(Foto: Feuerwehr)
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Mülheim/Rhein-Ruhr. Seit 00.20 Uhr brennt in Mülheim ein Gewerbeobjekt auf einer Fläche von zirka 100 mal 150 Meter im Stadtteil Mülheim-Speldorf. Die Feuerwehr Mülheim ist im Großeinsatz an der Weseler Straße im ehemaligen Real-Markt. Ein Übergreifen der Flammen auf die benachbarte Tankstelle konnte verhindert werden. Aufgrund der starken Rauchbelästigung wurde die WarnApp Nina ausgelöst. Eine Messkomponente der Feuerwehr Wuppertal sowie das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) führen ständig Messungen durch. Aufgrund der Größe des Brandereignisses wurden die Feuerwehren Essen, Duisburg und Oberhausen zur Unterstützung angefordert. In den frühen Morgenstunden wurden weitere Einheiten der Feuerwehren aus Düsseldorf, dem Kreis Mettmann und aus Neuss erwartet. Weitere Informationen finden Sie auf der Facebookseite und dem Twitterkanal der Feuerwehr Mülheim.

Gegen 7 Uhr sind rund 250 Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten beschäftigt. Da diese sich noch mehrere Stunden hinziehen werden, hat die Feuerwehr Mülheim frühzeitig Unterstützung angefordert. Um die Kräfte vor Ort auszulösen, alarmierte die Zentrale Alarmierungsleitstelle Essen die Bereitschaft 4 der Bezirksregierung Düsseldorf. Diese Bereitschaft mit über 150 Einsatzkräften, unter der Führung der Feuerwehr Düsseldorf, löst die vor Ort befindlichen Einheiten aus. Die Feuerwehr Essen war mit einem Löschzug bis rund 10 Uhr vor Ort.

Nach einem landesweit vorgeplanten Konzept werden seit dem Morgen 144 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus dem Rhein-Kreis Neuss, dem Kreis Mettmann und aus Düsseldorf zusammengestellt, um die Feuerwehrleute in Mülheim vor Ort abzulösen. Treffpunkt der rund 30 Einsatzfahrzeuge ist der Messe Parkplatz in Düsseldorf-Stockum. Von dort fährt der geschlossene Verband dann in Richtung der Feuerwache in Mülheim an der Ruhr. Danach erfolgt die Ablösung der Einsatzkräfte an der Brandstelle.

Aus Düsseldorf unterstützen zu den Kräften des Standorts Flughafenstraße vor allem die Freiwilligen Feuerwehren Angermund und Garath sowie der Technik- und Kommunikationszug der Freiwilligen Feuerwehr. Zur Versorgung der Einsatzkräfte begleiten ebenfalls Einheiten des Deutschen Roten Kreuzes aus Düsseldorf den Verband. Bereits vorab ist ein Messfahrzeug des Umweltschutzzuges der Freiwilligen Feuerwehr nach Mülheim abgerückt, um vor Ort mit anderen Feuerwehren Messungen durchzuführen.

Auf Grund der starken Rauchentwicklung wurde von der Feuerwehr Mülheim an der Ruhr eine Messkomponente angefordert. Die Alarmierung erfolgt über die Zentrale Alarmierungsleitstelle der Feuerwehr Essen. Die so genannte Ü-Messen 2 Komponente (Überörtliches-Messen) aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf wurde unter der Führung der Feuerwehr Wuppertal alarmiert. (Sie besteht aus fünf Messfahrzeugen und einem Einsatzleitfahrzeug. Die Einheiten kommen aus verschiedenen Kreisen und kreisfreien Städten.)

(Foto: Feuerwehr)

 

Krisenstabsleiter, Stadtdirektor Dr. Frank Steinfort beruhigt: Von dem Großbrand an der Weseler Straße gehen keine schädlichen Emissionen aus

Krisenstabsleiter, Stadtdirektor Frank Steinfort gibt gegen 11.20 Uhr Entwarnung: „Von dem Großbrand an der Weseler Straße gehen keine schädlichen Emissionen aus. Die Warnung, die Bürgerinnen und Bürger mögen ihre Wohnung nicht verlassen, ist damit aufgehoben“.

Wegen des Großbrandes in Mülheim-Speldorf kames im weiteren Umfeld der Brandstelle zum Niederfall von Asche und Abwehungen von Brandrückständen. „Verbrannt sind in erster Linie Kartons und das Dach des Gebäudes. Ausgehend von dieser bekannten Brandlast ist von keiner besonderen Gefahr auszugehen. Der Niederschlag ist vergleichbar mit Asche, die z.B. beim Grillen entsteht oder aus dem Kaminofen stammt“, gibt der Stadtdirektor Entwarnung.

„Unsere Fachleute geben den Betroffenen folgende Empfehlungen“, so Steinfort:

Betroffene Bereiche sollten wie folgt gereinigt werden:

  • Kleine / feine Partikel auf Schnee sollten zusammengeschoben und beiseite geräumt werden. Entweder fließen diese dann bei Tauwetterlage über die Kanalwege ab oder können nach dem Abtauen ggf. mit kleinen Restschneemengen/Eisklumpen in der Restmülltonne entsorgt werden
  • Gröbere Partikel können mit Einmalhandschuhen eingesammelt und ebenfalls über den Restmüll entsorgt werden
  • Betroffene Oberflächen können mit Einmalhandschuhen und haushaltsüblichen Reinigungsmitteln abgewaschen werden und das Wasser über die Kanalisation entsorgt werden.

„Ich danke allen Einsatzkräften, insbesondere auch denen der Feuerwehren aus den Nachbarstädten, für die professionell geleistete Arbeit. Zu keiner Zeit waren Leib und Leben der Mülheimerinnen und Mülheimer in Gefahr“, so der Krisenstabsleiter.

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