Bürgermeister Erik Lierenfeld (Foto: Stadt Dormagen)
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Dormagen. In einer Dormagener Kindertagesstätte sind seit Sonntag, 17. Januar, insgesamt 25 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Gesundheitsamt und die Einrichtung haben schnellstmöglich reagiert: Zunächst wurden einzelne Gruppen, schließlich auch die ganze Einrichtung geschlossen. Trotz des schnellen Handelns stehen derzeit 84 Personen infolge eines Besuches der Einrichtung oder Kontaktes zu einem Infizierten unter Quarantäne. Unter den Infizierten sind sieben Erzieherinnen, sieben Kinder sowie elf Familienmitglieder.

„Dieses Beispiel verdeutlicht noch einmal eindrucksvoll, wie schnell sich das Virus verbreiten kann, wenn zu viele Menschen zusammenkommen“, mahnt Bürgermeister Erik Lierenfeld zur Vorsicht. Da in Kitas viele Menschen aus verschiedenen Haushalten zusammenkommen und Abstände nicht immer eingehalten werden können, ist es gerade dort besonders wichtig, Kontakte auf ein notwendiges Minimum zu beschränken. Der Bürgermeister appelliert daher noch einmal an alle Eltern, Kinder nur dann in die Kita oder Schule zu bringen, wenn keine anderen Betreuungsmöglichkeiten bestehen. Um Eltern hierbei zu unterstützen, haben Bund und Länder kürzlich beschlossen, Eltern mehr Kinderkrankentage zu gewähren. Diese können auch in Anspruch genommen werden, wenn die Kinder gesund sind. Die Antragsformulare sind bei den Krankenkassen erhältlich. In der Kita/Schule gibt es eine Bescheinigung über die „Nicht-Betreuung“ zur Vorlage bei der Krankenkasse.

„Oberste Prämisse ist weiterhin, überall Kontakte zu vermeiden, auch in den Kitas. Nur so können wir die Infektionszahlen reduzieren und lokale Ausbrüche verhindern“, erklärt Lierenfeld.

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