Die Edelstahl-Kampfbahn von oben (Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation)

Krefeld. Frohe Kunde für Krefeld aus Berlin: Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat beschlossen, die geplante Sanierung der Bezirkssportanlage Gladbacher Straße, im Volksmund „Edelstahl-Kampfbahn”, mit insgesamt drei Millionen Euro aus dem Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen aus den Bereichen Sport, Jugend und Kultur” zu fördern. Die Stadt Krefeld hatte über die Sportverwaltung einen entsprechenden Förderantrag eingereicht. „Ich bin den Bundestagsabgeordneten Otto Fricke (FDP), Kerstin Radomski (CDU) und Udo Schiefner (SPD) dankbar, sich für die Förderung dieses richtungsweisenden Sport-Infrastrukturprojekts im Krefelder Südbezirk erfolgreich eingesetzt zu haben”, zeigt sich Stadtdirektor und Sportdezernent Markus Schön über die guten Nachrichten aus der Hauptstadt begeistert.

Die Sportverwaltung plant die Sanierung der Anlage zusammen mit den späteren Nutzern aus Schulen, Vereinen und der Bürgerschaft schon seit gut 18 Monaten im Rahmen eines Workshop-Verfahrens. Ziel ist die Planung und Errichtung von ganzjährig nutzbaren Sportflächen nebst Flutlichtanlage sowie die Erneuerung der leichtathletischen Anlagen sowie die Schaffung von Bewegungsflächen nach dem aktuellen Stand der Sportstättentechnik. Am 20. August 2020 wurde für diese Sanierung ein entsprechender Baubeschluss vom Rat der Stadt Krefeld einstimmig gefasst. Er war Grundlage für die Antragsstellung in Berlin. Die Sanierung ist Gegenstand der gesamtstädtischen Überlegungen im Rahmen des in Aufstellung befindlichen Sportentwicklungsplans Krefeld 2032.

2.200 Schüler und 1.000 Vereinsmitglieder nutzen die Anlage

Die „neue” Bezirkssportanlage Gladbacher Straße wird von rund 2.200 Schülern von drei Schulen für den Schulsport und von drei Sportvereinen mit insgesamt 1.000 Mitgliedern genutzt werden. Die Anlage soll die Notwendigkeit der Barrierefreiheit und weitgehend „freien Zugänglichkeit” berücksichtigen. Mit der Sanierung wird nicht nur ein Beitrag zur Stärkung des Sports, sondern auch die Vereinskultur im Quartier unterstützt. Durch die vielfältigen Angebote werden die Voraussetzungen für die Kooperation der Vereine und das aktive Miteinander der Bürger im Quartier verbessert. „Hier sollen alle Sport treiben können: Jung und Alt, Behinderte und Nichtbehinderte und Menschen unterschiedlicher Herkunft. Die Sanierung der Edelstahl-Kampfbahn ist ein deutlicher positiver Impuls für die Stadtteilentwicklung. Sie trägt zu einer nachhaltigen Verbesserung des Stadtteils bei”, sagt Markus Schön. Durch die Sanierung erhofft sich der Fachbereich Sport und Sportförderung nicht nur eine Verbesserung für den Breiten- und Schulsport, sondern auch für den Leistungssport.

Bauzeit beträgt circa 18 Monate

Die Vergabe der weiteren notwendigen Planungsleistungen befindet sich seit Oktober 2020 in Vorbereitung, sie können voraussichtlich Mitte des Jahres beauftragt werden. In Abhängigkeit vom zeitlichen Ablauf des weiteren Förderverfahrens, wird die Vergabe von Bauleistungen nach Erhalt des „finalen” Zuwendungsbescheides im ersten Quartal 2022 angestrebt. Die Bauzeit für die Sanierung beträgt circa 18 Monate. Auf der Edelstahlkampfbahn sollen zwei Kunstrasen-Großspielfelder samt Flutlichtanlage entstehen. Für die Leichtathletik ist eine Wettkampfbahn Typ C mit Hochsprunganlage geplant. Die Kugelstoßanlage wird saniert, Speerwurf und Diskus sind am Naturrasenplatz vorgesehen, Weitsprunganlagen an der Laufbahn. Ein Kleinspielfeld mit Kunststoffbelag kann multifunktional genutzt werden. Ein Materialgebäude im Eingangsbereich der Anlage wird gebaut, die denkmalwerte Tribünenanlage saniert und eine Rampe den barrierefreien Zugang möglich machen. Erneuert werden die Wege und Böschungen, während der Parkplatz erweitert wird. Auch Fahrradstellplätze entstehen.

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