Symbolbild DRK-Landesverband Nordrhein e.V./ Andreas Brockmann
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Rhein-Ruhr. Einige Kommunen und Kreise sowie Hilfsorganisationen haben vor dem morgigen Start in den Impfzentren noch aktuelle Informationen herausgegeben

 

Quarantäne schließt Impfung aus: Betroffene sollen ihren Termin vorab absagen

Der Kreis Viersen weist daraufhin, dass die häusliche Quarantäne auch nicht für einen Impftermin im Impfzentrum verlassen werden darf. Aktuell befinden sich im Kreisgebeit 87 Personen im Alter über 80 Jahre in Quarantäne. Sie sind entweder positiv auf das Coronavirus getestet oder gelten als Kontaktperson ersten Grades. Gleiches gilt für Angehörige und Bekannte, die die über 80-Jährigen zu ihrem Impftermin begleiten. Auch sie haben eine mögliche Quarantäne zu befolgen.

Die Quarantäneanordnung des Kreises Viersen schreibt vor, die eigenen vier Wände nicht zu verlassen. Ein möglicher Impftermin ist davon nicht ausgenommen. Menschen, deren vereinbarter Impftermin im Quarantänezeitraum liegt, werden gebeten, sich mit der Kassenärztlichen Vereinigung in Verbindung zu setzen, um ihren Termin abzusagen. Dies ist über die Homepage www.116117.de möglich.

Frei werdende Termine wird die Kassenärztliche Vereinigung zur Buchung über die Internetseite und telefonisch unter 0800 / 116 117 01 erneut anbieten.

 

Einsatz im Corona-Impfzentrum bestätigt – DRK-Düsseldorf betreut Impfzentrum in der Arena

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ist ein wichtiger Partner bei der Durchführung der Impfungen im gesamten Bundesgebiet, so auch ab dem 8. Februar in der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Das Deutsche Rote Kreuz ist bundesweit an der Planung, dem Aufbau und dem Betrieb der Impfzentren beteiligt. Aktuell sind hier mehr als 3.000 DRK-Kräfte involviert. Auch das DRK-Düsseldorf erhielt nun die Beauftrag der Landeshauptstadt Düsseldorf zur sanitätsdienstlichen Betreuung der Geimpften im Impfzentrum in der Merkur-Spiel-Arena. Ab dem 8. Februar werden die DRK-Einsatzkräfte vor Ort an drei Wochentagen sowie an den Wochenenden die Impftermine begleiten. Sie übernehmen dabei die Nachsorge der Geimpften im Wartebereich.

-siehe Titelfoto-

 

Nach Zulassung des AstraZeneca-Impfstoffes: Kreis erhält kurzfristig 3 257 zusätzliche Impfdosen

Der Rhein-Kreis Neuss erhält in den nächsten beiden Wochen zusätzlich 3 257 Dosen des jetzt zugelassenen Impfstoffes der Firma AstraZeneca. Dies hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen dem Kreis am Samstag mitgeteilt. „Jede Impfdosis hilft dabei Menschenleben zu schützen und die Pandemie zu bewältigen. Auch wenn wir dafür noch einige Zeit lang Geduld und Disziplin aufbringen müssen“, freut sich Landrat Hans-Jürgen Petrauschke über die gute Nachricht aus Düsseldorf. Er weist auch darauf hin, dass die Impfung vor dem Hintergrund der zunehmenden Ausbreitung von Virus-Mutationen sowie weiter hohen Infektionszahlen an Bedeutung gewinnt. „Wir sind gut vorbereitet und werden den Impfstoff in unserem Impfzentrum kurzfristig an Berechtigte impfen“, kündigt Petrauschke an. Hierzu werden dann alle 8 Impfstraßen des Impfzentrums in der Hammfeldhalle in Betrieb genommen.

Über weitere Liefermengen des AstraZeneca-Impfstoffes für die Zeit hiernach wird das Land noch informieren. Da bei diesem eine Zweitimpfung erst nach neun Wochen erfolgen soll, können die jetzt angekündigten Impfdosen im vollen Umfang für Erstimpfungen verwendet werden.

Für die Zeit vom 8. Februar bis Ende März sind dem Rhein-Kreis Neuss für das Impfzentrum zudem 20 434 Impfdosen der Firma BionTech zugesagt. Dieser Impfstoff soll vor allem an Personen über 65 Jahre verimpft werden. Personen, die jünger sind und bereits eine Erst-Impfung mit dem BionTech-Impfstoff erhalten haben, erhalten von diesem auch die Zweitimpfung.

Das Land hat dabei festgelegt, dass der Impfstoff der Firma AstraZeneca ausschließlich an Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren verimpft werden soll, die der Priorisierungsstufe 1 der Corona-Impfverordnung angehören. Dies umfasst Personal von ambulanten Pflege- und Betreuungsdiensten, Tagespflegeeinrichtungen sowie Pflege-Wohngemeinschaften mit Ausnahme des Personals von Einrichtungen der Eingliederungshilfe ebenso wie Beschäftigte und ehrenamtliche Tätige in Hospizen und ambulanten Hospizdiensten. Ebenfalls zur Gruppe der Berechtigten gehören Heilmittelerbringer, die regelmäßig in vollstationären Pflegeeinrichtungen tätig werden, (Zahn-)Ärzte und deren medizinisches Fachpersonal, die regelmäßig in vollstationären Pflegeeinrichtungen tätig werden, (Zahn-)Ärzte, die in Schwerpunktpraxen vorrangig Corona-Patienten behandeln sowie Ärzte und deren medizinisches Fachpersonal, die in onkologischen und Dialysepraxen tätig sind. Zudem gehören auch das Personal in den Impfzentren sowie Rettungsdienstpersonal zu dem impfberechtigten Personenkreis.

