Symbolfoto
Anzeige

Viersen. Mit einem gemeinsamen Antrag möchten die Fraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD erreichen, dass die Stadt Viersen am bundesweiten Wettbewerb „Faktor 2-StädteChallenge 2021“ teilnimmt. Der Solar-Wettbewerb verfolgt das Ziel, den Bau von Photovoltaikanlagen für die Stromgewinnung zu beschleunigen. Der Veranstalter des Wettbewerbs, die Initiative Fossil free Karlsruhe, wendet sich an Städte und Gemeinden, die sich selbst für den Klimaschutz engagieren und die auch bei ihren Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Gewerbetreibenden für den Ausbau der solaren Energiegewinnung werben wollen.

Peter Breidenbach, Ratsherr der Grünen und Vorsitzender des Ausschusses für Klima- und Umweltschutz, Land- und Forstwirtschaft, betont die Vorteile der solaren Stromgewinnung: „Photovoltaik ist die große Chance für die Energiewende in den Kommunen. Derzeit werden im Viersener Stadtgebiet lediglich 4,6 % des zur Verfügung stehenden Potenzials auf Dächern und nur 0,8 % auf verfügbaren Freiflächen ausgeschöpft. Investitionen in Solaranlagen zahlen sich langfristig sogar doppelt aus: Wir retten das Klima und tun etwas für unseren städtischen Haushalt, wenn wir unseren Strom selbst erzeugen. Für private Haushalte und Unternehmen gilt natürlich genau dasselbe.“ Im November 2019 hatte sich der Viersener Stadtrat gegen die Stimmen von SPD und Grünen mehrheitlich gegen die Feststellung des Klimanotstands ausgesprochen, allerdings kurzfristige Maßnahmen der Verwaltung für den Klimaschutz und bis Ende 2020 ein umfassendes Programm eingefordert, das den Ausstoß des Klimagases CO2 bis zum Jahr 2035 auf möglichst unter 2 Tonnen pro Einwohner und Jahr reduziert soll. In dem im Juni 202 beschlossenen Sofortprogramm Klimaschutz wurde unter anderem der massive Ausbau der Photovoltaik auf städtischen Gebäuden beschlossen. Der aktuelle Haushaltsentwurf Stadt Viersen sieht Investitionen in Höhe von jeweils 500.000 Euro in den Jahren 2021 und 2022 dafür vor. „Die StädteChallenge für mehr Solarenergie richtet sich aber eben nicht nur an Politik und Verwaltung, sondern bezieht private Initiative für die Energiewende ausdrücklich ein. Das ist uns sehr wichtig“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Manuel García Limia.

Der Wettbewerb ist übrigens beendet, sobald es der ersten teilnehmenden Großstadt gelungen ist, ihre installierte Photovoltaikleistung zu verdoppeln. Diese hat aber nicht zwangsläufig auch gewonnen: Gewinnerin ist die Stadt mit dem höchsten Zubau pro Einwohner – gemessen an der Leistungsfähigkeit der Anlagen in der Maßeinheit Kilowattpeak (kWp). Der offizielle Spielbeginn des von der Organisation „Fossil Free Karlsruhe“ initiierten Wettbewerbs ist der 21.02.2021. Nachmeldungen sind möglich. Kosten entstehen den Kommunen durch ihre Teilnahme nicht.

Beitrag drucken
Anzeigen