Die Einsatzkräfte lassen Schaum in den Schacht einfließen (Foto: Mike Filzen)
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Essen. In der früheren RWE-Zentrale an der Huyssenallee ist am Mittag gegen 11.39 Uhr ein Schwelbrand entstanden. Das rund 90 Meter hohe Gebäude soll abgerissen werden. Es ist eingerüstet und weitgehend entkernt. Trennwände, Türen, abgehängte Decken sind bereits zurückgebaut.

Ziemlich mittig in dem wegen seiner markanten Form auch als “Y-Bau” bekannten Gebäudes liegen acht Aufzugschächte. Jeder hat etwa sechs Quadratmeter Grundfläche und ist bis zur zweiten Ebene auf rund 15 Meter mit abgerissenen Gipskartonplatten und Konstruktionshölzern gefüllt. Rein rechnerisch eine Masse von rund 90 Kubikmetern lose geschichtetem, teils brennbaren Material. In einem dieser Schächte ist aus unbekannter Ursache der Schwelbrand ausgebrochen.

Nachdem die Arbeiter des Abrissunternehmens zunächst selbst Löschversuche unternommen hatten, alarmierten die Verantwortlichen die Feuerwehr und räumten die Baustelle komplett, da sich der Rauch wegen der fehlenden Türen und Wände im gesamten Bau ausbreiten konnte. Zunächst unternahmen die Einsatzkräfte Löschversuche mit Wasser, kurz darauf kam Schaum zum Einsatz, der von der zweiten Ebene in den Schacht eingefüllt wurde und weiterhin wird. Diese Maßnahme brachte erste Erfolge. Trotzdem wird der Einsatz sicher nicht vor dem Abend abgeschlossen werden können. Die Brandursache ist unklar, verletzt wurde bis zum jetzigen Zeitpunkt (17.02.2021, 14.30 Uhr) niemand. (ots)

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