(Foto: Peter Jacques)
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Duisburg. In den frühen Tagen der HFN-Jam, als die Hutspenden noch üppig waren, schiffte Initiator Klaus Grospietsch mit der Stammtruppe der HFN-Jam an einem lauschigen Sommerabend im Juli für eine Teambuilding-Maßnahme am Steiger Mühlenweide auf dem Frachtschlepper MY Oskar ein.

Der gefürchtete Rheinkapitän Rolf Köppen und seine scheeläugige Crew zeigten der Truppe die verwunschesten Ecken im Ruhrorter Hafen als Inspiration für grauenhafte Startsessions in der Hafenspelunke zum Hübi. Deren Wirt, der verruchte Dirk stieß dann später mit Selbstgebranntem dazu, als die Schnapsvorräte zur Neige gingen.

HFN-Jam Benjamin der ersten Stunde, Tastentarzan Pepe dokumentierte das bunte Treiben mit einem Video, das mit Originalklängen der ersten zwei HFN-Jam Jahre unterlegt ist.

Das Video wird zur gewohnten HFN-Jam Startzeit 19:30 Uhr am letzten Donnerstag des Monats, also diesmal der 25.2.2021 auf dem Youtube-Kanal des Kreativquartier Ruhrort als Premierenaufführung präsentiert: https://youtu.be/ImCB5itEotg

Die sonst üblichen Hutspenden können diesmal per Paypal an info@kreativquartier-ruhrort.de gespendet werden.

Die HFN-Jam (die vokalfreie Schreibweise des „Hafen“ ist Teil der Corporate Identity) ist eine monatliche, offene Jamsession in der Kneipe am Hafen Zum Hübi am Leinpfad in Ruhrort.

Seit Februar 2012 fand die Session ununterbrochen als mittlerweile kultige Musikreihe, die von Thommie Black moderiert, interessierte Musiker aus Ruhrort und darüber hinaus monatlich zusammenbringen, bis zum ersten Lockdown im März 2020 statt. Immer wieder werden tagesaktuelle Themen aufgegriffen und in der HFN-Jam musikalisch gewürdigt. So spielte der Hafengeburtstag und die Enthüllung des Monuments in Sichtweite der Hafenkneipe ebenso eine Rolle, wie manche Randnotiz im Duisburger Alltagsleben, sowie die regelmäßigen Jubiläumsfeiern der Jam selbst. In den Sommermonaten ist die Open-Air HFN-Jam auf dem Leinpfad vor der Kulisse der Rheinfront für viele ein fester Termin im Kalender. Insbesondere, wenn bei schönstem Sommerwetter quasi als Zugabe der malerischste Sonnenuntergang Duisburgs zu erleben ist.

Auf der jeweils für eine Viertelstunde offenen Bühne hat man schon so manchen Berufsmusiker im Zusammenspiel mit Nachwuchskünstlern erlebt. So manche  Musikerkarriere nahm hier ihren Anfang, sind die Initiatoren doch immer um eine Durchmischung der Auftretenden bemüht. „Besonders jugendlichen Talenten wollen wir so die Angst vor der Bühne nehmen“, beschreibt Erfinder Klaus Grospietsch eine Intention der Veranstaltungsreihe. Dass Scheitern hier in Kauf genommen wird und von Publikum dennoch mit aufmunterndem Applaus belohnt wird, dafür sorgt der launige Moderator mit seinen nicht immer ernst zu nehmenden Einwürfen.

„Ganz schwierig ist immer die erste Viertelstunde“, beschreibt Thommie Black ein immer wieder zu beobachtendes Phänomen. „Da stimmt der Klang trotz Soundcheck noch nicht, oder der Flow mit dem Publikum lässt vielleicht noch zu wünschen übrig.“ Dass trotzdem schon fast einhundert HFN-Jams über die Bühne gingen, liegt auch an einer über die Jahre marginal personell veränderten „Stammtruppe“, die sich quasi als Rostlöser versteht, damit die kreativen Schrauben an den Sessionabenden in Gang kommen. Zur Belohnung gibt es neben dem obligatorischen Applaus gelegentliche Gruppenevents, wie die HFN-Rundfahrt am 19. Juli 2013, einem lauen Sommerabend auf dem Wasser.

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