Auf und im Bereich der Kampmannbrücke wurden smarte Straßenbeleuchtungen in Betrieb genommen (Foto: © Daniel Wimmer-Seese, Stadt Essen)
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Essen. Nach rund dreijähriger Bauzeit wurde die neue Kampmannbrücke Ende Dezember 2019 feierlich eröffnet. Die neue Schrägseilkonstruktion, die die Stadtteile Kupferdreh und Heisingen verbindet, hat eine Gesamtlänge von 173 Metern und ist 11,7 Meter breit.

Zum Schutz der Flora und Fauna ging bereits Ende letzten Jahres eine programmierbare und mitlaufende Beleuchtung in Betrieb. Entlang einer rund 1,2 Kilometer langen Strecke – auf der Wuppertaler Straße vom Klärwerk bis zum Stauseebogen und über die Kampmannbrücke bis zum Kupferdreher Ufer – wurden Straßenleuchten mit modernster Prozessor- und Kommunikationstechnik installiert, die beispielsweise mittels Radarsensoren Bewegungen erkennen und hierauf entsprechend mit dem Einschalten der Beleuchtung reagieren. Werden keine Verkehrsteilnehmer*innen mehr erfasst, schaltet sich das Licht nach einer bestimmten Zeit aus und erstrahlt erst von neuem, sobald wieder ein*e Verkehrsteilnehmer*in in der Nähe ist.

Die Beleuchtungsszenarien können zudem sowohl abhängig von der Uhrzeit, der Jahreszeit sowie dem Sonnenaufgang oder -untergang automatisiert gesteuert und miteinander verknüpft werden.

Beleuchtung nicht rund um die Uhr aktiv

Für die Kampmannbrücke ist in der Zeit vom 1. November bis 29. Februar die Bewegungserkennung der mitlaufenden Beleuchtung eingeschaltet. In der Zeit vom 1. März bis zum 31. Oktober bleibt die Beleuchtung der Brücke zwischen 22:30 Uhr und 5:30 Uhr gemäß den Vorgaben der Landschaftsschutzverordnung und des Bundesnaturschutzgesetzes ausgeschaltet. Von Sonnenuntergang bis 22:30 Uhr sowie von 5:30 Uhr bis Sonnenaufgang wird die mitlaufende Beleuchtung bei Bewegungserkennung eingeschaltet.

Vorteile der neuen Beleuchtung

Die neue, auf Bewegungen reagierende Straßenbeleuchtung im Bereich der Kampmannbrücke kommt besonders lichtempfindlichen und nachaktiven Tieren zugute, da die Beeinträchtigungen auf das Nötigste reduziert werden können. Um Fehlorientierung durch künstliche Beleuchtung, beispielsweise von Insekten, zu vermindern, wurden die Straßenbeleuchtungen zudem mit warmweißer Lichtfarbe realisiert. Durch das damit verbundene eingeschränkte Lichtspektrum ist das Anlockverhalten deutlich verringert.

Durch die smarte Vernetzung des Beleuchtungssystems werden darüber hinaus die Diagnosemöglichkeiten verbessert. Betriebsstörungen können direkt an die zuständige Stelle der Stadtverwaltung übermittelt werden.

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