Moers. Große Freude herrscht bei den Mitwirkenden des Projektes R.A.P. (Rhymes Against Pollution), denn ihr Video ist vom AWO-Bundesverband zum Sieger der Nachhaltigkeitskampagne „Wir arbeiten dran“ gekürt worden. Im Video rappen Schüler*innen der Lindenschule in Moers für mehr Umweltschutz und Integration. Gemeinsam mit dem Künstler Mahir Esen haben sie den Song „Unsere Erde“ selbst getextet, komponiert und in einem Video umgesetzt.

Ein ungewöhnliches Kinderlied, urteilt die unabhängige Jury im Finale, das der AWO-Bundesverband am 9. März online veranstaltet hat. Das R.A.P.-Video entstand im Rahmen eines Projektes vom Internationalen Zentrum der AWO in Moers. Projektleiterin Asiye Koc und alle Mitwirkenden freuen sich sehr, dass der Song den 1. Preis gewonnen hat.

Die unabhängige Jury begründet den Preis mehrschichtig: Zum einen werden in dem Song wichtige Themen wie Inklusion, Anti-Rassismus und Umweltschutz aufgegriffen. Des Weiteren lobt die Jury die Einstellung der Kinder. Die Kinder kritisieren im Song den Stand der Dinge, rufen aber gleichzeitig mit dem Refrain: „Unser Planet, unser Leben, wir müssen aufstehen und etwas bewegen“ zu mehr eigenem Engagement auf. Die Botschaft lautet, nicht nur wütend auf die Erwachsenen sein, sondern selbst aktiv werden, denn auch Kinder können durch verantwortungsbewusstes Handeln etwas bewirken. Diese Haltung macht sie zu Vorbildern für Kinder und für Erwachsene.

Nicht zuletzt wird der künstlerische Aspekt des Videos gelobt. Komposition, Gesang, Präsentation und technische Umsetzung sind sehr gelungen.

Asiye Koc und das Team vom Internationalen Zentrum konnten direkt nach der Online-Preisverleihung viele Glückwünsche entgegen nehmen. Sie freuen sich über den 1. Platz und bedanken sich bei den Kooperationspartner*innen, die das Projekt gefördert haben.

Die Mitwirkenden, allen voran die Kinder, sind nun sehr aufgeregt, wie es nach dem Sieg weitergeht. „Werden wir mit dem Song auftreten und berühmt werden?“ wurde Asiye Koc schon gefragt. Auftritte während der Pandemie sind schwierig, aber es gibt bereits Anfragen von Schulen, Verbänden und auch von der Partei Bündnis90/Die Grünen, das Video zu Lehrzwecken zeigen zu dürfen. Der AWO-Bundesverband wird das Video bundesweit publik machen. Es soll zum Nachmachen anregen. Die Kinder könnten also durchaus mit ihrem R.A.P.-Video berühmt werden.

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