Mit Saisonmülltonnen, modernem Reinigungsgerät und flexibleren Reinigungmodellen will die Landeshauptstadt dem bei schönem Wetter erhöhten Besucher- und damit verbundenem Müllaufkommen begegnen (Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf, Ingo Lammert)

Düsseldorf. Vorkehrungen für höheres Besucher- und Müllaufkommen bei schönem Wetter durch mehr Saisontonnen, moderne Reinigungsgeräte und flexiblere Reinigungsmodelle

Mit Saisonmülltonnen, hochmodernem Reinigungsgerät und flexibleren Reinigungsmodellen will die Landeshauptstadt dem bei schönem Wetter erhöhten Besucher- und damit verbundenem Müllaufkommen in der Altstadt, am Rheinufer, in Parkanlagen und auf anderen Freizeitflächen begegnen. Die nächste Stufe der von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller initierten Stadtsauberkeitsoffensive 2021 läuft jetzt – pünktlich vor Ostern – stadtweit an.

Oberbürgermeister Dr. Keller hat gemeinsam mit Umweltdezernentin Helga Stulgies sowie Peter Ehler, Geschäftsführer der Awista GmbH, Einzelheiten zu der Aktion vorgestellt. So werden in diesen Tagen an stark frequentierten Stellen 422 “Saisonmülltonnen” aufgestellt – 42 mehr als im vergangenen Jahr. Es handelt sich meist um Abfallbehälter mit 120 Litern und 240 Litern Fassungsvermögen. Sie ergänzen fortan bis zum Herbst die fest montierten öffentlichen Abfallbehälter.

“Die Saisontonnen tragen frisch kreierte und mit einem roten Hintergrund besonders auffällige Aufkleber mit Slogans wie ‘hier geht’s rein’ oder ‘feed me’. Damit wollen wir sehr plakativ deutlich machen, dass Abfälle in einen passenden Behälter gehören, und nicht auf die Straße oder auf eine Grünfläche”, betont der Oberbürgermeister. “Die Stadtsauberkeit in Düsseldorf liegt mir besonders am Herzen. Deshalb wurden im Rahmen der ‘Stadtsauberkeitsoffensive 2021’ bereits seit Mitte Dezember letzten Jahres in Zusammenarbeit mit der Awista zahlreiche Sofortmaßnahmen für unmittelbar spürbare Verbesserungen der Stadtsauberkeit umgesetzt, die nun sukzessive ausgeweitet werden.”

Altpapiercontainer: Häufigere Leerung und Standortreinigung
Weiterhin werden etliche stark frequentierte Altpapiercontainer in dicht besiedelten Gebieten häufiger geleert: Von bisher meist drei und vereinzelt vier Mal wöchentlich wurde der Leerungsrhythmus solcher stark frequentierter Behälter auf fünf oder sechs Mal pro Woche erhöht.

In allen Stadtteilen werden bei Meldungen zu überfüllten Altpapiercontainern – beispielsweise über die “Stadtsauberkeits-App” oder direkt von Menschen vor Ort an das Umweltamt – ein Kranfahrzeug, das die Altpapiercontainer zusätzlich leert sowie Sperrgutfahrzeuge eingesetzt, um die Containerstandorte zu reinigen.

Für die Entfernung nicht angemeldeten Sperrmülls und sonstiger Müll-Ablagerungen werden im gesamten Stadtgebiet zusätzliche Müllsammelfahrzeuge eingesetzt. Neben den festen Routen für die Leerung und Reinigung besteht nun auch die Möglichkeit, einige der Großfahrzeuge flexibel an Stellen einzusetzen, an denen Abfallablagerungen gemeldet worden sind.

Mobiler Müllsauger für die Altstadt
In der erweiterten Altstadt als einem Schwerpunkt wird nun ein zweiter mobiler Müllsauger (“Vielfraß”) eingesetzt, mit dem Kleinmüll aus Ecken und Fugen effektiv entfernt werden kann. Bei gutem Wetter geht die Awista in der Altstadt an den Wochenenden zudem mit zusätzlichem Reinigungspersonal an den Start.

