Michael Radau, Präsident des Handelsverbandes Nordrhein-Westfalen (Foto: privat)

Düsseldorf/Rhein-Ruhr. Nach erneutem Corona-Gipfel

Die heute Nachmittag durch Bundeskanzlerin Angela Merkel verkündete Rücknahme der gestern erst beschlossenen Ruhetage zu Ostern bewertet der Handelsverband Nordrhein-Westfalen als sehr positiv.

Direkt nach den Beschlüssen von Dienstagmorgen hatte der Handelsverband auf Bundes- und Landesebene an die Regierung appelliert, diese einmalige Osterruhe nicht durchzuführen. Die kurzfristig vorgesehene Schließung des Lebensmittelhandels am Gründonnerstag hätte zu erhöhtem Kundenandrang am vorhergehenden Mittwoch und am Karsamstag geführt und wäre damit für das Pandemiegeschehen völlig kontraproduktiv. „Wir loben die Politik für diesen bemerkenswerten Schritt, den Fehler ganz klar einzugestehen und die falsche Entscheidung zurückzuziehen“, so Michael Radau, Präsident des Handelsverbandes Nordrhein-Westfalen. „Bislang funktionieren die Hygienekonzepte im Einzelhandel einwandfrei. Eine künstliche Verknappung der Einkaufszeit hätte zu langen Schlangen vor und in den Geschäften führen können.“

Für die weiteren vom Lockdown betroffenen Einzelhandelsunternehmen geht es nun darum, die zwingend notwendige Öffnungsperspektive zu schaffen. Außerdem kommt die Überbrückungshilfe III immer noch nicht oder nur schleppend bei den notleidenden Unternehmen an. Nach einer Woche des leichten Aufatmens mit Click&Meet schwindet die Hoffnung angesichts der Verschärfungen ab Montag. „Der Einzelhandel ist kein Infektionstreiber, was auch Studienergebnisse des Robert-Koch-Instituts sowie jüngst eine Studie der TU Berlin belegen“, betont Radau. Wenn dennoch weiterhin Maßnahmen gegen eine Öffnung des Handels ergriffen werden, müssten die Händler wenigstens endlich eine echte und schnelle finanzielle Unterstützung durch den Staat erhalten.

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