Übergabe des Jahresberichts des Seniorenbeirats. V. l. n. r.: Friedhelm Krause, Hartmut Peltz, Fachbereichsleiter Amt für Soziales und Wohnen, Oberbürgermeister Thomas Kufen, Gerhard Barnscheidt, Alfred Steinhoff und Margret Schulte (Foto: © Elke Brochhagen/Stadt Essen)

Essen. Zum Ende der Amtszeit hat der Seniorenbeirat heute seinen Geschäftsbericht an Oberbürgermeister Thomas Kufen übergeben.

Als politische Interessenvertretung der mehr als 166.000 Essener*innen im Alter von mehr als 60 Jahren hat sich der Seniorenbeirat in den zurückliegenden Jahren erfolgreich für die Belange der Essener Senior*innen einsetzen können. “Der Seniorenbeirat ist als politisches Gremium ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Gemeinwesens, der sich auf ehrenamtlicher Basis als Sprachrohr für die Belange der älteren Generation einsetzt”, so Oberbürgermeister Thomas Kufen bei der Übergabe des Berichtes.

In enger Zusammenarbeit zwischen Seniorenbeirat, dem Amt für Soziales und Wohnen und den Wohlfahrtsverbänden konnte die Seniorenarbeit in Essen auf neue, sichere Füße gestellt werden. Von ehemals 600.000 Euro wurden die jährlichen Ausgaben für die Seniorenarbeit in Essen auf nunmehr drei Millionen Euro erhöht. Alfred Steinhoff, Vorsitzender des scheidenden Beirates: “Als besonderen Erfolg unserer Arbeit sehe ich die beiden Seniorenförderpläne. Der erste Part als Förderinstrument für innovative Ideen in der Seniorenarbeit unserer Stadt und die abschließende zweite Phase zur homogenen Ausrichtung und Betreuung über gesamt Essen, die in der Einrichtung der beispielgebenden, bezirksweise verteilten ‘Zentren 60plus’ mündete.” Oberbürgermeister Thomas Kufen ergänzte: “Mit viel Engagement und Kreativität sind die Mitglieder des Beirates ihrem Auftrag nachgekommen und haben an Neuerungen wie der Einrichtung der Zentren 60plus in allen Stadtbezirken mitgewirkt, die die Attraktivität unserer Stadt für ältere Menschen erhöht.”

In allen Stadtbezirken konnten zuletzt – trotz der Corona-Pandemie – ‘Zentren 60plus’ als Kontakt- und Begegnungsstellen eingerichtet werden, von denen die Aktivitäten bestehender Seniorenarbeit gesteuert, Impulse zu weiteren Seniorenangeboten gesetzt und neue Seniorennetzwerke initiiert werden. “Mit diesen neuen ‘Zentren 60plus’ wird auch erreicht”, so Alfred Steinhoff, “dass der bei Amtsantritt festgestellte deutliche Unterschied in der Förderung und Arbeit mit und für Senioren in Essen – die Betreuung von Senioren im Essener Norden war ungleich besser als im Süden – angeglichen wird.”

Thomas Kufen dankte dem Seniorenbeirat bei der Übergabe für die geleistete Arbeit. “Menschen, die sich aktiv mit den Anforderungen des Älterwerdens auseinandersetzen, haben einen speziellen Blickwinkel, der Beachtung finden muss”, so das Stadtoberhaupt. “Wir alle profitieren von der Lebenserfahrung der Älteren und wir sollten auch zukünftig ein gutes Miteinander der Generationen fördern.”

Der scheidende Seniorenbeirat wünscht dem neuen Beirat, der sich am 7. April konstituiert, eine starke Einbindung in und Mitwirkungsmöglichkeiten bei politischen Entscheidungen.

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