Der Kreis ist für den Personenkreis für die Abstimmung der Impftermine zuständig. Für die Terminvereinbarung werden den Einrichtungen und Organisationen, in denen Impfberechtigte tätig sind, kurzfristig alle erforderlichen Informationen zur Verfügung gestellt.

Sofern unter den Personen dieser Priorisierungsstufe auch Berechtigte älter als 65 Jahre sind, erhalten diese den Impfstoff der Firma BionTech. Hierfür stellt das Land ein gesondertes Kontingent zur Verfügung.

Impfberechtigte ab 80 Jahren können einen Impftermin weiter ausschließlich über die kassenärztliche Vereinigung unter www.116117.de oder telefonisch unter 0800/11611701 vereinbaren.

 

Mit Erfolg gegen die Pandemie – Bundestagsabgeordnete besuchen das Impfzentrum Mönchengladbach

Das Impfzentrum Mönchengladbach wird am 8. Februar 2021 seinen Dienst aufnehmen. Ab dem kommenden Montag können zunächst die Bürgerinnen und Bürger, die ihr 80. Lebensjahr vollendet haben, in der Am Nordpark 260 gelegenen Einrichtung eine Impfung gegen das Corona-Virus erhalten. Voraussetzung ist die vorherige Vereinbarung eines Impftermins unter der kostenfreien Telefonnummer (0800) 116 117 01. Das Impfzentrum Mönchengladbach verfügt über einen großen Parkplatz und ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln über die gleichnamige Haltestelle mit der Linie 008 erreichbar.

Der Mönchengladbacher Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings machte sich gemeinsam mit Oberbürgermeister Felix Heinrichs und seiner Berliner Kollegin Gülistan Yüksel ein Bild vom Stand der Vorbereitungen im Nordpark. Der Leiter der Mönchengladbacher Feuerwehr, Dirk Schattka, erläuterte die Konzeption des Impfzentrums, das unter Beachtung der Abstands- und Hygienevorschriften den Empfang der Bürgerinnen und Bürger, die gesundheitliche Aufklärung und die Impfung selbst umfasst. Günter Krings war es ein Anliegen, einen gemeinsamen Termin wahrzunehmen: „Wir wollen dass alle Beteiligten sich optimal auf den Impfstart vorbereiten und dann ab Montag erfolgreich loslegen können. Wir wollen da auf keinen Fall den Betrieb durch viele Einzelbesuche aufhalten. Mir ist es aber sehr wichtig, Dirk Schattka und seinen Mitarbeitern, aber auch allen Ärzten und dem weiteren medizinischen Personal gegenüber unser Vertrauen und unsere Unterstützung zum Ausdruck zu bringen. Ich bin überzeugt, in dieser Hinsicht für sehr viele Bürgerinnen und Bürger sprechen zu können. Die Impfkampagne besteht eben nicht nur aus den Entscheidungen in Europa, auf Bundes- und Landesebene. Vielmehr ist die Umsetzung vor Ort der ausschlaggebende Faktor, um den Menschen so schnell wie möglich ein Impfangebot unterbreiten zu können.“

Günter Krings hatte bereits Anfang des Jahres mit Dirk Schattka gesprochen und sich über die Planungen informieren lassen. Der Abgeordnete hält die Arbeitsteilung in Mönchengladbach für gut gelungen: „In der Kontaktverfolgungsstelle an der Wilhelm-Strauß-Straße in Rheydt konnte ich mich überzeugen, wie die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes – mit großartiger Unterstützung der Bundeswehr – gegen die Verbreitung des Corona-Virus kämpfen. Für das Impfzentrum Mönchengladbach ist dagegen die Feuerwehr verantwortlich. Neben dem phänomenalen Engagement und der Einsatzbereitschaft aller Beteiligten ist diese klare Struktur eine zentrale Voraussetzung, dass wir auch in Mönchengladbach die Pandemie Schritt für Schritt zurückdrängen werden.“

(Foto: privat)

 

Impfungen im Impfzentrum starten am Montag trotz Wintereinbruchs wie geplant

Trotz des Wintereinbruchs mit Schnee- und Eisglätte starten die Impfungen im Impfzentrum Bochum am Montag, 8. Februar, wie geplant. Alle terminierten Impfungen können durchgeführt werden. Für den Fall, dass Termine wetterbedingt nicht pünktlich wahrgenommen werden können, hat das Impfzentrum seinen Wartebereich vergrößert, Warm- und Kaltgetränke stehen bereit.

Geimpft werden gemäß des Impferlasses des Landes Nordrhein-Westfalen nur über 80-jährige Personen, die im Vorfeld einen Termin gemacht haben. Andere Personen müssen abgewiesen werden. Wer seinen Termin nicht wahrnehmen kann, möge sich bitte bei der städtischen Hotline unter 0234 / 910 55 55 melden. Dann werden sehr zeitnah neue Termine vergeben.

 

Witterungslage: Impfzentrum startet wie geplant am Montag – Ausweichen auf Dienstag als Ausnahme möglich

Aufgrund der aktuellen extremen Witterung auch im Kreis Wesel und der weiter zu erwartenden Schneefälle hat der Krisenstab des Kreises Wesel folgende Informationen für Impfberechtigte mit Terminen am Montag, 08.02.2021, im Impfzentrum an der Niederrheinhalle Wesel zusammengestellt:

Für Bürgerinnen und Bürger, die einen Impftermin für Montag, 8. Februar, erhalten haben, und diesen trotz der Wetterverhältnisse wahrnehmen können, findet der Termin wie geplant statt.

