(Foto: Polizei)

Mülheim. Am Sonntagabend (21. März) erhielten Polizistinnen und Polizisten einen ungewöhnlichen Notruf in Mülheim-Styrum. Zeugen meldeten gegen 18 Uhr am Marienplatz einen pelzigen Nager in ihrem Hauseingang. Als die Kollegen am Einsatzort eintrafen, bemerkten sie ein weiteres, hilfloses Tierchen hinter einer Mülltonne. Schnell stellte sich heraus, dass es sich bei den “Findelnagern” um verwaiste Eichhörnchenkinder handelte.

Nach einigen Recherchen konnte der Verein Eichhörnchen Notruf e.V. ermittelt werden. In einem Telefonat wurde geklärt, dass die kleinen Waisenkinder, bis zum Eintreffen der Eichhörnchen-Rettung, auf der Wache warten sollten. In einem geeigneten Karton und einer Rettungsdecke aus dem Streifenwagen konnte ein gemütliches Nest, bzw. ein Ersatzkobel, gebaut werden. Die Kleinen fühlten sich augenscheinlich sofort wohl. Auf der Wache sorgten die zwei niedlichen Nager schnell für großes Aufsehen. Spontan wollten mehrere Kollegen die niedlichen Nager adoptieren, jedoch überwog die Einsicht, dass die Findelkinder in eine fach- und sachkundige Hand gehören.

Kurze Zeit später erschien die Eichhörnchen-Rettung auf der Wache und nahm die Kleinen in Obhut. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Findelkinder gut einleben und trotz Trennung von der Mutter, eine schöne Kindheit und ein langes Leben vor sich haben. (ots)

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