Petra Heinen-Dauber und Markus Spinnen (Fotos: privat)
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Mönchengladbach. Im Rahmen der Haushaltsberatungen fordert die CDU-Ratsfraktion mit einem Antrag, die Bildungspolitik in Mönchengladbach neu zu denken. Strukturwandel, MINT-Lücke und voranschreitende Digitalisierung müssen zu einem Umdenken der Schul- und Bildungsorganisation der kommunalen Schulträger führen. Schulen sollen darauf ausgerichtet werden, den Digital Mindset, Mut und Veränderungsbereitschaft junger Menschen zu fördern. Langfristig soll dies zum Aufbau einer neuen Schule in Mönchengladbach mit einem MINT-Schwerpunkt führen, deren Pädagogik auf die Ansprüche von heute maßgeschneidert ist, und ein Modellprojekt für das ganze Land sein könnte. Die Finanzierung soll über Fördermittel aus den Töpfen des Braunkohle-Strukturwandels sowie über freiwerdende Mittel im Haushalt erfolgen,.

„Der Fachkräftemangel ist mit das größte Problem der lokalen Betriebe und Unternehmen. Schon jetzt werden viel zu wenige junge Menschen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik in Mönchengladbach gefördert und ausgebildet (MINT-Lücke). Um die Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Wirtschaft zu stärken und vor allem unseren jungen Menschen eine gute Zukunft zu ermöglichen, muss die schulische Ausbildung auf das Leben und die Berufswelt in 10-15 Jahren ausgerichtet sein und nicht auf eine Arbeitswelt, die es bis dahin nicht mehr gibt“, sagt die Vorsitzende des Schul- und Bildungsausschusses, CDU-Ratsfrau Petra Heinen-Dauber.

Der neue Weg in der Bildungspolitik würde auf die schon vorhandenen digitalen Pilotschulen und Schulverbände aufbauen.

„Das wirklich Zukunftsgerichtete an dieser Idee ist der Kern. Ein Modellprojekt, das die MINT-Fächer in der gesamten Pädagogik in den Mittelpunkt stellt. Die Schülergemeinschaft würde ein überdurchschnittliches Digital Mindset erhalten, das sich durch flexible Lern- und Projektkompetenz äußert und auch integrativ-soziale Werte stützt. Wir müssen die Entscheidungsfreudigkeit und Entscheidungsverantwortung junger Menschen an allen Schulformen fördern, denn diese werden in absehbarer Zeit die entscheidenden Erfolgsfaktoren bei der zukünftigen Ausbildung und dem Berufseinstieg sein. Eine Modell-Schule für den MINT-Bereich und digital gut aufgestellte Berufskollegs wären die perfekte Ergänzung zum eingeschlagenen Weg der Wissensgesellschaft mit Wissenscampus und Junior-Universität in Mönchengladbach“, so CDU-Ratsherr Markus Spinnen, Sprecher des Schul- und Bildungsausschusses.

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