(Foto: Stadt Willich)
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Willich. MdB Uwe Schummer überreicht der Stadt Dinge aus seiner „Zeit in Berlin“

Noch ist seine Zeit in Berlin nicht abgelaufen – noch ist Uwe Schummer „MdB“, Mitglied des Deutschen Bundestages: 2002, 2005, 2009, 2013 und 2017 wurde er jeweils direkt in den Deutschen Bundestag gewählt, empfängt jedes Jahr mehr als 2.000 Besucher im Bundestag, ermöglicht über 20 Praktikanten pro Jahr ein Reinschnuppern in die Politik – und doch neigt sich diese Zeit nun dem Ende zu. Denn antreten, daraus hat er schon lange kein Geheimnis mehr gemacht, wird er bei der nächsten Wahl nicht mehr. Er war der erste „Willicher“ Bundestagsabgeordnete, und nach 19 Jahren in dieser Funktion ist nun Schluss: Zur Wahl im September stellt sich Uwe Schummer mit 63 Jahren nicht mehr. Dabei war ihm nicht nur wichtig, rechtzeitig „den Absprung zu schaffen, den Weg frei zu machen für jüngere“, sondern auch und vor allem, „selbst und allein die Entscheidung treffen zu können, ob ich nochmal antrete”.

Ein klein wenig Profiteur dieser Entscheidung ist jetzt die Stadt Willich, genauer das Stadtarchiv, denn Schummer brachte jetzt unterschiedlichste Exponate aus seiner Berliner Zeit, um sie Bürgermeister Christian Pakusch und Stadtarchivar Udo Holzenthal fürs Archiv zu überreichen. Da findet sich natürlich jede Menge Politisches – etwa die „Jungfernrede“ Schummers im Bundestag – , aber eben auch persönlich-sportliches: Schummer hat – urkundlich belegt – bei den Leichtathletik-Kreismeisterschaften 1973 den zweiten Platz belegt und die 100 Meter deutlich unter der magischen „Elfnull“ geschafft: 10,6 Sekunden.

Später machte er gar bundesweit als 400-Meter-Läufer auf sich aufmerksam, auch davon zeugen jetzt Exponate: „Einmalige Erinnerungen für die Stadt Willich, die wir gerne ins Archiv aufnehmen, echte Filetstücke“, freut sich Stadtarchivar Udo Holzenthal. Und Bürgermeister Christian Pakusch freut es sowieso: 13 Jahre war er Schummers Büroleiter, hat viel „von meinem Chef lernen dürfen – und natürlich hat mich diese Zeit nicht nur politisch maßgeblich geprägt. Es freut mich sehr, diese Erinnerungen an den Politiker und den Menschen Uwe Schummer in der Stadt Willich archiviert zu wissen“, so Christian Pakusch. Zu den Erinnerungen an Mensch und den Politiker Schummer, die ins Städtische Archiv wandern, gehört dann übrigens auch das Bundesverdienstkreuz, das er vor kurzem verliehen bekommen hat: Bundestagspräsident Schäuble hat ihm die Auszeichnung unter anderem für sein Engagement in der katholischen Sozialbewegung, seine Unterstützung für das  Tönisvorster Medikamentenhilfswerk action medeor und für seinen Einsatz für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung überreicht.

Übrigens wird Schummer nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag in Neersen wohnen bleiben. Aktuell ist ein Buch mit dem Titel „Zwischen Markt und Marx“ in Arbeit.

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