(Foto: Polizei)

Köln. Trotz vorheriger Ankündigung der Schwerpunkteinsätze gegen Raser und Poser hat sich am Wochenende (19./20. März) die Szene wieder an den bekannten Treffpunkten in Deutz und Poll eingefunden. Die rund 40 eingesetzten Polizisten ahndeten eine Vielzahl von Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung und die Coronaschutzverordnung und erteilte diverse Platzverweise. Drei “Sportwagen-Fahrer” gehen nach illegalen Rennen nun für einige Zeit zu Fuß: Ein Audi R8, ein Porsche und ein BMW wurden noch an Ort und Stelle sichergestellt und auf Abschlepper aufgeladen, die Führerscheine der jungen Männer (27, 28, 30) blieben ebenfalls bei der Polizei.

Der 28 Jahre alte Fahrer des Audi R8 hatte seinen Sportwagen am Freitagabend um 22.35 Uhr vor den Augen der Polizisten auf der Alfred-Schütte-Allee und den umliegenden innerstädtischen Straßen immer wieder mit ausbrechendem Heck auf mehr als 100 km/h beschleunigt. Gleiches Verhalten beobachteten Polizisten bei einem 30 Jahre alten Fahrer eines Porsche 911 auf der Siegburger und Justinianstraße kurz nach Mitternacht. Sein Fahrmanöver mit ausbrechendem Heck direkt neben einer Bushaltestelle mit vielen wartenden Menschen machte ihn ebenfalls vorübergehend zum Fußgänger.

Auch am Samstagabend waren die Einsatzkräfte wieder unterwegs, um Rasern im öffentlichen Verkehrsraum Einhalt zu gebieten. Um 21.45 Uhr folgten sie einem 27-Jährigen, der seinen BMW 540i xDrive auf der Opladener Straße auf über 100 km/h beschleunigte. Auch er verließ den Ort des Geschehens nach der Polizeikontrolle zu Fuß ohne sein Auto und seinen Führerschein.

Die Polizei Köln wird auch in den kommenden Wochen diese gefährlichen “Spaßfahrten” sowie unnützes Hin- und Herfahren und die damit einhergehenden Abgas- sowie Lärmbelästigungen konsequent unterbinden. Jeder, der meint, die PS-Stärke eines Fahrzeugs auf der Straße unter Beweis stellen zu müssen, muss mit ernsten Konsequenzen rechnen. (ots)

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