René Schneider MdL (Foto: Bettina Engel-Albustin / fotoagentur ruhr moers)

Neukirchen-Vluyn/Kamp-Lintfort. Ein Tag im Forstbetrieb Bloemersheim

Im Rahmen seiner Themenwoche Wald hat der SPD-Landtagsabgeordnete René Schneider in dieser Woche Station im Forstbetrieb Bloemersheim in Neukirchen-Vluyn gemacht. Einen Tag lang war er mit dem Freiherrn Friedrich von der Leyen unterwegs. Ein Thema war die Frage, welche Bäume in Zukunft noch eine Chance haben gegen Dürre, Schädlinge und Krankheiten zu bestehen. Schneiders Waldwoche schließt am Freitag mit einer Online-Konferenz, die sich den aktuellen Problemen im Wald annimmt.

Keine Perspektive sehen die Experten auf Schloss Bloemersheim für die heimische Fichte. Der Klimawandel und der Borkenkäfer hätten der Baumart zu sehr zugesetzt. Alternativ möchten die Förster gerne Douglasien und Roteiche etablieren. Beides sind keine heimischen Baumarten, jedoch äußerst resistent und mittlerweile in Deutschland heimisch geworden. Baron von der Leyen ärgert deshalb die Diskussion um heimische und nicht-heimische Arten: „Wenn die Bäume sich unter neuen Bedingungen hier wohl fühlen, sollte man verschiedene Baum-Arten miteinander kombinieren“, so der Freiherr. Eine finanzielle Förderung auch für diese Baumarten dürfte dabei nicht ausgeschlossen werden.

Aktuell dürfe bei Förderungen zur Wiederbewaldung nur maximal 30% der Neupflanzungen aus nicht-heimischen Arten bestehen. „Da fragt man sich zurecht, was einem die Förderung bringen soll, wenn mehrheitlich nur Bäume gepflanzt werden dürfen, die voraussichtlich anschließend kaputtgehen“, pflichtet Schneider bei. „Wir müssen den Waldbauern bei der Förderung mehr Spielraum geben. Sie wissen meist am besten, was ihrem Wald mit den Bedingungen vor Ort guttut.“

So oder so drängt die Zeit, weil immer mehr Flächen Schäden aufweisen. Sobald an einer Stelle Bäume krank werden und entnommen werden müssen, ist das wie eine Wunde durch die weitere gesunde Bäume krank werden können. „Wenn eine Beschattung fehlt, kann das zu so genannten Sonnenbränden führen. Jüngere Pflanzen sind zudem der Sonne ungeschützt ausgeliefert und können ebenfalls nicht nachwachsen. Das wächst sich zu einer Negativspirale aus“, so von der Leyen.

Der SPD-Landtagsabgeordnete René Schneider macht sich schon länger Gedanken um den heimischen Wald. Die aktuelle Themenwoche endet deshalb am Freitag mit einer Online-Konferenz zum Thema „Zwischen Baum und Borkenkäfer: Wo brennt‘s im Wald?“. Expertinnen und Experten zu unterschiedlichen Fragen des Waldes nehmen hier Stellung und diskutieren mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Beginn ist um 16.30 Uhr. Anmeldungen nimmt Hannah Bollig gerne noch entgegen bis zum 19. März vormittags (hannah.bollig@landtag.nrw.de, Telefon: 02842 2790092).

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