Peter König (Foto: privat)
Anzeige

Mönchengladbach. Der Bundestagskandidat der FDP Peter König wollte es genau wissen. Kann der Einzelhandel unter bestimmten Voraussetzungen öffnen, und wenn ja, mit welche Vorkehrungen?

Die Stimmung bei den Einzelhändlern ist alles andere als gut. Hygienekonzepte liegen seit längerem vor, öffnen dürfen sie trotzdem noch nicht. „In meinem Lager liegt Frühjahrs- und Sommerware für über 80.000 Euro“, so die Inhaberin eines kleinen Geschäfts, „die wurde bereits letzten Juni auf den Fachmessen geordert und wird derzeit sukzessive ausgeliefert. Wohin mit allem?“ Die Vorbestellung mit Abholung an der Ladentür helfe zwar, jedoch komme man bei weitem nicht an die Umsätze bei Öffnungszeiten heran. In den Geschäften liegt die Ware sozusagen als totes Kapital.

Peter König zeigt Verständnis. Ob die Fördergelder des Bundes in Anspruch genommen wurden? Die Antworten stellen ihn nicht zufrieden. Ja, aber die Beantragung sei sehr kompliziert. Außerdem wisse man nicht, ob und was zurückgezahlt werden müsse, so die einhellige Meinung.

Dabei hatte der Einzelhandel bereits vorgesorgt, unter anderem mit der Umsetzung von Hygienekonzepten und Plänen zu Öffnungen auf Termin.

Enttäuschung mischt sich auch über die Gewerkschaften mit. „Warum vereitelt die Gewerkschaft die verkaufsoffenen Sonntage?“ wird Peter König gefragt. Durch diese Öffnungen bietet sich sowohl die geforderte Belebung der Innenstädte an, als auch die Möglichkeit, entstandenen Umsatzverlust wenigstens ansatzweise auszugleichen. Peter König fühlt sich bestätigt. „Die FDP hat sich schon immer für Sonntagsöffnungen eingesetzt“, bekräftigt er.

Mit dem Thema Online-Handel beschäftigte sich auch der Einzelhandel. Jedoch war sehr schnell klar, dass eine Plattform, die jeden Tag gepflegt und aktualisiert werden muss, bei den geringen Personaldecken nicht zu leisten ist. Man müsse eine zusätzliche Kraft dafür einstellen, so die Antwort.

Seit Beginn der Pandemie, also seit einem Jahr, sind die Umsätze einer Event-Managerin bei null. Alle Veranstaltungen wurden abgesagt, teilweise bereits für 2021. Wie geht es hier weiter? Die Eventbranche hofft – wieder einmal – auf die nächste Ministerpräsidentenrunde mit der Kanzlerin am 22. März. „Positiv ist, dass Kanzlerin und Ministerpräsidenten sich dem seit langem bestehenden Stufenplan der FDP angenähert haben“, ergänzt Peter König.

Viel testen und schneller impfen, das wären die Lösungen. Stellt sich nur die Frage, wie und womit?

Beitrag drucken
Anzeigen