(Foto: privat)

Jüchen. Heute, am Mittwoch, den 24.03.2021, trafen sich Bürgermeister Harald Zillikens und Dr. Jürgen Kiltz auf dem städtischen Friedhof in Jüchen, vor dem neu gesetzten Gedenkstein für die gefallenen jüdischen Soldaten Walter Lazarus und Jacob Levy auf dem Gräberfeld der Kriegstoten.

Dr. Kiltz hatte sich mit der Bitte zur Errichtung des Gedenksteins direkt an den Jüchener Bürgermeister Harald Zillikens gewandt. Ziel seines Anliegens, mit einem Gedenkstein darauf hinzuweisen, dass „den jüdischen Teilnehmern des 1. Weltkrieges, insbesondere den beiden Weltkriegs-Opfern Lazarus und Levy, von Seiten der damaligen Gemeinde Jüchen durch die Nichtbeachtung am Kriegsgräber-Denkmal Unrecht getan wurde“. Eine Tatsache, die ihren Ursprung bereits in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts hatte, wie die historischen Recherchen von Dr. Kiltz belegen.

Bürgermeister Harald Zillikens nahm die Idee, das Gedenken an die beiden Gefallenen nachzuholen, gerne auf: „Der Stein ist nicht nur eine würdevolle Ehrung der beiden gefallenen Jüchener Bürger, sondern verweist auch auf die traditionsreiche jüdische Geschichte in unserer Stadt. Daher freue ich mich, das der Gedenkstein für die beiden Weltkriegs-Opfer heute errichtet wurde.“

Mit Zustimmung der Bezirksregierung Düsseldorf befassten sich in Folge die Friedhofskommission und der Rechts- und Sozialausschuss im Jüchener Rat mit der Idee zur Errichtung des Gedenksteines.

Dr. Kiliz: „Mit dem Gedenkstein für die gefallenen jüdischen Soldaten findet nach vielen Jahrzehnten ein würdevoller Abschluss mit einem versöhnenden Zeichen ein gutes Ende“.

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