Coronavirus-Schnelltest: Nur auf seriöse Angebote von Anbietern, die mit den Gesundheitsämtern zusammenarbeiten, vertrauen (Foto: Peggy Choucair / Pixabay)

Krefeld. Bereits am Montag (29.3.) kann der Krefelder Einzelhandel für Kunden weiter öffnen – allerdings nur bei Vorlage eines tagesaktuellen negativen Schnelltests, Terminbuchung und Maske.

Die Stadt Krefeld hat am heutigen Sonntag eine sogenannte „Allgemeinverfügung” veröffentlicht, die Montag in Kraft tritt und die eingeschränkte Öffnung der Geschäfte rechtlich möglich macht. Grundlage ist die neueste Änderung der Corona-Schutzverordnung des Landes von Freitagmittag, nach der auch Kommunen mit einer 7-Tages-Inzidenz von mehr als 100 solche Regelungen in Abstimmung mit dem NRW-Gesundheitsministerium treffen und per Allgemeinverfügung erlassen können. Aktuell (Stand: Sonntag, 0.00 Uhr) beträgt die 7-Tages-Inzidenz in Krefeld 167,1.

“Entscheidung war nicht einfach!”

Oberbürgermeister Frank Meyer macht deutlich, dass der Verwaltungsvorstand in seiner Sondersitzung am Samstag die Situation intensiv diskutiert und bewertet habe: „Diese Entscheidung war sicher nicht einfach, denn die Inzidenz ist ja auch in Krefeld sehr deutlich über 100. Und wir müssen damit rechnen, dass die Zahl der erkannten Infektionen und damit die Inzidenz durch die Möglichkeit der Schnelltests für alle noch steigt, da so auch symptomfreie Erkranke auffällig werden. Aber von Lockerung zu Lockdown hin und her zu springen und hier alleine die Inzidenz als Maßstab zu nehmen, kann es auch nicht mehr sein. Wir werden aber ganz genau beobachten, wie sich die Situation in Krefeld entwickelt und sobald es erforderlich erscheint sofort reagieren.”

Kriterien sollen beispielsweise die Belegung der Krankenhäuser und Intensivstationen, das korrekte Verhalten der Kunden und Einzelhändler nach den rechtlichen Vorgaben, die ausreichende Versorgung mit Schnelltests durch das Land beziehungsweise die Verfügbarkeit auf dem Markt sowie die Rückmeldungen der Hausärzte sein. Die Stadt Krefeld hatte am Samstag beim NRW-Gesundheitsministerium (MAGS) den erforderlichen Antrag gestellt und am gleichen Tag genehmigt bekommen.

Testen lassen kann man sich in Krefeld an inzwischen 50 Stellen. Auf dem Sprödentalplatz hat die Stadtverwaltung selbst ein großes Schnelltestzentrum aufgebaut. Alle Einrichtungen, die Schnelltests anbieten, finden sich online auf einer Karte unter www.krefeld.de/schnelltests. Anmelden kann man sich über www.krefeld-testet.de.

Der Krefelder Oberbürgermeister macht aber unmissverständlich klar, dass die Verwaltung die Einhaltung der Regeln kontrollieren und gegen Verstöße oder Missbrauch kompromisslos vorgehen werde. Frank Meyer: „Eine solche Regelung mit einer Teilöffnung des Einzelhandels – bei hohen Infiziertenzahlen – funktioniert nur, wenn sich ausnahmslos alle an die Vorgaben halten.” Betriebe, bei denen Zuwiderhandlungen bei den Kontrollen festgestellt werden, sollen ausgeschlossen werden und schließen müssen. Vertreter des Krefelder Einzelhandels hatten sich bereits am Freitag nach Bekanntwerden der neuen Corona-Schutzverordnung an die Stadt gewandt mit der dringenden Bitte, Kundenbesuche in Geschäften mit Termin und Test zu ermöglichen und ihre Unterstützung bei der Umsetzung und Kontrolle zugesagt.

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