Die Feuerwehrkräfte mit der Drehleiter sichern lose Fassadenteile an einem Wohnhaus am Lerchenweg (Foto: Feuerwehr Grevenbroich)
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Grevenbroich. Das Sturmtief “Klaus” beschäftigte am Mittag zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr Grevenbroich. Bis 18 Uhr wurden insgesamt acht sturmbedingte Einsätze abgearbeitet. Außerdem mussten die Florianer zu einem Zimmerbrand, einem Verkehrsunfall und einer Brandmeldeanlage ausrücken. Während der Aufräumarbeiten mussten zeitweise einige Straßen im Stadtgebiet gesperrt werden.

Den ersten sturmbedingten Einsatz löste die Kreisleitstelle in Neuss gegen 11.50 Uhr aus. An der Energiestraße in Neurath ragten gleich zwei Bäume in die Fahrbahn. Die ehrenamtliche Einheit Frimmersdorf/Neurath und die hauptamtliche Wache sorgten dort wieder für freie Fahrt.

Bereits kurz danach wurden die Kräfte der Einheit Wevelinghoven und der Hauptwache gegen 12.20 Uhr zum Hemmerdener Weg gerufen. Auch dort musste ein Baum von der Fahrbahn geräumt werden. Rund 20 Minuten später mussten am Lerchenweg in Wevelinghoven lose Fassadenteile an einem Gebäude entfernt werden. Hierzu wurde die Drehleiter in Stellung gebracht.

Gegen 13.15 Uhr meldeten Passanten einen umgestürzten Baum in Kapellen. Auf einem Wirtschaftsweg an der Weimarstraße wurden die Florianer fündig und entfernten den Baum.

Ebenfalls mittels der Drehleiter musste kurz darauf eine lose Laternenabdeckung an der Aluminiumstraße entfernt werden. Diese hatte sich gelöst und wurde nur noch durch ein Kabel gehalten. Auch diese Gefahr wurde beseitigt. Die Aluminiumstraße wurde kurzzeitig durch die Polizei für den Verkehr gesperrt.

Beinahe zeitgleich musste die A540/B59 in Fahrtrichtung Köln zwischen der Abfahrt Frimmersdorf und Grevenbroich-Süd für wenige Minuten gesperrt werden. Kräfte der Einheiten Wevelinghoven und Kapellen entfernten hier einen Baum, der weit in die rechte Fahrbahn hinein ragte.

Um 13.30 Uhr wurden dann Kräfte der hauptamtlichen Wache sowie der Einheiten Stadtmitte, Hülchrath und Hemmerden nach Wevelinghoven zur Straße An der Obermühle alarmiert. Dort war der Inhalt eines Topfes in Brand geraten. Beim Eintreffen der Feuerwehr war das Feuer bereits gelöscht. Eine Person wurde vom Rettungsdienst gesichtet, blieb aber unverletzt. Die Kräfte meldeten sich nach kurzer Zeit wieder frei.

Nach einer kurzen Pause rückte die Hauptamtliche Wache gegen 16 Uhr zur Landstraße 116 aus. Dort waren bei einem Verkehrsunfall zwei PKW zusammengestoßen. Drei Personen wurden dabei verletzt und vom Rettungsdienst behandelt. Noch während der Rettung auf der Landstraße löste die automatische Brandmeldeanlage in einer Asylunterkunft an der Erckensstraße aus. Da das Hilfeleistungslöschfahrzeug der hauptamtlichen Wache noch beim Einsatz in Frimmersdorf gebunden war, wurden zusätzlich zur hauptamtlichen Wache und den Einheiten Stadtmitte, Wevelinghoven und Gustorf noch die Einheiten Kapellen und Hemmerden alarmiert. Die ersteintreffenden Kräfte der hauptamtlichen Wache konnten allerdings schnell Entwarnung geben. Auch hier sorgte angebranntes Kochgut für den Alarm.

Um 17 Uhr und um 17.30 Uhr wurden dann noch zwei Unwettereinsätze abgearbeitet. An der Montanusstraße in der Stadtmitte und an der St.-Leonhard-Straße in Gustorf mussten jeweils Bäume von der Fahrbahn geräumt werden.

Die Feuerwehr rät, auch nach dem Sturm weiter auf Gefahren zu achten. Unentdeckte lose Äste oder umgestürzte Bäume können erfahrungsgemäß auch noch in den nächsten Stunden und Tagen zur Gefahr werden. Vor allem bei Aufenthalten unter Bäumen ist besondere Vorsicht geboten. (ots)

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