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Kamp-Lintfort. Bürgermeister Christoph Landscheidt und SPD-Landtagsabgeordneter René Schneider reagieren mit Unverständnis auf die jüngste Entscheidung des Bundeskartellamts, das die Übernahme des Real-Markts in Kamp-Lintfort durch Edeka verbietet: „Die Rettung des Standorts und vor allem die Sicherung der Arbeitsplätze der Beschäftigten müssen an erster Stelle stehen. Wir gehen nun davon aus, dass das Bundeskartellamt umgehend Auflagen formuliert, unter denen eine Übernahme im Sinne der Beschäftigten und des Standorts doch noch möglich wird.“ Es dürfe jetzt nicht um das Ob sondern um das Wie einer Übernahme gehen.

„Grundsätzlich befürworten wir selbstverständlich die Sicherstellung des Wettbewerbsschutzes durch das Bundeskartellamt“, so Landscheidt und Schneider. „An dieser Entscheidung hängen jedoch reale Existenzen. Aktuell führen die wettbewerbsrechtlichen Bedenken dazu, dass viele Menschen immer noch nicht wissen, ob und wie es mit ihnen und ihren Familien weitergeht. Die Mitarbeitenden brauchen Gewissheit. In ihrem Sinne muss nun schnellstens eine gute Lösung gefunden werden“, so die beiden Politiker aus Kamp-Lintfort. Nach Ansicht von Landscheidt habe Edeka in Kamp-Lintfort nicht annähernd eine marktbeherrschende Stellung. Im Gegenteil hätten die wohl abgewogenen Entscheidungen für die Ansiedlung einzelner Lebensmittel-Sortimenter in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass es in der Stadt ein diverses Anbieterfeld gebe.

Am vergangenen Mittwoch wurde bekannt, dass Edeka unter anderem den Real-Markt in Kamp-Lintfort nicht übernehmen darf. Das Bundeskartellamt befürchtet, dass Edeka durch eine Übernahme zu stark in der Region vertreten sei. 72 unterschiedliche Standorte wurden durch das Kartellamt überprüft. Nur rund 70 Prozent der Märkte erhielten, teils mit Auflagen, die Erlaubnis, um in Edeka-Märkte umgewandelt zu werden.

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