Anika Henschel hat im Spiel gegen Freiburg gezeigt, wie wertvoll sie mittlerweile auf der Kreisposition geworden ist (Foto: Martin Silse)

Kamp-Lintfort. Ein Niederrheinderby steht für die Zweitligahandballerinnen des TuS Lintfort am Sonntag an. Die Lintforterinnen treten beim BTV Wuppertal an, einem alten Bekannten. „Die Derbys gegen den BTV sind immer etwas besonders. Da will niemand zurückstehen und egal wie die Tabellensituation ist, will jeder gewinnen“, stimmt Bettina Grenz-Klein, Trainerin beim TuS Lintfort ihre Mannschaft auf eine intensive Partie ein.

Im Hinspiel hatte Wuppertal in der ersten Halbzeit herausragend gespielt und war mit 13-6 in Führung gegangen. „Da waren wir überrascht und haben uns erst ab der 20. Minuten gefangen“, erinnert sich Bettina Grenz-Klein. Nach der Pause hatte ihre Mannschaft dann vieles richtig gemacht und doch noch klar mit 29-23 gewonnen. „Allerdings sollten wir uns so eine Phase nicht noch einmal erlauben. Die Gastgeberinnen stecken mitten im Abstiegskampf und benötigen jeden Punkt dringend“, warnt die Trainerin.

Es wird auch in diesem Spiel auf eine stabile Abwehrleistung ankommen. „Die Niederlage in Leipzig hat gezeigt, dass wir uns da die nötige Sicherheit holen müssen, um auch im Angriff selbstbewusst aufzutreten“, stellt Grenz-Klein heraus. Der Deckungsverband mit einer in der Regel gut aufgelegten Torhüterin Laura Graef spielt demnach die Schlüsselrolle im Lintforter Spiel. Im Angriff verfügt Lintfort über reichlich Alternativen, um gezielt auf den Gegner oder den Spielstand reagieren zu können.

Der Tabellenvierte kann personell aus dem Vollen schöpfen, alle Spielerinnen stehen für das Derby zur Verfügung und wollen den derzeit guten Lauf mit nur einer Niederlage aus den letzten neun Spiele bestätigen. Beim Gegner gilt es vor allem die Top-Torjägerin Ramona Ruthenbeck auszuschalten, die beständig die meisten Tore für Wuppertal erzielt. „Aber auch Mona Bratzke spielt derzeit auf einem sehr hohen Niveau und sorgt für richtig viel Wirbel auf Linksaußen“, weist Bettina Grenz-Klein auf das Leistungshoch der ehemaligen TuS-Spielerin hin.

Das Spiel wird am Samstag wie gewohnt ab 18.45 Uhr auf Sportdeutschland TV übertragen.

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