Stilles Gedenken zum 76. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Oberbürgermeister Marc Buchholz (links) und Rabbiner David Geballe legen Kränze auf dem Jüdischen Friedhof an der Gracht nieder (Foto: Walter Schernstein)
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Mülheim. Stilles Gedenken zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz

Am 27. Januar jährt sich das Gedenken an den Jahrestag der Befreiung der Gefangenen des Konzentrationslagers Auschwitz zum 76. Mal. In Erinnerung an die während der NS-Zeit in Auschwitz von Nationalsozialisten ermordeten über anderthalb Millionen Frauen, Männer und Kinder legten Oberbürgermeister Marc Buchholz und Rabbiner David Geballe Kränze auf dem Jüdischen Friedhof nieder. Aufgrund der Corona-Pandemie musste die öffentliche Gedenkveranstaltung abgesagt werden.

„Auschwitz ist zum Synonym für den Massenmord der Nazis an Juden, Sinti und Roma und anderen Verfolgten geworden und tief in unserem Gedächtnis verhaftet“, betont Oberbürgermeister Marc Buchholz. Das Konzentrationslager sei Sinnbild für unvorstellbare Barbarei, für das unendliche Leid, das Menschen anderen Menschen zufügen können.

Der Jahrestag der Befreiung ist seit 1996 auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog offizieller deutscher Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. „Deshalb gedenken wir heute der sechs Millionen europäischer Juden und anderer Verfolgter, die dem staatlich organisierten und industriell betriebenen Massenmord der Nazis zum Opfer fielen,“ so der Oberbürgermeister.

Buchholz warnt vor einem Wiedererstarken des Antisemitismus in Deutschland und verurteilt die Zunahme antisemitistischer Gewalttaten. „Vor dem Hintergrund unserer Geschichte sind wir besonders gefordert, uns ohne Kompromisse gegen Völkerhass, Totalitarismus, Faschismus und Nationalsozialismus zu stellen.

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