Für Bürgerinnen und Bürger, die am Montag, 8. Februar, einen Impftermin im Impfzentrum erhalten haben und sich witterungsbedingt nicht zutrauen die Niederrheinhalle zu erreichen, wird außerplanmäßig am Dienstag, 9. Februar, ab 14 Uhr bis 20 Uhr das Impfzentrum geöffnet werden. Nach Möglichkeit und um längere Wartezeiten zu verhindern, empfiehlt der Kreis Wesel dann zur gleichen Uhrzeit, wie zum ursprünglichen Termin am Montag das Impfzentrum aufzusuchen.

Am Impfzentrum selber ist man auf die Witterungslage der nächsten Tage vorbereitet und hat zusätzliche Maßnahmen getroffen, um beispielsweise den Parkplatz und die Zuwege zur Niederrheinhalle regelmäßig von Schnee- und Eis zu befreien und im Zugangsbereich zusätzlich beheizte Zelte aufgebaut.

 

„Impfzentrum Kreis Borken“ nimmt am morgigen Montag, 8. Februar, wie geplant Betrieb auf

Angesichts der Wetterverhältnisse sind Terminverschiebungen möglich

Am morgigen Montag (08.02.2021) nimmt das vom Kreis Borken und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) gemeinsam getragene “Impfzentrum Kreis Borken” in Velen wie geplant seinen Betrieb auf. Wenn morgen der Impfstoff seitens des Landes NRW geliefert wird, können sich dort zunächst alle Bürgerinnen und Bürger ab 80 Lebensjahren impfen lassen, die einen bestätigten Termin über die KVWL gebucht haben. Es gelten die vereinbarten Impfzeiten. Angesichts der aktuellen Wetter- und Straßenverhältnisse weist Landrat Dr. Kai Zwicker aber darauf hin, dass diejenigen, die aufgrund der Witterung ihren Termin am Montag nicht antreten möchten, auch am Dienstag (09.02.2021) kommen können. „Die Bürgerinnen und Bürger sollen dann einfach zur vereinbarten Uhrzeit, aber eben einen Tag später, kommen. Es ist keine weitere Anmeldung oder Umbuchung notwendig“, erläutert Dr. Zwicker.

Aufgrund der aktuellen Wetterlage ist es zudem denkbar, dass die Belieferung mit dem Impfstoff beeinträchtigt wird. Der Kreis Borken bittet aus diesem Grund alljene, die morgen einen Impftermin haben, darum, vor der Fahrt zum Impfzentrum die aktuelle Meldungslage zu verfolgen. Sollte es Änderungen geben, informiert der Kreis Borken darüber über die Medien sowie unter anderem auch auf seiner Internetseite unter https://kreis-borken.de/impfzentrum.

 

Hans Josef Brands (75) war der erste Krefelder, der am 27.12. im Hansa-Haus vom Leiter des Impfteams, Dr. Wilfried Stutzinger, eine Corona-Impfung bekam (Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, Sonja Borghoff)Corona-Impfung in Krefeld: Fragen und Antworten

Ich habe einen Impftermin, mir fehlen aber die Dokumente, die im Vorfeld auszufüllen sind.

Um lange Warteprozesse zu vermeiden, sollten die Dokumente möglichst im Vorfeld ausgefüllt und mitgebracht werden. Wenn Dokumente fehlen, gibt es zwei Lösungswege. Die für die Impftermine zuständige Kassenärztliche Vereinigung verweist darauf, dass es eine Möglichkeit gibt, die Dokumente im Vorfeld auch im Internet auszudrucken. Hier gibt es einen Downloadbereich, in der Formulare zum Ausdruck verfügbar sind. Relevant sind hier die beiden Formulare “Aufklärungsmerkblatt zur Corona-Schutzimpfung” und “Einwilligungsbogen zur Coronaschutzimpfung”. Beide können zu Hause als pdf ausgedruckt und ausgefüllt werden. Der Einwilligungsbogen wird in zweifacher Ausführung benötigt, deshalb dieses Dokument bitte doppelt ausdrucken und beide Exemplare ausgefüllt zum Impfzentrum mitbringen. Wenn dieser Weg nicht erfolgreich ist, gibt es eine Alternativmöglichkeit vor Ort: Die Formulare liegen auch am Impfzentrum aus und können in einem Vorzelt, das die Stadt Krefeld errichtet hat, ausgefüllt werden. Da nicht absehbar ist, wie viele der Senioren mit unausgefüllten Formularen kommen oder durch technische Probleme keine Unterlagen zugesandt bekommen haben, dient das Zelt als Puffer-Lösung, um Begegnungsverkehr zu vermeiden. Das Impfzentrum ist so konzipiert, dass der Infektionsschutz in jeder Phase voll berücksichtigt wurde.

Was ist Berufsgruppen, die im medizinischen und pflegerischen Bereich tätig sind?

Das Land NRW hat die Verteilung des nächsten Impfstoffs von Astrazeneca ab Mitte Februar angekündigt. Dieser soll allerdings nach neuen Vorgaben nur an die Personengruppe zwischen 18 und 64 Jahren verimpft werden. Diese Impfdosen sollen deshalb an jene Berufsgruppen verteilt, die nach der Corona-Impfverordnung Priorität genießen. Dazu gehören das Personal von ambulanten Pflegediensten und Betreuungsdiensten sowie Alltagsbetreuer für Senioren, weiter auch Personal von Tageseinrichtungen sowie Wohngemeinschaften, Beschäftigte und ehrenamtlich Tätige in Hospizen und Rettungsdienstpersonal. Die Organisation der Impftermine ist hier nach Vorgaben des Landes von der Kommune zu leisten. Für den Betrieb des Impfzentrums auf dem Sprödentalplatz hat diese Veränderung deutliche Auswirkungen. Verschiedene Impfstoffe müssen an verschiedene Zielgruppen schnell und reibungslos verimpft werden. Entsprechend haben Stadtverwaltung, Deutsches Rotes Kreuz und Kassenärztliche Vereinigung als beteiligte Akteure vereinbart, das Angebot des Impfzentrums noch einmal zu erweitern. 20 weitere Container sind bestellt, die in Kürze auf dem Sprödentalplatz aufgestellt werden. Es wird also ab Mitte/Ende Februar zwei Bereiche im Impfzentrum geben – in einem wird der Impfstoff von Astrazeneca verimpft, im anderen der von Biontech/Pfizer. „Mit dieser Lösung werden Verwechslungen verhindert”, hat Krefelds Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen angekündigt, die auch betont, dass die Impfungen mit größtmöglicher Sorgfalt ablaufen werden.

