Jana Hensen (Foto: privat)

Sonsbeck. Die CDU Sonsbeck ist im Kreistag Wesel erstmals seit 1975 nicht mehr vertreten. Landrat Ingo Brohl hat dies nach dem unerwarteten Tod des Kreistagsabgeordneten Gerd Reinders feststellen müssen und inzwischen auch öffentlich bekannt gemacht.

Als persönliche Vertreterin von Gerd Reinders hatte die CDU im Kreis Wesel im Juni 2020 die 22jährige Sonsbeckerin Jana Hensen gewählt. Zu diesem Zeitpunkt war sie in einer Ausbildung zur Polizeibeamtin. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung wurde Jana Hensen zur Kreispolizeibehörde Wesel versetzt. Damit war es ihr nicht mehr möglich, ein Mandat auf Kreisebene auszuüben, da das Kommunalwahlgesetz die Mitarbeit bei der Kreispolizei und die gleichzeitige Mitgliedschaft im Kreistag ausschließt. Eine beantragte Versetzung war in der für die Entscheidung erforderlichen Frist leider nicht zu erreichen. „Diese Entscheidung muss ich selbstverständlich akzeptieren, auch wenn es mich persönlich schmerzt, die Interessen des Wahlkreises Sonsbeck/Xanten nicht vertreten zu dürfen“, erklärte die junge Politikerin. Als Mitglied des CDU-Kreisvorstandes und als stellv. Kreisvorsitzende der Jungen Union wäre sie für diese Aufgabe bestens geeignet gewesen.

Auch die CDU Sonsbeck bedauert die unvermeidliche Entscheidung des Landrates. Vorsitzender Matthias Broeckmann: „Diese Entwicklung war leider nicht absehbar. Jana Hensen hätte unsere Gemeinde im Kreistag sicherlich sehr gut vertreten.“ Als Sachkundiger Bürger der CDU-Kreistagsfraktion wird der langjährige Kreistagsabgeordnete Heinz-Peter Kamps Sonsbecks Interessen beim Kreis einbringen.

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