Übersichtskarte © Stadt Köln
Anzeige

Köln. Verbesserung der Radverkehrsverbindung zwischen Riehl und Ebertplatz

Die Verwaltung hat eine Vorlage zur Einrichtung eines Radfahrstreifens in beiden Fahrtrichtungen der Riehler Straße in der Kölner Innenstadt in den Gremienlauf gebracht. Das Beschlussorgan ist der Verkehrsausschuss, zudem berät die Bezirksvertretung Innenstadt über die Vorlage.

Übersicht über die Planungen

Konkret ist die Einrichtung eines Radfahrstreifens in südlicher Fahrtrichtung zwischen der Bushaltestelle Worringer Straße (südlich Neusser Wall) und der Greesbergstraße sowie in nördlicher Fahrtrichtung zwischen Theodor-Heuss-Ring und Elsa-Brandström-Straße geplant. Der Radfahrstreifen wird in einer Breite von 2,50 Meter zulasten einer Kfz-Fahrspur auf der jeweils rechten Fahrspur eingerichtet. Vorbild für die Maßnahme ist die Umwandlung von Kfz-Fahrspuren auf der Ulrichgasse sowie den Kölner Ringen. Auf Höhe des Ebertplatzes ist in beiden Fahrtrichtungen ein breiter Sicherheitsraum zwischen dem Radfahrstreifen und dem Kfz-Fahrstreifen geplant.

Für den Radverkehr sind im Zusammenhang mit der Umsetzung des Radfahrstreifens weitere Verbesserungen geplant:

  • Für den Radverkehr werden Aufstellflächen in den Nebenrichtungen sowie vorgezogene Haltelinien auf der Hauptrichtung eingerichtet, wodurch das direkte und indirekte Linksabbiegen für den Radverkehr auf der Hauptrichtung ermöglicht wird.
  • Die Einbahnstraßen Riehler Platz und Blumenthalstraße werden für den gegenläufigen Radverkehr geöffnet und das Angebot an Fahrradstellplätzen am Riehler Platz und am Reichenspergerplatz bedarfsgerecht ausgeweitet.
  • Der freilaufende Rechtsabbieger Clever Straße/Riehler Straße wird durch Abpollern aus dem Betrieb genommen.
  • Der Anschluss an den Knotenpunkt Amsterdamer Straße/Elsa-Brandström-Straße erfolgt mit einer Zwischenlösung. Der Knotenpunkt wird über das Programm „freilaufende Rechtsabbieger“ als einer der fünf Knotenpunkte der Priorität 1 neu geplant.

Im Rahmen der Umsetzung der Maßnahme werden zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für den Fuß- und Radverkehr insgesamt zwölf Kurzzeitparkplätze entfernt sowie sieben Kurzzeitparkplätze in Ladezonen (werktags 8 von 19 Uhr) umgewandelt.

Riehler Straße als Hauptachse im städtischen Radverkehrsnetz

Die Umgestaltung der Riehler Straße ist ein bedeutender Baustein zur fahrradfreundlichen Gestaltung der Nord-Süd-Fahrt, die als wichtige Hauptachse für den Radverkehr ertüchtigt wird. Der Knotenpunkt Ebertplatz/Theodor-Heuss-Ring am südlichen Ende der Riehler Straße bildet nur den vorläufigen Schlusspunkt der Planung. Die Verlängerung des Radfahrstreifens über die Turiner Straße in Richtung Hauptbahnhof ist für eine nächste Umsetzungsstufe vorgesehen. In der südlichen Innenstadt wurden in den letzten Jahren bereits entsprechende Maßnahmen auf der Vorgebirgstraße, der Ulrichgasse sowie Abschnitten der Neuköllner Straße umgesetzt. Weitere Maßnahmen sind auch hier in Vorbereitung.

Zeitplan

Vorbehaltlich der Beschlussfassung sollen die Arbeiten im Anschluss an die geplante Erneuerung der Ampelanlage am Reichenspergerplatz noch in 2021 begonnen werden. Schadhafte Teilabschnitte der Fahrbahndecke im Bereich des geplanten Radfahrstreifens werden im Rahmen von vorgezogenen Maßnahmen ausgebessert.

Vorlage

Die gesamte Vorlage kann im Ratsinformationssystem unter https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=97676 eingesehen werden. Hier sind zusätzliche Dokumente und Informationen enthalten.

Beitrag drucken
Anzeigen