Ich habe Probleme bei der Terminvergabe telefonisch oder im Internet. Was kann ich unternehmen?

Wegen großer Nachfrage im Online-Anmeldeportal und bei der telefonischen Anmeldung zu den Corona-Schutzimpfungen kann es immer wieder einmal zu Wartezeiten kommen. Die Stadtverwaltung selbst kann allerdings keine Anmeldungen für die Impfungen annehmen. Die von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) vorbereitete Rufnummer für die Anmeldungen lautet 0800 11611701. Online ist eine Anmeldung möglich unter der Internetadresse https://coronaimpfung.nrw/patienten. Bürgerinnen und Bürger, die ein Schreiben des Gesundheitsministers über ihre Kommune erhalten haben, sollen fortlaufend versuchen, über das Internetportal oder über die kostenlose Rufnummer Termine für die Erst- und Zweitimpfung zu erhalten. Die Termine werden im Nachgang schriftlich bestätigt. Die ersten Terminierungen sind erfolgt, weitere Termine können schrittweise gebucht werden. Auch für die weiteren Impfgruppen wird an Gesamtlösungen gearbeitet.

Was muss man zum Impftermin mitbringen?

Vorlegen sollte jeder Impfling die unterschriebenen Formulare, die ihm zuvor gesandt worden sind. Im Notfall können die Formulare auch vor Ort ausgefüllt werden. Das Vorlegen eines Impfausweises ist nicht zwingend nötig. Die Impflinge erhalten nachher eine Bescheinigung. Mit dieser können sie zum Hausarzt gehen, der die Impfung später nachträgt. Hier besteht aber kein dringender Zeitdruck. Natürlich sollte man einen Lichtbildausweis bei sich haben, um zu dokumentieren, dass man die angemeldete Person ist.

Braucht man eine weitere besondere Bescheinigung für den Erhalt eines Impfstoffs?

Eine gesonderte Bescheinigung braucht es nicht, der Personalausweis reicht aus. Für Menschen, bei denen wegen des Berufes ein hohes Risiko der Ansteckung besteht, muss eine Bescheinigung des Arbeitgebers vorgelegt werden.

Was hat es eigentlich mit den Hütten vom Weihnachtsmarkt auf sich, die auf dem Sprödentalplatz stehen?

Alle Holzhütten gehören der Stadt und kommen am Impfzentrum zum Einsatz, um zusätzliche Schutzräume zu schaffen. Die Hütten stehen dort zum einen für den Sicherheitsdienst, der die Zufahrt koordiniert (Einfahrt zum Sprödentalplatz). Weitere Hütten stehen direkt am Eingang zum Impfzentrum. Hier wird die Temparatur gemessen, damit keine Personen mit fieberhaften Infekten das Impfzentrum betreten und so Viren einschleppen. Daneben stehen noch zwei Buden, die als Notwartebereich gedacht sind, wenn im Aufnahmebereich zu viele Personen gleichzeitig ankommen. Die Stadtverwaltung will verantwortungsvoll mit Steuergeldern umgehen. Also hat man sich für den Einsatz der vorhandenen Hütten entschieden. Keine Hütte musste extra für den Sprödentalplatz neu gezimmert werden.

Wie viele Termine können grundsätzlich pro Tag am Impfzentrum vergeben werden.

Die zu vergebenen Termine richten sich nach der Menge des Impfstoffes. Theoretisch könnten im Impfzentrum aktuell bis zu 700 Impfungen/Tag durchgeführt werden, das gibt aber der verfügbare Impfstoff nicht her. Für die kommenden drei Wochen ist das Impfzentrum ausgebucht, so dass der bis jetzt verfügbare/ der Stadt Krefeld zugeteilte Impfstoff komplett verimpft wird. Das sind derzeit knapp 180 Impfdosen/Tag

Wie viele Impfdosen sind in Krefeld schon verabreicht worden?

Mit aktuellem Stand haben 3428 Personen die erste Impfung bekommen, davon auch schon die zweite Impfung 1053 Personen. 1912 Impfdosen für die Krankenhäuser wurden zudem an Impfstoffen für Krefeld bisher geliefert. Es werden in den ersten drei Wochen täglich – an den geöffneten Tagen – zwischen 177 und 180 Impfdosen vor Ort auf dem Sprödentalplatz verimpft. Das ist der komplette der Stadt Krefeld zugeteilte Impfstoff. Die Menge wird in einigen Wochen stark steigen, wenn weitere Impfmengen zur Verfügung stehen.

Der Impfstoff wird bei minus 70 Grad Celsius gelagert. Wird er auch mit dieser Temperatur gespritzt?

Nein, zwar erfolgt die Lagerung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer bei minus 70 Grad Celsius. Kurz vor der Impfung wird der Stoff von Biontech/Pfizer aber aufgetaut und in Kochsalzlösung, die bei normaler Raumtemperatur gelagert werden kann, aufgenommen. Weitere Impfstoffe stellen in Teilen deutlich geringere Anforderungen an die Lagerung.

