Luftbild Wettbewerbsgebiet Blanckertzstraße (Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf)

Düsseldorf. Neue Planung für ehemaliges Seniorenheim an der Blanckertzstraße/Öffentlichkeitsbeteiligung ab 23. März

Auf einem 5,1 Hektar großen Gelände an der Blanckertzstraße in Ludenberg war über Jahrzehnte ein Seniorenheim ansässig. Durch dessen Verlagerung nach Gerresheim und die damit verbundene Aufgabe der Gebäude bietet sich die Möglichkeit, diesen Bereich mit den angrenzenden, teilweise unbebauten Flächen zu einem attraktiven Wohnviertel zu entwickeln.

Dazu lobt die neue Eigentümerin der Fläche des Seniorenheims, die BPD Immobilienentwicklung GmbH, in Abstimmung mit der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Städtischen Wohnungsgesellschaft Düsseldorf mbH & Co. KG (SWD) als weiteren Grundstückseigentümern innerhalb des Gebietes einen städtebaulichen Wettbewerb aus: Bis Dezember 2021 sollen Stadtplanungsbüros aus ganz Deutschland für eine Neubebauung des Geländes Konzepte entwickeln. Angedacht sind unterschiedlichste Wohnformen, aber auch soziale Infrastruktur wie eine Kindertagesstätte und optional ein Grundschulstandort. Gleichzeitig soll bestehender Baumbestand möglichst erhalten und neue qualitätsvolle Grün- und Freiräume, auch unter klimatischen Aspekten, geschaffen werden. Ziel ist es außerdem, das neue Quartier behutsam in die direkte Nachbarschaft zu integrieren und mit dieser zu verknüpfen.

Wettbewerb mit drei Phasen zur Öffentlichkeitsbeteiligung
Die interessierten Bürgerinnen und Bürger sollen von Anfang an aktiv in den Entwicklungsprozess für das Gebiet einbezogen werden. Pandemiebedingt wird die Beteiligung hauptsächlich digital durchgeführt. Hierfür steht ab Dienstag, 23. März, die Projekt-Homepage dialog-park-ludenberg.de zur Verfügung. Darüber hinaus besteht aber auch die Möglichkeit, sich per Post an das Projektkoordinationsbüro Angeler apm, Cäcilienstraße 48, 50667 Köln, oder per Briefeinwurf in den Feedback-Kasten im Vorraum des Wohnhauses Blanckertzstraße 26 zu beteiligen.

Zum Start des Wettbewerbsverfahrens am 23. März werden zunächst drei Wochen lang bis zum 12. April die Anregungen und Ideen aus der Bürgerschaft zum Plangebiet aufgenommen. Auf der Basis der Auslobung und der eingegangenen Anregungen erarbeiten 15 Planungsbüros in einer ersten Arbeitsphase ihre Konzepte. Diese werden von einem Preisgericht, bestehend aus Vertretern der politischen Gremien, der Eigentümer und aus Fachleuten, bewertet. Dabei werden maximal fünf Teams zur Weiterbearbeitung ausgewählt.

Im September werden diese Konzepte der Öffentlichkeit vorgestellt und können dabei kommentiert und um Anregungen bereichert werden. Danach startet für die Büros die zweite Arbeitsphase zur Vertiefung der städtebaulichen Entwürfe – unter Beachtung der Wünsche aus der Bevölkerung.

Wenn das Pandemiegeschehen es zulässt, stellen die Teilnehmer im Dezember 2021 ihre finalen Entwürfe dem Preisgericht und der interessierten Öffentlichkeit vor. Danach tagt das Preisgericht nochmals und entscheidet, welches Konzept am besten geeignet ist und in welcher Rangfolge die weiteren Entwürfe zu bewerten sind.

Nach Abschluss des Wettbewerbsverfahrens werden die eingereichten Arbeiten und insbesondere der Siegerentwurf öffentlich ausgestellt. Auf alle Beteiligungsschritte und das jeweilige Format wird kurz vorher nochmals über die Projekthomepage, die Presse und den Internetauftritt der Stadt hingewiesen und öffentlich eingeladen.

Start des Verfahrens beschlossen
Der städtische Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung (APS) der Landeshauptstadt Düsseldorf hat am Mittwoch, 3. März, den Beschluss für den Start des Wettbewerbs gefasst. Die Beigeordnete für Planen, Bauen, Mobilität und Grundstückswesen, Cornelia Zuschke, begrüßt den Start des Verfahrens: “Das Projekt hat durch den vorhandenen Baumbestand und seine Nähe zur Landschaft eine ganz besondere Qualität. Ich freue mich, dass wir an diesem besonderen Ort eine Planung für unterschiedliche Wohnformen und erlebbare Freiräume vorantreiben können.”

Auf Basis des Siegerentwurfs soll im Anschluss an den Wettbewerb für das neue Wohnquartier ein Bebauungsplanverfahren durchgeführt werden.

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