Das Runde muss ins Eckige (Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, L. Strücken)
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Krefeld. Unter dem Titel “KFC-Jugend: Stadt schafft Lösungen in Bockum, Hüls und am Sprödental” veröffentlichte die städtische Pressestelle den aktuellen Staus Quo zu alternativen Trainingsmöglichkeiten während des Umbaus der Grotenburg. Die CDU-Fraktion hinterfragt und bezweifelt die Aussagen von Stadtdirektor Schön zu diesem Sachstand.

Nach intensiven Gesprächen sei es der Stadt Krefeld in Zusammenarbeit mit dem KFC Uerdingen sowie weiteren Krefelder Fußballvereinen gelungen, der Jugendabteilung des KFC alternative Trainingsmöglichkeiten im Stadtgebiet zur Verfügung zu stellen. Den betroffenen Kindern und Jugendlichen würde damit eine sportliche Perspektive gegeben.

Aufgrund des Umbaus der Grotenburg ist eine Nutzung der dortigen, bisher durch die Jugendabteilung des KFC Uerdingen 05 genutzten, Trainingsplätze nicht mehr möglich. „Ich danke insbesondere den Vereinen Hülser SV, TSV Bockum und Paschaspor Krefeld. Sie zeigen sich solidarisch und erklären sich bereit, der Jugendabteilung des KFC Uerdingen im Sinne des Krefelder Sports zu helfen. Der Sportverwaltung danke ich für die Entwicklung des neuen Belegungskonzeptes”, zeigt sich Stadtdirektor und Sportdezernent Markus Schön zufrieden.

Dreistigkeit von Stadtdirektor Schön ist ein Schlag ins Gesicht aller Ehrenamtlichen

Michael Zecha, CDU-Ratsherr und sportpolitischer Sprecher der CDU, erklärt zur gestern verbreiteten Mitteilung von Stadtdirektor Schön, der Stadtverwaltung sei es gelungen, der KFC-Jugend alternative Trainingsmöglichkeiten im Stadtgebiet zur Verfügung zu stellen: „Eine solche Dreistigkeit von Stadtdirektor Schön ist ein Schlag ins Gesicht aller ehrenamtlich aktiven Vereinsvertreter und Sportler. Denn sie entspricht nicht der Wahrheit. Meine Fraktion hatte für den gestrigen Rat eine Anfrage gestellt, welche Trainingsmöglichkeiten die Stadt für die KFC-Jugend organisiert hat, nachdem klar ist, dass die Spielflächen der Grotenburg nicht mehr genutzt werden können. In der Antwort erklärt Schön, man habe unter anderem mit dem TSV Bockum aber auch weiteren Krefelder Fußballvereinen verhandelt und könne der KFC-Jugend alternative Trainingsmöglichkeiten anbieten. Das ist falsch. Es gibt keine gültigen Absprachen für Trainingsmöglichkeiten der KFC-Jugend. In meiner Funktion als Vorsitzender vom TSV Bockum habe ich zusammen mit meinem Vorstand Hilfe angeboten, aber bisher sind wir über Vorgespräche nicht hinausgekommen. Und das obwohl wir mit 26 Mannschaften ohnehin schon aus allen Nähten platzen.

Mehr als eineinhalb Jahre hatte die Sportverwaltung Zeit, eine Lösung zu finden – und hat versagt. Nun leitet der Stadtdirektor alle mit seiner Antwort in die Irre – Stadtrat, Öffentlichkeit und Vereine. Traurig ist, dass dies nun auf dem Rücken der KFC-Jugend ausgetragen werde. Neben der Grotenburg-Sanierung ist das ein weiteres Desaster für OB Meyer.


Zum Hintergrund:

Die CDU-Fraktion hatte gefragt,

„wie ist der Sachstand der Verhandlungen mit dem KFC bezüglich Jugendarbeit und Zurverfügungstellung ausreichender Trainingskapazitäten?“

Darauf antwortete Stadtdirektor Schön:

„Nach intensiven Gesprächen ist es der Stadt Krefeld in Zusammenarbeit mit dem KFC Uerdingen e. V. sowie weiteren Krefelder Fußballvereinen gelungen, der Jugendabteilung des KFC alternative Trainingsmöglichkeiten im Stadtgebiet zur Verfügung zu stellen und den betroffenen Kindern und Jugendlichen damit eine sportliche Perspektive zu geben. In diesem Zusammenhang gilt der Dank insbesondere den Vereinen Hülser SV, TSV Bockum und Paschaspor Krefeld, die sich solidarisch zeigten und sich bereit erklärt haben, der Jugendabteilung des KFC Uerdingen im Sinne des Krefelder Sports zu helfen sowie der Sportverwaltung für die Entwicklung des neuen Belegungskonzeptes.“

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