“Als Dienstleister für die Landeshauptstadt Düsseldorf auf dem Gebiet der Abfallsammlung und Straßenreinigung zählen wir selbstverständlich auch zu unseren originären Aufgaben, jeweilige technische Neuerungen auf ihre Einsatzfähigkeit in unserem Arbeitsalltag zu testen. Wir freuen uns, dass nach der erfolgreichen Erprobung eines ersten Müllsaugers nun ein zweiter mobiler
Müllsauger in der Altstadt zum Einsatz kommt, um die Effektivität der Straßenreinigung dort zu verbessern. Aber auch in Sachen Emissionsschutz macht der mobile Müllsauger eine gute Figur, da er vollelektrisch betrieben wird und sich nahezu geräuschlos bewegt”, erklärt Peter Ehler, Geschäftsführer der Awista GmbH.

Mülldetektive erfolgreich im Einsatz
“Für ein sauberes Stadtbild lassen wir unsachgemäß abgelegten Sperrmüll und anderen ‘wilden Müll’ zügig entfernen. Verursacher müssen damit rechnen, für solche Müllablagerungen zur Verantwortung gezogen zu werden. Die ‘Ermittlungsteams Abfallablagerungen’ – die sogenannten Mülldetektive – im Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz haben seit Mitte 2020 rund 1.600 Ermittlungs- und
Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen Müllsünder eingeleitet”, sagt Umweltdezernentin Helga Stulgies.

Weitere Maßnahmen des stadtweiten Sauberkeitskonzepts in Arbeit
Parallel zu den Sofortmaßnahmen arbeitet die Stadtverwaltung derzeit mit Hochdruck an weiteren Maßnahmen des stadtweiten Sauberkeitskonzept für eine dauerhaft wahrnehmbare Verbesserung der Stadtsauberkeit. Oberbürgermeister und Umweltdezernentin appellieren an alle Düsseldorfer und die Besucher der Landeshauptstadt: “Nutzen Sie die vielen Entsorgungsmöglichkeiten und leisten Sie damit einen Beitrag, um die besondes in der Pandemie so wichtigen Freizeit- und Erholungsflächen sauber und auch für die Menschen, die diese nach Ihnen nutzen, attraktiv zu halten.“

“Für mich sind die Landschafts- und Naturschutzgebiete besonders wichtig. Gerade in diesen sensiblen Gebieten, die Heimat vieler schutzbedürftiger Tiere und Pflanzen sind, sollten die Besucher sich rücksichtsvoll verhalten und die Landschaft für Mensch und Tier sauber hinterlassen”, erläutert die Umweltdezernentin.

Bürgerhinweise helfen
Hinweise zu Vermüllungen nimmt das Servicetelefon Stadtsauberkeit im Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz unter der Rufnummer 8925050, montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr, oder per E-Mail an stadtsauberkeit@duesseldorf.de entgegen. Meldungen können zudem über die Sauberkeits-App “Düsseldorf bleibt sauber” abgegeben werden. Weitere Informationen finden sich unter www.duesseldorf.de/stadtsauberkeit.

Standorte saisonaler Abfallbehälter
Hier eine Übersicht der Standorte der insgesamt 422 Saisonmülltonnen:

125 am Linken Rheinufer – zwischen Heerdt und dem Löricker Sporthafen (Umweltamt)
131 am Rechten Rheinufer: Bremer Sandstrand, Deiche in Hamm, Volmerswerth und Flehe, Benrather Schloßufer, Randbereiche der Urdenbacher Kämpe, Kaiserswerth, Wittlaer und Stockum (Umweltamt)
136 in Parkanlagen und auf sonstigen Grünflächen (Gartenamt)
30 am Angermunder Baggersee (Liegenschaftsamt)

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