Freuen sich über die neue, künstlerische Fassade des Instituts für Stadtgeschichte: Bürgermeister Christoph Tesche, stellvertretende Bürgermeisterin und stellvertretende Kulturausschussvorsitzende Marita Bergmaier, Kulturausschussvorsitzender Holger Freitag, Museumsdirektor Dr. Hans-Jürgen Schwalm und Dr. Matthias Kordes, Leiter des Instituts für Stadtgeschichte (v.l.) (Foto: Stadt RE)
Anzeige

Recklinghausen. Schon seit einigen Wochen betört das Institut für Stadtgeschichte an der Hohenzollernstraße 12 die Passant*innen mit einer frisch gestrichenen Fassade. Nun macht die Kunstinstallation von Erika Hock die Neugestaltung perfekt.

Schon im Mai 2019 hatte die Stadt Recklinghausen einen Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung der Fassade ausgeschrieben. Durchgesetzt hat sich die Installation der Künstlerin Erika Hock mit dem Titel „Detour/Umwege“. „Kunst prägt unser Stadtbild maßgeblich“, sagt Bürgermeister Christoph Tesche. „Umso mehr freue ich mich, dass auch die neugestaltete Fassade das Institut jetzt einmal mehr akzentuiert, prägend aufwertet und im besten Licht erstrahlen lässt.“

Hocks Kunstwerk besteht insgesamt aus vier Teilen, bezieht sich auf die non-lineare Entstehungsgeschichte des Instituts und versinnbildlicht eine Historie, die mit Umbrüchen, Umzügen und Umwegen einhergeht. „Das Institut, welches sowohl ein Archiv als auch ein Museum beherbergt, meistert ein komplexes Geflecht an unterschiedlichen Aufgaben in einem Gebäude, das habe ich versucht, durch meine Konstruktion zu vermitteln“, erklärt die Urheberin Erika Hock.

Fünf unterschiedlich farbige Lampen aus gebogenen Edelstahlrohren schlängeln sich ab sofort an der Fassade um die Fenster. Damit soll ein Eindruck von Bus- und Bahnlinien des öffentlichen Nahverkehrs, einem Stadtplan oder Labyrinth entstehen, die sich zu einem bestimmten Ziel winden. Hock erläutert weiter: „So wird deutlich, dass kein Weg geradeaus führt, sondern Umwege und Umbrüche zur Stadtgeschichte dazugehören und für die Stadt identitätsstiftend waren.“

Die pulverbeschichteten Edelstahlrohre mit einem Durchmesser von 42 Millimetern gleichen einem Handlauf, an dessen Enden die Lampen die Fassade punktuell beleuchten. Die runden Leuchtkörper aus Acrylglas erstrahlen in den Farben Beigerot, Zitronengelb, Blassgrün und Lichtblau. Museumsdirektor Dr. Hans-Jürgen Schwalm zeigt sich begeistert: „Die Installation entspricht absolut unseren Qualitätsansprüchen.“

Vor der Installation wurde die Fassade neu verputzt und das Obergadenfenster wurde verschlossen. Die Seilscheibe bleibt weiterhin erhalten. Insgesamt kostete die Umsetzung der Maßnahme etwa 30.000 Euro.

Das Institut für Stadtgeschichte versteht sich als zentrale Anlaufstelle für Fragen der Geschichte Recklinghausens sowie der Emscher-Lippe-Region und ist Bildungs- und Kooperationspartner für Schulen, Hochschulen und Vereine.  Sammeln, Ordnen, Archivieren, Erschließen und alterungsbeständiges Aufarbeiten – all das zählt zum Fundament des Kulturinstitutes, das Museum und Archiv in sich vereint.

Beitrag drucken
Anzeigen