Martin Borges (Foto: privat)
Anzeige

Moers. Eine Entscheidung ist positiv, wenn sie es schafft verschiedene Ziele in Einklang mit einander zu bringen. Dieser Überzeugung ist auch die Moerser FDP. Nun drängt erneut eine Entscheidung wie es mit dem „weißen Haus“ am Kastellplatz weitergehen soll. „Das weiße Haus darf unter keinen Umständen verfallen. Dazu prägt es das Areal zu sehr“, sagt FDP-Ratsherr Martin Borges. „Fördermittel sind dringend notwendig. Gibt es diese nicht, halte ich es für schwer, das Haus aus alleine städtischen Mitteln zu sanieren“, führt Borges weiter aus.

Auch stehe die FDP weiterhin zu ihrem klaren „Nein“ zur Planung am Kastellplatz. „Nicht alles ist grundsätzlich schlecht. Aber man ist uns inhaltlich nicht entgegen gekommen, also ist es auch kein echter Kompromiss, sondern eine Einigung zwischen drei anderen Fraktionen. Den Kastellplatz als Veranstaltungsort zu erhalten, ist uns existenziell wichtig und dazu stehen wir auch“, fährt Dietmar Meier, stellvertretender FDP-Vorsitzender, fort.

Grundsätzlich sehen die Liberalen auch in dem Verkauf des „weißen Hauses“ einen gangbaren Weg: „Die Käufer haben klare und gute Ideen vorgelegt, wie die Immobilie genutzt werden kann. Wir sehen das sehr positiv, außerdem hat die Politik durch die Nutzungsauflagen ohnehin noch Einfluss. Eine Renovierung aus eigenen Mitteln im Wert über sechs Millionen Euro ist für uns haushaltspolitisch nicht zu verantworten“, erklärt Ratsherr Borges. Zukünftig würden die Haushalte ohne hin stark durch die Pandemie-Folgen unter Druck stehen, da brauche man keine zusätzlichen Baustellen, finden die Freidemokraten.

Beitrag drucken
Anzeigen