(Foto: privat)
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Oberhausen. Über 140 Nistkästen werden aufgehängt

Warum Chemie nutzen, wenn es im ersten Schritt auch mit natürlichen Mitteln versucht werden kann? Gerade in den Landschaftsschutzgebieten werden keine vorbeugenden chemischen Maßnahmen gegen den Eichenprozessionsspinner eingesetzt. Alternative: natürliche Feinde. Die SBO brachte aus diesem Grund bereits im vergangenen Jahr insgesamt 40 Nistkästen im Volkspark Sterkrade, im Ruhrpark sowie auf der Tackenbergstraße an. Von der Anbringung der Nistkästen erhoffen sich die Fachleute einen Anstieg der Meisenpopulation, denn zur Leibspeise von Blau- und Kohlmeise, die ab März brüten, gehören die Raupen dieser Schädlinge.

In diesem Jahr erweitern SBO und WBO ihren Einsatz gegen den Eichenprozessionsspinner. Im Oberhausener Stadtgebiet werden weitere 100 Nisthöhlen, zusätzlich zu den bereits vorhandenen 40 Stück, speziell für Meisen angebracht. Die Nisthöhlen werden an den ausgesuchten Standorten fachgerecht und verkehrssicher in einer Höhe von ca. drei bis vier Metern befestigt. Als Standorte sieht die SBO den Revierpark- und Stadtwald Osterfeld, den Ruhrpark, den West- und Nordfriedhof sowie einen Bereich entlang der Forststraße vor.

Zusätzlich installiert die WBO weitere 42 Nistkästen an den Fließgewässern und Straßengräben – den Großteil an Nassenkamp und Tüsselbeck. Der Rest verteilt sich über die Gewässer, an denen in den letzten Jahren immer wieder vermehrt Eichenprozessionsspinner aufgetreten sind. Das sind zum Beispiel Handbach, Falkegrabe, Spechtgraben oder Schlenke. An den Straßengräben wurden die Hünenbergstraße, die Grabenstraße und die Revierstraße als Standorte gewählt.

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