Maria Aretz hat auf der Intensivstation erfolgreich gegen das Virus gekämpft. Ihr Überlebenswille hat das Klinikteam tief beeindruckt (Foto: privat)
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Mönchengladbach. „Mein Gott Vater im Himmel, ich danke euch allen.“ Maria Aretz wiederholt den Satz an diesem Morgen mehrfach. Die 94-Jährige ist „so dankbar. Die Schwestern und Ärzte sind so was von gut. Es ist alles so gut, so sehr gut.“ Maria Aretz ist auf der Intensivstation des Eli über zehn Tage mit einer Sauerstoffmaske „nicht-invasiv“ beatmet worden und hat noch einmal zehn Tage auf der Covid-Station der Städtischen Kliniken zugebracht. Nun wird sie in eine Rehaklinik nach Duisburg gefahren. Zu ihrer Verabschiedung sind mehrere Pflegekräfte und Mediziner gekommen, der Geschäftsführer, Thorsten Celary, sowie der Aufsichtsratsvorsitzende der Städtischen Kliniken Bernd Meisterling Riecks mit einem großen, bunten Blumenstrauß.

Es ist ein bewegender Moment, nicht nur für Maria Aretz. Auch für die Mitarbeiter*innen der Intensivstation ist der Abschied etwas Besonderes, meinen Prof. Dr. Huan Nguyen und Dr. Lange von der Intensivstation: „Nach diesen langen und harten Corona-Monaten die hinter uns liegen, ist es erfrischend das hier zu erleben.” Für alle auf der Intensivstation sei dieser Erfolg ein Motivationsschub „der so dringend nötig ist und uns gut tut.“ Und Prof. Nguyen ergänzt: „Diesen Erfolg verdanken wir vor allem auch den medizinische Fortschritten in der Behandlung der Covid-Erkrankung.“

Maria Aretz habe von Beginn mitgeholfen und keinen Zweifel gelassen, dass sie das Virus besiegen will, dass sie sich durchkämpfen und leben will. Dr. Lange ist sehr beeindruckt, was der Wille eines Menschen leisten kann: „Frau Aretz hat gesagt, sie nimmt alles in Kauf. Sie habe in ihrem Leben schon viele Krankheiten gehabt, diese sei allerdings etwas anstrengend.“

Auf der Covid-Station hat Frau Aretz viel geübt, so Nguyen: „Hier werden die Patienten nach der Intensivzeit weiterbehandelt.“ Dr. Thomas Jaeger, Chefarzt der Geriatrie, ist sich aufgrund der bereits hier erzielten Stabilisierung sicher, „dass die Seniorin nach der Reha soweit wieder hergestellt sein wird, dass sie dann mit Unterstützung ambulanter Diensten wieder zuhause leben kann.“

Schon am Morgen der Entlassung war Maria Aretz voller Ungeduld, erzählt Pflegerin Sabine Kroll: „Sie hat schon mindestens dreimal nach dem Ergebnis des jüngsten Coronatests gefragt. Außerdem hat sie klar gesagt, was sie anziehen möchte. Sie ist eine adrette Frau und achtet sehr auf ihr Äußeres.“

Das Verabschiedungskomitee gab Maria Aretz viele gute Wünsche mit auf den Weg. Fast sah es so aus als wolle man die alte Dame nicht gehen lassen. So sehr war allen ihr Schicksal ans Herz gegangen. Bernd Meisterling-Riecks nahm ihr das Versprechen ab, „dass Sie uns über Ihren Genesungsverlauf auf dem Laufenden halten.“ Schwester Dorothy brachte es am Ende auf den Punkt: „Einen weiterhin erfolgreichen Genesungsverlauf in der Reha.“

InfoKlick: www.sk-mg.de

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