krefelder im Alter ab 80 zwar ab dem 25. Januar Termine für die Impfung verabreden kann, diese Termine aber nach aktuellem Stand erst für den Zeitraum ab 8. Februar vergeben werden können. Eine weitere Auswirkung der fehlenden Impfstoffmengen ist, dass alle weiteren geplanten Erstimpfungen in den Alten- und Pflegeheimen vorerst nicht erfolgen können. Auch die Krankenhäuser erhalten keinen weiteren Impfstoff. Die Stadtverwaltung hat noch keine weiteren verlässlichen Aussagen zur Impfstoffmenge, die ab 8. Februar zur Verfügung stehen wird. Die notwendigen Zweitimpfungen in den Heimen allerdings, für die noch ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, werden weiterlaufen. Mit dieser zweiten Impfung genießen viele Bewohner der Krefelder Alten- und Pflegeheime bereits einen ausreichenden Schutz vor dem Coronavirus. Sabine Lauxen sagt: „Die Impfungen sind der Schlüssel im Kampf gegen das Coronavirus. Ich freue mich, dass die Bereitschaft in der Bevölkerung, sich mit einer Impfung gegen das Virus zu schützen, derzeit steigt, auch bei den Mitarbeitenden in den Pflegeheimen. Ich bin weiter zuversichtlich. Wir halten uns weiter bereit, Krefeld ist startklar für die Impfungen.”

In einem Brief an die Bürgerinnen und Bürger in Krefeld im Alter ab 80 Jahren informiert Oberbürgermeister Frank Meyer über den weiteren Ablauf der Impfungen in Krefeld. In dem Schreiben wirbt Frank Meyer dafür, sich mit einer Impfung zu schützen. „Ich bitte Sie: Nutzen Sie die Chance, sich impfen zu lassen. Auf diese Weise schützen Sie nicht nur sich selbst, sondern auch alle Menschen, mit denen Sie Kontakt haben. So tragen Sie maßgeblich dazu bei, dass wir die Pandemie gemeinsam besiegen”, heißt es im Schreiben. Ab dem 25. Januar können auch Bürgerinnen und Bürger Impftermine verabreden, die das 80. Lebensjahr überschritten haben, aber nicht in einem Heim leben. Die Telefonnummer und eine Mailadresse für die Anmeldung werden im Brief mitgeteilt. Der im Brief genannte Starttermin des Impfzentrums hat sich durch eine verzögerte Bereitstellung des Impfstoffs durch das Land NRW, wie berichtet, nun noch einmal verändert.

Wer einen Termin erhält, muss zum Impfzentrum lediglich einen Ausweis mit Geburtsdatum, die Terminbestätigung und, wenn möglich, den Impfpass mitbringen. Der Oberbürgermeister macht in den Schreiben auch darauf aufmerksam, dass eingeschränkt mobilen Senioren ein Hol- und Bringdienst durch das Deutsche Rote Kreuz angeboten wird. Die Stadtverwaltung hat gemeinsam mit dem DRK nach einer Lösung für jene Senioren gesucht, die keine Möglichkeit haben, eigenständig zum Impfzentrum zu gelangen. Diese Bürger können unter der Rufnummer 01 75 / 12 30 49 6 anrufen oder eine E-Mail an corona-zusatzangebot@krefeld.de schreiben.

Beitrag drucken
Anzeigen