Was ist, wenn man nach einer Impfung Nebenwirkungen spürt?

Sicherheit geht vor! Zehntausende Personen sind in Impfstoffuntersuchungen einbezogen worden. Nebenwirkungen sind nicht häufig aufgetreten. Für die Zeit bis 30 Minuten nach der Impfung sollte der Impfling am Impfzentrum warten. Es gibt eine Reihe bekannter kleinerer Nebenwirkungen, die zeitweise auftauchen können. Die Impflinge sollten diese beim Hausarzt oder in der Apotheke angeben. Verdachtsfälle zu Nebenwirkungen werden sehr ernst genommen, betont das Land NRW. Es soll schnell geklärt werden, ob es sich um eine zufällig in zeitlichem Zusammenhang aufkommende Nebenwirkung oder um eine tatsächliche Nebenwirkung handelt. Eine Nebenwirkung auch noch zusätzlich beim Paul-Ehrlich-Institut über die Webseite www.nebenwirkungen.bund.de oder über die SafeVac 2.0-App (die App des Paul-Ehrlich-Instituts) gemeldet werden. Auch der Hausarzt wird einen solchen Fall melden. Generell liefert das Robert-Koch-Institut in einem neuen – in mehreren Sprachen aufgelegten – Aufklärungsmerkblatt noch einmal wichtige Hinweise auf die Impfstoffe.

Wann werden eigentlich Kinder geimpft?

Die Impfstoffe werden zunächst nur für Erwachsene zur Verfügung stehen, weil die bisherigen Impfstoffkandidaten nicht ausreichend bei Kindern getestet worden sind. Eine einheitliche Empfehlung für diese Zielgruppe gibt es noch nicht. Zu erwarten ist, dass es bald auch einen Impfsotff für Kinder gibt. Dann können auch für Kinder Impfempfehlungen ausgesprochen werden.

Was wird Allergikern im Bezug auf die Corona-Impfung empfohlen?

Dr. Wilhelm Stutzinger, ärztlicher Leiter am Impfzentrum, betont, dass in den allermeisten Fällen kein Grund zur Sorge bestehe. Auch Allergiker können geimpft werden. Im Zweifel sollten aber alle Fragen vorab mit dem Hausarzt abgeklärt werden. Das Paul-Ehrlich-Institut, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, sowie die Europäischen Arzneimittelbehörde (European Medicines Agency, EMA) haben die Datenlage eingehend geprüft und sind zu folgenden Ergebnissen gekommen: “Nach der derzeitigen Datenlage ist ein generell erhöhtes Risiko für schwerwiegende unerwünschte Wirkungen für Personen mit vorbekannten allergischen Erkrankungen bei Impfung mit Comirnaty nicht abzuleiten. Daher sieht die Zulassung der Europäischen Kommission bei bekannten Allergien gegenüber Lebensmitteln und Medikamenten keine Kontraindikation gegen die Impfung vor.” Für weitere Rücksprache kann auch der Hausarzt kontaktiert werden. Weitere Informationen findet man hier.

Welche Kleidung wird für den Besuch des Impfzentrums empfohlen?

Wichtig ist den Ärzten und den DRK, dass der Impfprozess schnell und flüssig abläuft und lange Wartezeiten vermieden werden. Deshalb sollten die Impflinge eine Kleidung tragen, mit der sich der Oberarm leicht freilegen lässt. Das spart Zeit und umständliches An- und Ausziehen im Impfzentrum.

Können mit einer Anmeldung im Internet zwei Termine etwa für Ehepaare gemacht werden?

Termine für Doppelanmeldungen für eine gemeinsame Impfung – etwa von Ehepaaren – sind aktuell im Onlineportal noch nicht möglich. Wenn Bürgerinnen und Bürger Termine für weitere Personen vereinbaren möchten, können Sie sich an Hotline 116 117 der Kassenärztlichen Vereinigung wenden. Auch im Onlinesystem soll eine Doppelbuchung bald möglich sein, hat die KVNO erklärt.

Ich möchte einen Impftermin für meinen Angehörigen abmachen, der eigentlich nicht in Krefeld gemeldet ist.

Aus organisatorischen Gründen ist es aktuell noch so, dass der aktuell gemeldete Wohnort auch der Impfort ist, da jede Kommune nur den Impfstoff für ihre Bewohner zugeteilt bekommt. Hier kann es in den kommenden Wochen noch zu Änderungen kommen, sobald mehr Impfstoff zur Verfügung steht.

In welcher Reihenfolge wird geimpft? Wer ist wann an der Reihe?

Der Impfstoff ist zunächst nur begrenzt verfügbar. Zur Reihenfolge gibt es deshalb eine klare Priorisierung seitens des Bundes und des Landes. Die Impfprioritäten bestimmt die Impfverordnung der Bundesregierung, sie entsprechen den Empfehlungen der “Ständigen Impfkommission” (STIKO) in Deutschland, die beim Robert-Koch-Institut angesiedelt ist. An diese Impfreihenfolge müssen sich die Akteure vor Ort – also auch die Stadt Krefeld mit dem Betreiber des Impfzentrums,dem Deutschen Roten Kreuz – halten. Es sollen zunächst die eine Impfung erhalten, die bei einer Erkrankung sehr gefährdet sind: ältere Personen und vulnerable Gruppen. Folgende Priorisierung wurde vorgenommen:

Höchste Priorität: Über 80-Jährige; Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind; Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten; Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, SARS-CoV-2-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten; Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen. (v.a. Hämato-Onkologie und Transplantationsmedizin.

