Beigeordneter Peter Vermeulen (rechts) spricht mit Mitgliedern der Interessengemeinschaft über Pflege und Erhalt des Friedhofs Holthausen (Foto: Walter Schernstein)
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Mülheim. Die Friedhofsverwaltung beabsichtigte im Rahmen des Friedhofsentwicklungskonzeptes (FEK), den Friedhof Holthausen nicht mehr als Friedhofsfläche zu nutzen. Konkrete Überlegungen, in welcher Art dieser Friedhof genutzt werden könnte, waren bis dahin seitens der Verwaltung noch nicht angestellt worden. Bereits kurz nach der Beschlusskraft des FEK gründeten Nachbarn in Holthausen eine Bürgerinitiative und sammelten Unterschriften, um die Fläche als Grünanlage oder Friedhof zu erhalten.

Für das Haushaltsjahr 2019 war die Pflege der Friedhofsfläche noch durch die bisher von der Verwaltung beauftragte Firma gewährleistet. Für den Zeitpunkt ab dem 01. Januar 2020 mussten daher Überlegungen angestellt werden, in welcher Art, Form und Weise die Pflegeaufwendungen von der Bürgerschaft übernommen werden können. Es fanden daher im Jahre 2019 mehrere gemeinsame Gespräche mit den Mitgliedern der Interessengemeinschaft – unter moderierender Leitung durch den Beigeordneten Peter Vermeulen – statt.

Nach dem Ergebnis dieser Gespräche sowie auch der Recherchen der Bürgerschaftsvertreter konnte einvernehmlich festgehalten werden, dass

  1. die Gründung eines Vereins zur Schaffung einer der Voraussetzungen für den Abschluss eines gemeinsamen Vertrages durch die Interessenvertreter nicht leistbar war,
  2. die von der Verwaltung genannten Kosten für die Pflege der Friedhofsfläche realistisch sind und nicht durch von den Bürgervertretern eingeholte Alternativangebote privater Anbieter unterschritten werden konnten (die jährlichen Aufwendungen belaufen sich auf ca. 10.000 Euro),
  3. keine Pflege aus eigener Kraft der engagierten Bürgerinnen und Bürger und ohne finanzielle Unterstützung geleistet werden kann.

In den gemeinsamen Gesprächen verdeutlichten die Initiatoren stets ihr hohes Engagement und Interesse an der Übernahme der Flächenpflege. Seitens der Verwaltung musste jedoch deutlich klar gestellt werden, dass dies nur so lange zugelassen werden kann, wie die Pflege durch Bürgerinnen und Bürger sichergestellt wird.

Um die jährlich anfallenden Kosten stemmen zu können (geschätzt: 10.000 €/a), hat sich die Bürgerinitiative Ende 2019 daher entschieden, einen Spendenaufruf zur Pflege der Friedhofsfläche zu tätigen. Gesichert wurde seitens der Verwaltung, dass die gespendeten Beträge ausschließlich für die Pflege des Holthausener Friedhofs verwendet werden. Bis zum 05.01.2020 waren 9.681,15 € auf diesem Konto eingegangen, sodass die Pflegekosten für das Jahr 2020 entsprechend der Kostenschätzung der Verwaltung gedeckt waren.

Nach Abrechnung der entstandenen Kosten in 2020 liegen diese bei insgesamt rd. 5.350 € (inkl. der verwaltungseigenen Leistungen). Die geringer ausgefallene Kostenhöhe ist auf einen allgemein trockenen Sommer und einen insgesamt milden Winter zurückzuführen. Dadurch bedingt war nur ein geringer Pflegeaufwand zu betreiben und im Winterdienst 2020 nur Kontrollfahrten durchzuführen.

Bis zum Jahresbeginn 2021 sind weitere Spenden in Höhe von 4.428,20 Euro bei der Verwaltung eingegangen. Unter Berücksichtigung der Restmittel aus 2020 und dieser neuen Spenden scheint die Deckung der Pflegekosten auch für das Jahr 2021 gesichert (rd. 8.800 € insgesamt).

Grundsätzlich können dauerhafte Pflege und Erhalt des Friedhofs Holthausen langfristig nur gesichert werden, wenn jährlich Spendengelder in Höhe von rd. 10.000,00 € eingehen. Das Kassenzeichen des Spendenkontos, das bei der Stadt eingerichtet ist, lautet: 9900000003792.

Im Herbst d.J. wird seitens der Verwaltung erneut geprüft werden, ob die Pflege der Friedhofsfläche auch für das Jahr 2022 gesichert ist.

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