Die Arbeiten zur Ablösung der Umweltspuren laufen (Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf/Ingo Lammert)

Düsseldorf. Ab 1. März greifen Alternativen, die adäquaten Ersatz bilden und für die Einhaltung der Grenzwerte im Hinblick auf Luftschadstoffe sorgen – Ampelanlagen werden um- und aufgerüstet

Die Umweltspuren sind ab Montag, 1. März, Geschichte. Sie werden durch eine Reihe von Ersatzmaßnahmen abgelöst, die für die Einhaltung der Grenzwerte der Schadstoffbelastung in der Luft sorgen sollen. In einem nächsten Schritt wird am Sonntag, 28. Febuar, eine Ampelanlage umgerüstet.

“Unser Ziel ist es, mit wesentlich effektiveren Maßnahmen wie intelligenter Ampelschaltung, zügigem Aufbau der Radinfrastruktur und Ausbau des ÖPNV die Werte zur Luftreinhaltung zu erreichen. Die Umweltspuren selbst sind als Maßnahme ungeeignet und hatten ihren Namen noch nie verdient”, betont Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller. “Sie sind ein sehr starres Instrument, mit dem nicht auf sich ändernde Flottenzusammsetzung des Kfz-Verkehrs oder sich stark verändernde Verkehrssituationen wie in der aktuellen Corona-Krise reagiert werden kann. Durch die neue Signalsteuerung lassen sich die Verkehrsmengen über den gesamten Tag auf das notwendige Maß regulieren.”

Auf der Achse Werstener Straße – Corneliusstraße wird nun am Sonntag, 28. Februar, die Ampelanlage an der Kreuzung Auf’m Hennekamp/Mecumstraße abschließend umgebaut. Aufgrund ihres Alters muss die Anlage durch den Ersatz von Soft- und Hardware technisch aufgerüstet werden. Ein neues Steuergerät wird eingebaut und neue lufthygienische wirksame Signalprogramme werden eingespielt. Für die Arbeiten wird die Ampelanlage am Sonntag, 28. Februar, von 6 bis 18 Uhr außer Betrieb genommen. Während des Umbaus muss die Anzahl der Fahrspuren reduziert werden.

Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die jeweilige Beschilderung zu beachten und die Kreuzung mit Vorsicht zu befahren. Ortskundige Autofahrer sollten diesen Verkehrsknoten möglichst meiden.

Überblick: Ersatzmaßnahmen für Umweltspur
Mit den Arbeiten an der Ampelanlage Auf’m Hennekamp/Mecumstraße werden die Ersatzmaßnahmen des ersten Schrittes wie angekündigt fristgerecht vor dem 1. März abgeschlossen sein. Diese sind im Einzelnen:

Merowingerstraße
Um den Zufluss des Kraftfahrzeugverkehrs in die Merowingerstraße auf das lufthygienisch vertretbare Maß einstellen zu können, wurde die Ampelanlage an der Kreuzung Münchener Straße/Südring mit neuen Signalprogrammen ausgestattet. Auf der Merowingerstraße gilt ab sofort zwischen Kopernikusstraße und Ludwig-Hammers-Platz in beide Fahrtrichtungen die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern. Die Temporeduzierung hat laut dem Amt für Verkehrsmanagement ebenfalls eine lufthygienisch positive Wirkung.

Achse Werstener Straße – Corneliusstraße
Auf der Achse Werstener Straße – Corneliusstraße ist ebenfalls eine umweltsensitive Signalschaltung an den beiden Signalanlagen Werstener Straße/Universitätsstraße und Mecumstraße/Auf’m Hennekamp eingerichtet worden. Die Verkehrsmenge, die in das lufthygienisch sensibleGebiet einfließt, kann so auf ein verträgliches Maß eingestellt werden. Für den Kraftfahrzeugverkehr sind dabei wieder – wie zuvor – durchgehend zwei Fahrstreifen in Richtung Innenstadt nutzbar. Die Busbeschleunigung der Linien SB50, 723, 780, 782 und 785 auf der Witzelstraße/Werstener Straße wird durch eine Bevorrechtigung am Südpark erreicht.

Prinz-Georg-Straße
Auf der Prinz-Georg-Straße wurden zwischen Moltkestraße und Rochusstraße die beiden rechten Fahrspuren in Radfahrstreifen mit Freigabe für den Linienbusverkehr umgewandelt. Planungen für die Fortsetzung der Radverkehrsanlagen in Fahrtrichtung Norden und Süden laufen. Deren Umsetzung soll nach Fertigstellung der noch bis Ende des Jahres andauernden Kanalbauarbeiten auf der Prinz-Georg-Straße erfolgen.

Verkehrssituation wird beobachtet Das Amt für Verkehrsmanagement wird ab 1. März über einen längeren Zeitraum die neue Verkehrssituation auf der Merowingerstaße, der Achse Werstener Straße – Corneliusstraße sowie auf der Prinz-Georg-Straße aufmerksam beobachten, um das Gesamtsystem optimal zu kalibrieren.

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