Hohe Priorität: Über 70-Jährige; Personen mit Trisomie 21, mit Demenz oder geistiger Behinderung, nach einer Organtransplantation;Enge Kontaktpersonen von über 70-Jährigen oder Bewohnern von Alten- Pflegeheimen und Heimen für geistig Behinderte; Kontaktpersonen von Schwangeren; Personen, die in stationären Einrichtungen für geistig behinderter Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen; Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren; Polizei- und Ordnungskräfte, die im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind; Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in relevanten Positionen der Krankenhausinfrastruktur; Personen, die in Flüchlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind.

Erhöhte Priorität: Über 60-Jährige; Personen mit folgenden Krankheiten: Adipositas, chron. Nierenerkrankung, chron. Lebererkrankung, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Diabetes mellitus, div. Herzerkrankungen, Schlaganfall, Krebs, COPD oder Asthma, Autoimmunerkrankungen und Rheuma; Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko (Labore) und ohne Betreuung von Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten; Personen in relevanter Position in Regierungen, Verwaltungen und den Verfassungsorganen, in Streitkräften, bei der Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und THW, Justiz; Personen in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, im Apotheken und Pharmawirtschaft, öffentliche Versorgung und Entsorgung, Ernährungswirtschaft, Transportwesen, Informationstechnik und Telekommunikation; Erzieher und Lehrer; Personen, mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen.

Wann gehöre ich zu einer Risikogruppe, die mit Priorität geimpft wird?

Zu unterscheiden ist an dieser Stelle zwischen Risikofaktoren und Vorerkrankungen. Nach bisherigen Erkenntnissen der Medizin spielen bei der Corona-Gefahr Vorerkrankungen eine geringere Risiko-Rolle als das Alter. Je älter der oder die Erkrankte, desto größer das Risiko für einen schweren oder tödlichen Verlauf. Es gibt aber einige Vorerkrankungen, bei denen erhöhtes Risiko besteht: Zu dieser Gruppe gehören nach bisherigen Erkenntnissen der Wissenschaft Personen mit Trisomie 21,Organtransplantation, ausgeprägter Adipositas, chronischen Nierenerkrankungen, Demenz, Herzinsuffizienz und Diabetes. Bei anderen Vorerkrankungen besteht nur leicht höheres oder überhaupt kein höheres Risiko.

Wie werden die Zielgruppen über 80 Jahren informiert?

Am 20. Januar wurden Briefe an Krefelder im Alter von 80 Jahren und älter versendet, in denen das Land und Oberbürgermeister Frank Meyer auf die Regularien der Impfpraxis generell und in Krefeld speziell im Impfzentrum am Sprödentalplatz aufmerksam machen. Der Krefelder Oberbürgermeister appelliert in seinem Brief an die Bürgerinnen und Bürger: “Nutzen Sie die Chance, sich impfen zu lassen. Auf diese Weise schützen Sie nicht nur sich selbst, sondern auch alle Menschen, mit denen Sie Kontakt haben. Im Brief ist noch notiert, dass die Impfzentren am 1. Februar starten. Nach Versendung der Briefe allerdings hat das Land NRW bekannt gegeben, dass sich der Start der Impfzentren in NRW noch einmal verschieben muss um eine Woche. Bis Mitte April soll die nächste Phase der Impfung aller Menschen über 80 Jahren – abhängig vom gelieferten Impfstoff – in Krefeld abgeschlossen sein.

Wann sind die weiteren Impfwilligen der Kategorien “Hohe Priorität” und “Erhöhte Priorität” an der Reihe?

Für alle weiteren Priorisierungsgruppen ist das genaue Vorgehen aktuell noch nicht festgelegt. Dieses weitere Vorgehen wird die Politik auf der Ebene von Bund und Land festlegen und den Kommunen mitteilen. Es ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt davon auszugehen, dass diese Zielgrupp eim Verlaufe des Frühjahrs zu impfen begonnen werden kann. Sobald weitere Impfstoffe auch bei den Hausärzten ankommen, werden sich dann auch weite Teile der Bevölkerung impfen lassen können. In der gegenwärtigen Sondersituation mit nur begrenzt zur Verfügung stehendem Impfstoff sind die Hausärzte noch nicht eingebunden, weil die bisher eingesetzten Impfstoffe auch eine gesonderte Lagerung erfordern. Wenn die breite Bevölkerung geimpft wird, soll auch dieses Verfahren transparent gemacht werden. Laufend aktualisierte Informationen zur Zielgruppe gibt es etwa auf der Seite https://www.116117.de/de/corona-impfung.php

Was ist, wenn der Impfling an einer bestimmten Erkrankung leidet. Kann er mit Priorität geimpft werden?

Aufgrund begrenzter Imfpstoffmengen konnte zunächst nur bestimmten – vorher festgelegten – Personengruppen ein Impfangebot gemacht werden. Diese Priorisierungsgruppen sind festgelegt. “Bei zunehmender, aber weiterhin begrenzter Impfstoffverfügbarkeit sollen weitere von der STIKO definierte Personengruppen mit besonderen Risiken vorrangig geimpft werden”, teilt das Robert-Koch-Institut mit. Ziel der Bundesregierung ist es, bis September allen Bürgerinnen und Bürgern ein Impfangebot unterbreiten zu können.

Warum sollte man sich impfen lassen?

