Nicole Gerlich (r.) berichtet Dr. Stefanie Freudenberg, Chefärztin der Klinik für Innere Medizin und Rheumatologie des Rheinischen Rheuma-Zentrums im St. Elisabeth-Hospital Meerbusch-Lank, von ihrem aktuellen Gesundheits­zustand nach der Rheumatologischen Komplextherapie (Foto: Baum-Kommunikation)

Meerbusch. Trotz Corona Behandlungen fortsetzen

Wenn Nicole Gerlich von ihrem Leidensweg erzählt, kann man nur Hochachtung vor dem Lebenswillen der 46-Jährigen haben. Vor mehr als 25 Jahren begannen ihre rheumatischen Beschwerden. Seit dieser Zeit waren sie – je nach Behandlung – mehr oder weniger intensiv. Geholfen hat ihr nun ein ganzheitliches Behandlungskonzept, Rheumatologische Komplexbehandlung genannt. Zu diesem hatte ihr Dr. Stefanie Freudenberg, Chefärztin der Klinik für Innere Medizin und Rheumatologie des Rheinischen Rheuma-Zentrums im St. Elisabeth-Hospital Meerbusch-Lank geraten.

Erstdiagnose Rheuma mit Anfang 20

Nicole Gerlich war Anfang 20, als ihre Hände und Finger plötzlich anschwollen. So dick, dass sie keinen Stift mehr halten konnte. Psoriasis Arthropathie, eine Schuppenflechten-Arthritis, diagnostizieren die Ärzte des Rheinischen-Rheuma-Zentrums und nahmen die junge Frau stationär auf. Seitdem musste die Therapie mehrmals an die in Schüben verlaufende Erkrankung angepasst werden.

Zuletzt kamen Folgeschäden wie ein Gelenkverschleiß an Hand und Ellenbogen hinzu. Ambulant erhielt Nicole Gerlich Krankengymnastik und Ergotherapie, was ihr auch half, die Schmerzen zu lindern. Dennoch hatte sie immer wieder Beschwerden.

Behandlungskonzept: Rheumatologische Komplextherapie

Um den hohen Leidensdruck zu verringern, nahm Stefanie Freudenberg die Patientin im Rahmen der Rheumatologischen Komplextherapie stationär auf. 16 Tage lang wurde Nicole Gerlich nach einem individuell auf sie abgestimmten Therapiekonzept behandelt.

Dabei kamen neben der medikamentösen Behandlung auch intensive Krankengymnastik und Bewegungstherapie zum Einsatz. Tägliche ärztliche Visiten, eine Ernährungsberatung, Vermittlung von Entspannungstechniken und psychologische Betreuung rundeten die Behandlung ab. „Dieser Aufenthalt hat mir so richtig gut getan“, berichtet die Patientin.

„Wir haben mit dieser Therapie gute Erfahrungen gemacht“, berichtet die Chefärztin. „Sowohl bei uns als auch in Studien wird anhaltende Besserung belegt. Und trotz Corona ist eine Fortsetzung der medizinischen Behandlungen unbedingt erforderlich, um Folgeschäden zu vermeiden.“

Therapieerfolge ambulant weiter sichern

Nach dem Aufenthalt im Krankenhaus wird sie jetzt wieder ambulant weiterbehandelt. „Es ist sehr sinnvoll, die Patienten nach dem stationären Aufenthalt weiter zu begleiten“, betont Stefanie Freudenberg. „Frau Gerlich wird sich nun alle drei bis vier Monate bei uns vorstellen, damit wir den aktuellen Status überprüfen und die Medikation gegebenenfalls anpassen können.“

Nicole Gerlich ist seit 18 Jahren verheiratet und sehr froh darüber, dass sie ihr Mann und ihre zwei Söhne unterstützen. „Ich habe eine tolle Familie“, erzählt sie.

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