Anne-Liese Pelzer war die ersten Seniorin, die am Montag geimpft das Impfzentrum verließ: Oberbürgermeister Frank Meyer und Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen empfingen sie am Ausgang, um einige Worte mit der Seniorin zu wechseln (Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation)
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Krefeld. Der Start des Krefelder Impfzentrums auf dem Sprödentalplatz ist gelungen. Trotz widrigster Wetterbedingungen mit Eis und Schnee konnten am Montag ab 14 Uhr die ersten Krefelderinnen und Krefelder im Alter ab 80 Jahren geimpft werden. Die Krefelderin Anne-Liese Pelzer (83) war die erste Bürgerin, die nach der Impfung das Impfzentrum wieder verlassen konnte. Oberbürgermeister Frank Meyer und Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen empfingen die Seniorin am Ausgang und konnten einige Worte mit Anne-Liese Pelzer wechseln. „Ich fühle mich gut, es ist alles prima gelaufen”, sagte die 83-Jährige, ehe sie im Einbahnstraßensystem über den Ausgang des Impfzentrums in Richtung Parkplatz ging. Die Wege auf dem Sprödentalplatz hatte ein Team der Gesellschaft für Stadtreinigung und Abfallwirtschaft (GSAK) in Krefeld am Montagmittag noch rutschsicher gemacht.

Zum Auftakt um 14 Uhr hatten zuvor Frank Meyer und Sabine Lauxen dem Team vor Ort mit Sabine Hilcker, Kreisgeschäftsführerin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), und Dr. Wilhelm Stutzinger, ärztlicher Leiter des Impfteams, bei einer kurzen Besprechung auf dem Sprödentalplatz für die gelungene Vorbereitung gedankt. „Es hätte wahrlich einfachere Bedingungen für den Start eines Impfzentrums geben können”, sagt Frank Meyer mit Blick auf die Wetterlage. „Ich bin deshalb sehr zufrieden, dass wir als Stadtverwaltung gemeinsam mit den weiteren Akteuren hier alle Vorgaben des Landes haben umsetzen können. Endlich kann es losgehen.” Ein besonderes Lob richtete Frank Meyer an das Deutsche Rote Kreuz als Betreiber des Impfzentrums. Die Kooperation mit dem DRK habe sich in Krefeld schon beim Diagnosezentrum an der Schwertstraße bewährt. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass diese gute Zusammenarbeit beim Impfzentrum fortgesetzt wird. Ziel muss es sein, möglichst schnell viele Krefelder Bürgerinnen und Bürger vor der Gefahr des Coronavirus zu schützen”, sagte Frank Meyer.

177 Impftermine waren durch die Kassenärztliche Vereinigung für den Starttag anberaumt. Dr. Wilhelm Stutzinger zeigte sich sehr zufrieden mit der Termintreue der ersten Impflinge bis 17 Uhr: „Trotz dieses Wetters wurden 90 Prozent aller Termine wahrgenommen. Alles verlief reibungslos und wir hatten keine Zwischenfälle.” Zufrieden seien die Patienten besonders auch mit dem Wärmezelt gewesen, das die Stadt als vorgelagerten Aufenthaltsbereich zum Ausfüllen der Dokumente hatte errichten lassen, sagte Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen. „Es griff an diesem ersten Tag ein Rädchen in das andere. Auch die Zusammenarbeit mit der Apotheke, die den Impfstoff bereithielt, verlief sehr gut.”

Weil in den ersten Wochen Impfstoffe nur beschränkt verfügbar sind, wird es zunächst bei rund 175 Impfungen an den Öffnungstagen im Impfzentrum bleiben. Die Termine, die am Montag nicht wahrgenommen werden konnten, können nachgeholt werden. Das NRW-Gesundheitsministerium hat verfügt, dass die Impfzentren landesweit für am Montag wetterbedingt nicht wahrgenommene Termine ersatzweise auch am Dienstag öffnen. Das Impfzentrum wird sich dafür mit den Impflingen, die ihren Termin nicht haben wahrnehmen können, in Verbindung setzen.

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