Die Dacheindeckung sowie die Informationstafel folgen noch, dennoch können die ersten Bewohner bereits einziehen, wie hier am Kuhweg. Im Hintergrund links die Storchennisthilfe in Gahlen-Besten (Foto: HV  Gahlen)
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Schermbeck. Vor etwas mehr als einem halben Jahr, am 25. Mai 2020, erreichte auch den Heimatverein Gahlen e.V. eine Pressemitteilung des LEADER Region Lippe-Issel-Niederrhein. Inhalt der Pressemitteilung war, dass gewisse Kleinprojekte in der Region zu 80 Prozent durch Bund und Land gefördert werden können. Vor allem Projekte, die bisher aufgrund fehlender finanzieller Mittel noch nicht umgesetzt werden konnten, wurden angesprochen, denn die Antragsfrist war mit knapp drei Wochen relativ knapp gesetzt. Gut also, wenn man ausgereifte Pläne in der Schublade und damit in der Hinterhand hat, so wie derjenige von Markus Walbrodt, Vorstandsmitglied des Heimatverein Gahlen.

Ende Juni des vergangenen Jahres erreichte den Heimatverein dann die erfreuliche Mitteilung, dass das Projekt berücksichtigt werden würde. Am Elsenweg im Gahlener Heisterkamp und am Kuhweg in Gahlen-Besten sollten jeweils Wildbienenhotels entstehen. Diese Wildbienenhotels sollten um Informationstafeln zu den Gahlener Weißstörchen erweitert werden, da es sich bei den geplanten Standorten um ideale Anlaufpunkte zur Beobachtung der beiden Storchennisthilfen handelt, die der Heimatverein im Jahre 2009 errichtet hat und an denen in den letzten Jahren Bruterfolge zu verzeichnen gewesen sind.

„Bienen sind die Stütze, das Rückgrat, unseres Ökosystems“, erläutert Markus Walbrodt, gefragt danach, wie er auf die Idee mit den Wildbienenhotels gekommen ist. In seinem eigenen Garten hat er bereits viele Refugien für Insekten geschaffen. Denn ohne die Bienen gibt es keine oder nur wenig Bestäubung von Pflanzen, diese tragen dann schlicht keine Früchte. „Die sprichwörtlich fleißige Biene kommt nicht von ungefähr, denn mehr als 75 Prozent der Kultur- und Nutzpflanzen, werden durch Bienen bestäubt, eine Wildbiene bestäubt dabei bis zu 5 000 Blüten täglich“, führt Markus Walbrodt weiter aus, „und in der aufgeräumten heutigen Welt verschwinden die Lebensräume der Wildbienen schnell, wie Totholz und Reisighaufen, da hielten wir es für eine gute Idee mit einem artgerechten Wildbienenhotel etwas gegenzusteuern, nicht zuletzt mit etwas Aufmerksamkeit.“ Ausgestattet sind die bezugsfertigen Zimmer des Wildbienenhotels mit Hartholzblöcken mit jeweils 121 Bohrungen unterschiedlichen Durchmessers sowie mit eng gepackten Roggenstrohhalmen, Bambus- und Schilfröhren.

Der besondere Dank des Heimatvereins Gahlen gilt dem LAG Lippe-Issel-Niederrhein e.V., sowie Bund und Land, die dieses Projekt mit ihrer 80-prozentigen Finanzierung im Rahmen der „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“ erst möglich gemacht haben. Auch bei den beiden beteiligten Firmen, dem Tischlermeister Ralf Becks und bei der D. Wischerhoff Bedachungen GmbH & Co. KG bedankt sich der Heimatverein recht herzlich.  Nicht zuletzt gilt auch den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung Schermbeck für die stets tatkräftige Unterstützung großer Dank.

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