Mike Jahner (links) und Marvin Konzak mit dem Sportactionbus vor der Dieter-Forte-Gesamtschule (Foto: privat)
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Düsseldorf. Der Düsseldorfer Stadtsportbund fordert die 1300 Schüler und Schülerinnen der Dieter-Forte-Gesamtschule zu einer Schritte-Challenge heraus. So soll trotz des Lockdowns die Bewegung der Kinder und Jugendlichen gefördert und nebenbei der Zusammenhalt der Klassen gestärkt werden.

Fit trotz Lockdown? Damit das klappt, haben sich Mike Jahner und Marvin Konzak vom Düsseldorfer Stadtsportbund eine ganz besondere Herausforderung für die fast 1300 Schüler und Schülerinnen der Dieter-Forte-Gesamtschule einfallen lassen. Eine Schritte-Challenge! Seit einigen Tagen bewegen sich die Schüler so viel und so oft wie möglich und zählen dabei jeden Schritt mit einer Handy-App. Wer am Ende der Challenge – je nach Klasse am 28. Februar oder 14. März – die meisten Schritte hat, gewinnt tolle Preise.

„Gerade im Corona-Lockdown kommt die Bewegung zu kurz“, erklärt Marvin Konzak vom SSB, „dabei ist ein gesundes Maß an körperlicher Belastung nötig, um Stress und Langeweile entgegen zu wirken.“ Weil aber gerade die Sportvereine dicht sind und auch Schulsport wegen Corona nicht stattfinden kann, haben sich die Mitarbeiter des SSB gemeinsam mit den Lehrern der Dieter-Forte-Gesamtschule die Schritte-Challenge ausgedacht. Mike Jahner: „Wir haben einen Weg gesucht, der die Schüler und Schülerinnen ohne Druck motiviert, sich zu bewegen. Und das ohne großen Aufwand.“ Das Team des SSB koordiniert seit November das externe Sportangebot an der Dieter-Forte-Gesamtschule und bietet unter anderem Sportstunden in Kooperation mit lokalen Vereinen an. So entstand die Idee für die Schritte-Challenge. „Denn das Handy haben die meisten Schüler eh immer dabei“, sagt Marvin Konzak, „und es werden wirklich alle Schritte gezählt. Ob beim Spazieren, Joggen, Treppen steigen oder Fahrrad fahren.“

So funktioniert die Challenge: Die Schüler lassen über eine App auf dem Handy oder einer Smart-Watch jeden Schritt zählen, den sie am Tag zurücklegen. Die Gesamtzahl schicken Sie dann ihren Lehrern und die rechnen gemeinsam alles zusammen. Welche Klasse bis zum Ende der Challenge die meisten Schritte gesammelt hat, gewinnt. Das stärkt nebenbei trotz Lockdown auch den Klassenverbund, weil man zwar einzeln, aber doch gemeinsam sammelt.

Die Preise richten sich nach Jahrgangsstufen: Für die Klassen fünf und sechs kommt der Stadtsportbund mit dem Sportactionbus an die Dieter-Forte-Gesamtschule und baut exklusiv für die Gewinnerklasse unter anderem das Bungee-Trampolin und die Kletterwand auf. In den Jahrgangsstufen sieben und acht treten die Schüler gegeneinander an, die besten drei gewinnen eine Fitness-Uhr, mit der das Schritte zählen später noch leichter fällt. Die Jahrgangsstufen neun bis zwölf treten wieder im Klassenverbund an und spielen um einen besonderen Ausflug in den benachbarten Skatepark Eller unter sportpädagogischer Begleitung. Und auch Lehrer können etwas gewinnen: Das Zweierteam mit den meisten Schritten bekommt einen Büchergutschein.

„Wir haben im ersten Lockdown im März gemerkt, dass den Schülern und Schülerinnen die Bewegung fehlt“, sagt Michael Biallas, der stellvertretende Schulleiter der Dieter-Forte-Gesamtschule. „Die Kinder und Jugendlichen waren überdreht und nicht ausgelastet. Deshalb bin ich sehr froh, dass wir mit der Schritte-Challenge einen Weg gefunden haben, wieder etwas Bewegung in den Alltag zu bekommen. Und das ohne Druck, dafür mit positiver Motivation. Auch viele Lehrer machen mit.“ Mike Jahner ergänzt: „Der positive Einfluss von Sport auf kognitive, emotionale, persönliche und soziale Entwicklungsprozesse, sollte auch in dieser Zeit nicht zu kurz kommen. Schon kleine Bewegungspausen wirken sich positiv auf die Gesundheit der Kinder aus.“

Die Schritte-Challenge der Dieter-Forte-Gesamtschule soll nur der Anfang sein. Wenn Schulen, Vereine oder Freizeiteinrichtungen ebenfalls Interesse an einer Kooperation mit dem Stadtsportbund Düsseldorf haben, dann können diese sich direkt an den SSB wenden. Dort wird dann je nach Bedarf ein gemeinsames Programm entworfen. Die Rolandschule aus Derendorf hat als zweite Schule im Stadtgebiet bereits Interesse bekundet.

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