Erfolgreich bei „Jugend forscht“: Joshua Klösters (r.) und Till Möllmann zeigen im Schülerforschungszentrum des Berufskollegs Kleve vor dem Periodensystem die molekularen Modelle von kurzkettigen Fettsäuren. Die Mikrobiome im Darm bilden den Kern ihrer Forschung, den sie bei „Jugend forscht“ vorstellen werden (Foto: Axel Küppers)

Kleve/Kalkar. Das Berufskolleg Kleve und die Realschule in Kalkar waren mit starken Beiträgen vertreten beim niederrheinischen Regionalwettbewerb „Jugend forscht“. Unter anderem der Beitrag „Liegt das Hirn lahm, liegt es vielleicht am Darm“ Joshua Klösters und Till Möllmann vom Klever Berufskolleg erschien der Jury unter den Beiträgen aus dem Kreis Kleve preiswürdig: Platz 3 in der Kategorie Chemie.

Tief blicken ließ auch der Beitrag „Vom Popoputzer zum Pumpenverstopfer“. Das Projekt von Jolina Schorpp (13) und Ruth Kruse (11) von der Städtischen Realschule Kalkar erschien den Prüfern so überzeugend, dass die Schülerinnen ihr Experiment im März beim Landeswettbewerb vorstellen dürfen. Das Duo nahm eine verstopfte Toilette zum Anlass zu erforschen, was Feuchttücher im Klo anrichten und wieviel Toilettenpapier ein Erwachsener pro Jahr verbraucht.

„Lass Zukunft da“ – so lautete diesmal das Motto, unter dem die 142 zugelassenen Projektarbeiten von 42 Juroren geprüft wurden. Insgesamt 86 Preise wurden nun vergeben, davon 22 Regionalsieger. Bei der Siegerehrung online schauten fast 900 Interessierte zu. „Es ist schön, dass wir trotz Pandemie gegenüber den Vorjahren kaum Einbrüche zu verzeichnen hatten“, sagt Dr. Ralf Wimmer von der Unternehmerschaft Niederrhein. Im Vorjahr musste der 25. Wettbewerb coronabedingt abgebrochen werden. Dass es unter enormen Anstrengungen virtuell fast genauso gut funktionieren kann, hat die Unternehmerschaft Niederrhein nunmehr bewiesen.

Seit 1996 haben unter dem Strich am Niederrhein über 8000 Jungforscher mehr als 4000 Arbeiten zu technischen und naturwissenschaftlichen Themen eingereicht. Die beliebtesten Fächer waren auch diesmal Biologie und Chemie. „Wir dürfen hier mit Fug und Recht vom größten Regionalwettbewerb von Jugend forscht bundesweit sprechen. Aber die virtuelle Durchführung war eine ganz besondere Herausforderung“, betont Dr. Thomas Zöllner, der Wettbewerbsleiter.

Die Teilnehmer zwischen 9 und 19 Jahren aus insgesamt 33 Schulen kommen aus Krefeld, Mönchengladbach und den Kreisen Heinsberg, Kleve, Neuss, Wesel und Viersen. Das Gros der Schulen sind Gymnasien. Aber auch sechs Gesamtschulen, zwei Realschulen, eine Grundschule, zwei Universitäten, eine Krankenhaus-Stiftung sowie ein Berufskolleg haben pfiffige Ideen eingereicht.

Die Organisatoren loben auch diesmal das Engagement und die Ideenvielfalt der MINT-begeisterten Schüler, Auszubildenden und Studierenden. Für die Regionalsieger des niederrheinischen Wettbewerbs geht es nun weiter: Der Landeswettbewerb „Jugend forscht“ findet vom 22.-24. März bei Bayer in Leverkusen statt; der Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ ist am 7./8. Mai bei innogy in Essen. Der Bundeswettbewerb ist Ende Mai in Heilbronn. „Wir drücken euch die Daumen“, wünscht Ralf Schwartz den Jungforschern Glück und Überzeugungskraft.

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