Die Krankheit COVID-19 kann auftreten, wenn man sich mit dem Virus SARS-CoV2 infiziert. COVID-19 kann schwere gesundheitliche Schäden verursachen. Möglich sind laut Robert-Koch-Institut sowohl asymptomatische und symptomarme als auch schwere Infektionen mit Pneumonie und weiteren Organbeteiligungen, die dann zum Lungen- und Multiorganversagen bis zum Tod führen können. Das Virus ist leicht übertragbar. Besonders gefährdet sind nach gegenwärtigen Erkenntnissen ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen. Eine Infektion kann auch bei Jüngeren dramatische Verläufe nehmen. Entsprechend breitet sich SARS-CoV-2 schnell aus. Ein wirksames Medikament bei einer Erkrankung gibt es aktuell noch nicht. Die Impfstoffe gegen das Virus SARS-CoV-2 schützen vor der Krankheit COVID-19. Eine Impfung gegen COVID-19 trägt dabei sowohl zum eigenen Schutz als auch zur Eindämmung der Pandemie bei. Eine Impfung kann entsprechend das Infektions- und Erkrankungsrisiko sehr stark reduzieren. So kann jeder seinen Teil dazu beitragen, die Pandemie einzudämmen. Zu beachten sind dabei weiterhin auch die geltenden Regeln zu Abstand, Maske und Hygiene.

Warum wurde ein Impfzentrum errichtet?

Um möglichst viele Menschen schnell impfen zu können, bedarf es eines großen organisatorischen Aufwands. Zudem muss eine sichere Lagerung und korrekte Aufbewahrung garantiert sein. Der Impfstoff ist zudem nur begrenzt haltbar. Deshalb ist es aktuell wichtig, dass die Menschen zum Impfstoff kommen und nicht der Impfstoff zu den Menschen.

Wann geht das Impfzentrum in Betrieb?

Ab dem 8. Februar 2021 soll das Krefelder Impfzentrum auf dem Sprödentalplatz in den regulären Betrieb gehen. Zunächst sind dann die älteren Risikogruppen an der Reihe, die im Januar 80 Jahre und älter alt und selbst noch mobil sind, nicht in einem Pflegeheim leben. Das Impfzentrum ist dazu generell startbereit. Sogenannte Impfstraßen sind eingerichtet, bis zu 800 Impfungen täglich können hier bei Volllast-Betrieb vorgenommen werden.

Wie erreicht man das Impfzentrum, wie sind die Öffnungszeiten?

Das Krefelder Impfzentrum befindet sich auf dem Sprödentalplatz, 47799 Krefeld, im nördlichen Bereich. Parkmöglichkeit sind vor Ort ausreichend vorhanden, auch per Bus und Bahn ist das Impfzentrum gut zu erreichen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht man den Sprödentalplatz vom Krefelder Hauptbahnhof aus über die Haltestellen Moltkestraße und Sprödentalplatz mit den Straßenbahnlinien 042 (Richtung Elfrather Mühle) und 043 (Richtung Uerdingen). Die Haltestelle Großmarkt wird, vom Bahnhof kommend, von der Linie 044 (Richtung Rheinhafen) angefahren. Es gibt vor Ort Parkplätze, auch behindertengerechte Parkplätze.

Es ist geplant, dass die Impfstellen im Vollbetrieb an sieben Tagen in der Woche von 8 bis 20 Uhr geöffnet sind. Die Impfwilligen müssen sich vorher für einen Termin anmelden, bekommen dann zwei Termine für die im Abstand von drei Wochen nötigen Impfungen zugeteilt. Das Impfzentrum auf dem Sprödentalplatz wird zum Start aufgrund der nur beschränkt zur Verfügung stehenden Impfmengen zunächst an fünf Tagen pro Woche (montags, mittwochs, freitags, samstags und sonntags) von 14 bis 20 Uhr geöffnet sein. Die Stadt Krefeld wird hier Personal und Öffnungszeiten flexibel anpassen, stets aber so, dass möglichst viele Menschen schnell geimpft werden können. Ab dem 1. März kann es zu veränderten Öffnungszeiten kommen. Deshalb können spätere Termine auch außerhalb der Zeiten liegen, die zunächst für das Impfzentrum gelten. Dann kommt es auch deshalb zu mehr Terminen, weil die Erstgeimpften dann auch ihre Zweitimpfungstermine erhalten.

Was ist mit den Menschen von 80 und älter, die nicht mehr mobil sind und keine Verwandten oder Bekannten haben, die sie zum Impfzentrum befördern?

Mit dem Start des Impfzentrums wird die Stadtverwaltung in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) für die Impf-Zielgruppe der Senioren ab 80 Jahren einen Hol- und Bringdienst einrichten. Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer und Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen haben im Rathaus in einer digitalen Pressekonferenz die Hintergründe erläutert. Es handele sich dabei um einen Extraservice, den das Land nicht vorsieht, betonte Oberbürgermeister Frank Meyer. „Das ist eine praktische und tragfähige Lösung vor Ort.” Sie soll jenen Bürgerinnen und Bürgern helfen, die keine andere Möglichkeit des Transports durch Verwandte, Freunde oder Nachbarn haben. Fünf Euro werde der Service pauschal kosten, erklärte Sabine Lauxen. „Mitarbeitende des Deutschen Roten Kreuzes holen die Senioren zu Hause ab und bringen sie nach dem Besuch des Impfzentrums wieder nach Hause.” Der Hol- und Bringdienst ist unter der Mobilnummer 0175 1230496 oder per E-Mail an corona-zusatzangebot@krefeld.de erreichbar. Das Angebot wird aktuell gut nachgefragt.

Warum wurde der Sprödentalplatz ausgewählt?

