(Sreenshot Luca App)
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Kreis Kleve. Vereinigte Wählergemeinschaften beantragten am 01.03.2021 die Einführung der LUCA-APP im Kreis Kleve. Die Kreistagsgruppe will so den Kreis Kleve fit für die Zukunft machen. Das „Luca“-System versteht sie als Ergänzung zur offiziellen Corona-Warn-App, der SORMAS Software und erweitert mit seinem Sicherheitskonzept dabei den sicheren Austausch mit den Gesundheitsämtern.

„Ein dritter Lockdown muss unbedingt verhindert werden, auch zum Schutze der Wirtschaft “, so der Vorsitzende Ralf Janssen.

Wie das geht erläuterte der Rostocker Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen in einem Interview Anfang Februar. „Corona wird nicht morgen verschwinden, und deswegen werden wir einen Weg mit Corona brauchen“, so Madsen im Interview.

Das sehen die Vereinigte Wählergemeinschaften genauso. Wir müssen uns auf eine Zeit mit Corona einstellen. Als einen von vielen Bausteinen muss dazu die Kontaktnachverfolgung verbessert werden. In den letzten Wochen und Monaten wurden neben der Corona Warn-App weitere App’s für Handys entwickelt, die eine Kontaktnachverfolgung vereinfachen sollen. Zur „Luca-App“ liegen nun die ersten vielversprechenden Mitteilungen aus Gesundheitsämtern vor.

Neben den Friesischen Inseln Sylt, Amrum und Föhr hat nun auch die Hansestadt Rostock der Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt, Jena in Thüringen und Husum die Luca-App eingeführt. In Hamburg, Thüringen und Baden-Württemberg prüft man, wie über eine Schnittstelle eine Anbindung an die Gesundheitsämter ohne großen Aufwand realisiert werden kann. Das auch die Wirtschaft mitmacht, haben die Friesischen Inseln gezeigt. Dort hatten sich innerhalb einer Woche über mehr als 160 Händler, Restaurants und Hotels angemeldet. In Büros ist die App ebenfalls schon im Einsatz.

Die Berge an Zettelwirtschaft, handschriftlichen Notizen auf Kontaktformularen entziffern, Leute anrufen und Daten händisch ins System eingeben. All das wird auf Knopfdruck deutlich schneller gehen. Gastwirte, Einzelhändler, Restaurants und Hotels müssten zudem keine Ordner voller Listen mehr im Keller lagern, wo sie im Zweifel jeder lesen könnte.

Für die Nutzer ist die Luca-App kostenlos und datenschutzkonform.

Nach Ansicht der Luca-Betreiber kann ihre App eine Nachverfolgung von Kontakten auch bei höheren Inzidenzen gewährleisten. Genau das will der Rostocker Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen jetzt ausprobieren: “Wir wollen modellhaft zeigen, wie eine sichere Teststrategie gesellschaftliches Leben wieder ermöglicht.”

„Wir sehen in der Einführung der LUCA-App als eine zusätzliche Unterstützung der Arbeit des Kreisgesundheitsamtes“, so Janssen abschließend.

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