Das Impfzentrum auf dem Sprödentalplatz (Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof)
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Krefeld. Vor dem Starttermin des Krefelder Impfzentrums auf dem Sprödentalplatz am Montag, 8. Februar, haben Oberbürgermeister Frank Meyer und Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen in einer Video-Pressekonferenz über den aktuellen Stand informiert und dabei auch auf eine geplante Erweiterung des Impfzentrums hingewiesen. Frank Meyer machte dabei deutlich, dass der anstehende Impftermin für die Bürgerinnen und Bürger im Alter von über 80 Jahren eine große Wichtigkeit habe. „Es geht für viele um die eigene Gesundheit, eine für viele existenzielle Frage. Ich habe die große Hoffnung, dass das Zusammenspiel der an den Impfungen beteiligten Akteure gut funktioniert.“ 170 Impfdosen stehen am Starttag zur Verfügung, für die erste Woche sind es insgesamt 887 Impfdosen. „Alle Termine sind vergeben“, betonte Krefelds Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen.

Die Gesundheitsdezernentin konnte auch die gute Botschaft verkünden, dass das Land NRW die Verteilung des nächsten Impfstoffs von Astrazeneca ab Mitte Februar angekündigt habe. Dieser soll allerdings nach neuen Vorgaben nur an die Personengruppe zwischen 18 und 64 Jahren verimpft werden. Diese Impfdosen sollen deshalb an jene Berufsgruppen verteilt, die nach der Corona-Impfverordnung Priorität genießen. Dazu gehören das Personal von ambulanten Pflegediensten und Betreuungsdiensten sowie Alltagsbetreuer für Senioren, weiter auch Personal von Tageseinrichtungen sowie Wohngemeinschaften, Beschäftigte und ehrenamtlich Tätige in Hospizen und Rettungsdienstpersonal. Die Organisation der Impftermine ist hier nach Vorgaben des Landes von der Kommune zu leisten.

Für den Betrieb des Impfzentrums auf dem Sprödentalplatz hat diese Veränderung deutliche Auswirkungen. Verschiedene Impfstoffe müssen an verschiedene Zielgruppen schnell und reibungslos verimpft werden. Entsprechend haben Stadtverwaltung, Deutsches Rotes Kreuz und Kassenärztliche Vereinigung als beteiligte Akteure vereinbart, das Angebot des Impfzentrums noch einmal zu erweitern. 20 weitere Container sind bestellt, die in Kürze auf dem Sprödentalplatz aufgestellt werden. Es wird also ab Mitte/Ende Februar zwei Bereiche im Impfzentrum geben – in einem wird der Impfstoff von Astrazeneca verimpft, im anderen der von Biontech/Pfizer. „Mit dieser Lösung werden Verwechslungen verhindert“, sagte Dezernentin Sabine Lauxen, die auch betont, dass die Impfungen mit größtmöglicher Sorgfalt ablaufen werden. „Es war deshalb eine gute Entscheidung, den Sprödentalplatz als Standort zu wählen, weil wir hier Erweiterungsmöglichkeiten haben.“

Erweitert wird das Impfzentrum zum Start am Montag auch um ein rund 35 Quadratmeter großes Zelt. In diesem sollen die Impflinge ihre Formulare ausfüllen können, sofern sie dies nicht schon vorher zuhause haben erledigen können. Da nicht absehbar ist, wie viele der Senioren mit unausgefüllten Formularen kommen oder durch technische Probleme keine Unterlagen zugesandt bekommen haben, dient das Zelt als Puffer-Lösung, um Begegnungsverkehr zu vermeiden. Das Impfzentrum ist so konzipiert, dass der Infektionsschutz in jeder Phase voll berücksichtigt wurde.

Nachdem Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen bereits am Vorabend in der Ratssitzung auf die Lage in den Pflegeheimen eingegangen war, betonte sie in der Video-Pressekonferenz noch einmal, dass es zwar in einem Heim zu mehreren Infektionen gekommen sei, dieses Heim die Lage aber vollständig im Griff habe und eine Infektion weiterer dort Wohnender und des Personals durch die in Angriff genommenen Schutzmaßnahmen verhindert werde. „Das Gesundheitsamt und die Heimleitung arbeiten hier gut zusammen.“ In den Krankenhäusern seien die Corona-Patientenzahlen rückläufig. Die Lage entspanne sich dort.

Als positiv bewertet die Dezernentin auch die Nachricht, dass mittlerweile vom Land die angekündigten Schutzmasken für Bedürftige angekommen sind. Die Stadt Krefeld hatte übergangsweise aus dem Maskenvorrat der Feuerwehr die Träger versorgt. Der Bestand der Feuerwehr ist nun wieder aufgestockt worden. Durch die neue Lieferung des Landes mit insgesamt 87.000 Masken stehen auch weitere Mund-Nase-Bedeckungen für Bedürftige zur Verfügung.

Organisiert wurde die Terminvergabe für die Impfungen in Nordrhein-Westfalen und auch in Krefeld von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ist im Auftrag der Stadtverwaltung Betreiber des Impfzentrums. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten bei der Terminvergabe für viele Seniorinnen und Senioren brachte auch Frank Meyer zum Ausdruck, dass vor dem eigentlichen Start nicht alles reibungslos gelaufen sei. Es werde aber eine „Lernkurve“ geben, zeigte sich Frank Meyer zuversichtlich.

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