Die Infrastruktur ist aus Sicht aller beteiligten Akteure für den Betrieb eines Impfzentrums ideal. Der Platz bietet ausreichend Freifläche, Parkmöglichkeiten und Anbindung an den ÖPNV. So kann verhindert werden, dass es zu dauernden Begegnungen von Impflingen kommt. Um den reibungslosen Anfahrts- und Abfahrtsablauf für Impfende gewährleisten zu können, kann der Sprödentalplatz als Parkplatz ab dem Start nur von Besuchern des Impfzentrums genutzt werden. Um Verständnis wird in diesem Zusammenhang gebeten. Das Impfzentrum ist in Containerbauweise errichtet worden. In einem Einbahnstraßensystem wird der Impfling dort an der Einlasskontrolle zunächst empfangen, gelangt in einen Warte- und Registrierungsbereich, wird von dort in einen Beratungsraum zu einem möglichen Aufklärungsgespräch gerufen, ehe in einem nächsten Zimmer die eigentliche Impfung stattfindet. Danach gibt es einen Ruheraum, in dem der Impfling noch rund 15 Minuten verweilen soll. Am Sprödentalplatz liegen inzwischen alle notwendigen Anschlüsse, es gibt einen kurzen Weg zu der Apothekerschaft.

Gibt es eine Impfpflicht und welche Kosten kommen auf die Impflinge zu?

Nein, die Impfung ist bundesweit für alle Bürgerinnen und Bürger als freiwillige Impfung vorgesehen. Aber je mehr Menschen sich impfen lassen, desto weniger Menschen werden erkranken. Die Stadt Krefeld appelliert deshalb an die Bürgerinnen und Bürger: „Nutzen Sie die Chance, sich impfen zu lassen. Auf diese Weise schützen Sie nicht nur sich selbst, sondern auch alle Menschen, mit denen Sie Kontakt haben.” Die Impfung ist kostenlos, die Kosten für das Impfmittel werden von der Bundesregierung getragen. Die Kosten für Spritzen und Kanülen trägt das Land.

Wie wird geimpft, wie viele Impfungen sind nötig?

Die Impfung verläuft vom Prozedere her ähnlich wie eine Grippeschutzimpfung, intramuskulär in den Oberarm. Zwei Impfungen sind nötig, die mit einem Abstand mehrerer Wochen erfolgen sollen. Deshalb ist auch die Koordination so wichtig. Die Impflinge müssen zweimal den gleichen Impfstoff erhalten, folglich muss sichergestellt sein, dass der gleiche Impfstoff vor Ort in Krefeld zweimal zur Verfügung steht und zwar exakt in dem Zeitraum, in dem der Impfling nach der Terminabsprache das Impfzentrum aufsucht. Wenn mehrere Impfstoffe zur Verfügung stehen, muss das Verfahren also sorgfältig abgestimmt sein.

Wovon hängt ab, wie viele Impfdosen Krefeld pro Woche erhält?

Die Entscheidung über die Verteilung der Impfdosen wird auf Landesebene gefällt. Die Bundesregierung verteilt den Impfstoff auf die Länder, je nach Anzahl der Bewohner. Von dort aus werden alle 53 Impfzentren in den Kreisen und kreisfreien Städten mit dem Impfstoff versorgt. Mit Genehmigung weiterer Impfstoffe werden noch einmal deutlich mehr Menschen auch in Krefeld täglich geimpft werden können.

Wie erfahre ich, ob ich den Impfstoff vertrage, an wen kann ich mich bei Fragen wenden?

Auch schwere Erkranlkungen sind grundsätzlich kein Ausschlussgrund für eine Impfung. Allerdings darf die betroffene Person kein Fieber haben, um eine Ansteckungsgefahr im Impfzentrum zu vermeiden. Alle medizinischen Fragen zum Impfstoff können Sie vorab mit dem Hausarzt oder dem Facharzt klären. Er informiert auch bei Vorerkrankungen bezüglich des Impfstoffs. Eine Reihe von medizinischen Fragen klärt auch das Bundesgesundheitsministerium auf seiner Website in einem FAQ-Katalog. Nützliche Informationen erhält man auch auf einer FAQ-Liste des Robert-Koch-Instituts (RKI).

Im Impfzentrum kann es – wenn gewünscht – auch noch mal ein finales Aufklärungsgespräch vor der Impfung geben. Es gibt nach gegenwärtigem Stand in den allermeisten Fällen allenfalls geringe Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Schmerzen an der Einstichstelle.

Welches Personal arbeitet in den Impfzentren und mobilen Teams?

In Krefeld sind viele Akteure an den Impfungen beteiligt: Die Organisation erfolgt durch die Stadt Krefeld, in Kooperation mit der Stadt betreibt das Deutsche Rote Kreuz das Impfzentrum. Die Kassenärztlichen Vereinigungen stellen das medizinische und nicht-ärztliche Personal. Die KV hat in der ersten Runde in den Seniorenheimen geimpft. Der Personaleinsatz auf dem Sprödentalplatz wird je nach Zahl der Impflinge erfolgen. Am Standort Sprödentalplatz wird das Impfzentrum 24 Stunden und sieben Tage in der Woche von Sicherheitspersonal überwacht.

Wo kann man sich melden, wenn man freiwillig helfen will?

Freiwillige Hilfe ist in den Impfzentren willkommen. Kassenärztliche Vereinigung und medizinisches Personal können Hilfe gebrauchen. Auf der Seite www.freiwilligenregister-nrw.de kann man sich registrieren. Dort findet man auch weitere Informationen.

Wie lange muss ich noch eine Mund-Nase-Bedeckung tragen, wenn ich geimpft bin?

Eine sichere Aussage dazu kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht abschließend getroffen werden. Eine Mund-Nase-Bedeckung dient sowohl dem Eigenschutz als auch dem Schutz der Mitmenschen. Fest steht aber schon jetzt, dass es das Ziel aller am Impfprozess beteiligten Akteure ist, dass das öffentliche Leben so schnell wie möglich wieder eine Normalität erreicht. Je mehr Menschen sich impfen lassen wollen, desto weniger gefährlich wird die Pandemie.

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