(Foto: Zoo Duisburg)

Duisburg. Die Aufzucht der kleinen Racker ist Familiensache. Für Mutter Sophie ist es der zweite Nachwuchs binnen eines Jahres.

Seit fast einem Jahr lebt Sophie, die Chefin der Duisburger Erdmännchen-Familie, am Kaiserberg. Mit ihrem Partner Elvis sorgte sie nun erneut für Nachwuchs. Gleich vier Mini-Erdmännchen wuseln derzeit durchs Gehege. Es sind die ersten Tierbabys im Zoo in diesem Jahr.

Frische Mehlwürmer, Heuschrecken und auch mal ein Ei. Erdmännchen-Chefin Sophie hat derzeit besonders viel Hunger, schließlich wollen gleich vier Jungtiere versorgt und liebevoll umsorgt werden. Während sich die Chefin am Futter labt, bewacht der Rest der Familie den tapsigen, sechs Wochen alten Nachwuchs – und hat dabei alle Pfoten voll zu tun. Denn die flinke Bande ist in den letzten Tagen immer agiler geworden, verlässt die schützende Wurfkiste im warmen Stall immer häufiger und geht auf Entdeckungstour. Mit dabei – die Bodyguards. Denn bei den sozialen Miniaturraubtieren wird Fürsorge groß geschrieben. Biologe Volker Grün: „Die Jungtier-Aufzucht ist nicht nur Aufgabe der Eltern, alle Familienmitglieder kümmern sich um die Kleinen und geben auf sie acht. Mindestens ein erwachsenes Tier ist immer in ihrer unmittelbaren Nähe“.

Mit dem zweiten Wurf wächst die Erdmännchen-Familie nun auf acht Tiere. Und sie kann noch größer werden, denn die possierlichen Raubtiere leben in Gruppen von teilweise mehr als 30 Tieren. Erdmännchen bevölkern die Savannen sowie das Buschland Afrikas. Auf ihrer Suche nach Nahrung tippeln die geschickten Jäger durch den Sand und erbeuten Spinnen, Skorpione sowie verschiedene Insekten. Aber auch kleinere Säugetiere und Vögel stehen auf ihrem Speiseplan. Während die Gruppe auf der Suche nach Nahrung ist, hält der Wächter an einer erhöhten Position Ausschau nach Feinden. Erspäht er eine potentielle Bedrohung, so warnt er die übrigen Familienmitglieder mit einem Laut. Die Familie zieht sich daraufhin in ihre unterirdischen Bauten zurück.

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