Das Team des Ökumenischen Gabenzauns Altenessen freut sich über weitere Unterstützung (Foto: privat)
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Essen. Der „Ökumenische Gabenzaun Altenessen“ ist ein Jahr alt: Seit dem 1. April 2020 verteilen engagierte Mitglieder der Evangelischen Kirchengemeinde Altenessen-Karnap und der Katholischen Pfarrgemeinde St. Johann Baptist zweimal wöchentlich Güter des täglichen Bedarfs an Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Einen Grund zum Feiern bietet das „Einjährige“ aus Sicht des Teams natürlich nicht – aber sehr wohl einen guten Anlass, um sich bei allen, die das Angebot bis jetzt gefördert haben und weiter unterstützen, zu bedanken.

Was vor genau einem Jahr völlig improvisiert und quasi „über Nacht“ begann, ist inzwischen zu einem regelmäßigen Angebot im Stadtteil Altenessen geworden. Zu Beginn des ersten Lockdowns im März 2020 überlegten ehrenamtliche und hauptamtliche Akteure der Katholischen Pfarrgemeinde St. Johann Baptist und der Evangelischen Kirchengemeinde Altenessen-Karnap gemeinsam, wie die Gemeinden in dieser besonderen Situation für die Menschen im Stadtteil da sein könnten. So entstand spontan die Idee, gezielt für Bedürftige – die Essener Tafel war zu diesem Zeitpunkt geschlossen – ein Hilfsangebot aufzubauen.

Am 1. April wurde zum ersten Mal dazu aufgerufen, Lebensmittel, Hygieneartikel und Kleiderspenden am Forumsplatz in der Mitte des Stadtteils abzugeben, um sie dann an Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, weiterzugeben. Seit diesem Tag werden zweimal wöchentlich, jeweils mittwochs und samstags für eine Stunde, Hilfsgüter des täglichen Bedarfs kostenlos an jene Menschen im Stadtteil abgegeben, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Inzwischen wurde das Angebot sogar samstags um eine Sozialsprechstunde erweitert. Dank einer Förderung durch die „Aktion Mensch“, die das Projekt Ehrenamtsmanagement des Kirchenkreises Essen beantragt hatte, durch Mittel der Sozialdiakonischen Stiftung der Evangelischen Kirche in Essen und mithilfe von Unternehmen wie der Brauerei Stauder und der Bäckerei Peter, die die Aktion mit Geld- und Sachspenden unterstützen, eröffnete sich die Möglichkeit, dieses Projekt fortzuführen.

Ebenso ungebrochen ist die Spendenbereitschaft der Menschen im Stadtteil sowie die partnerschaftliche Hilfe der Pfarrgemeinde St. Josef Ruhrhalbinsel aus dem Essener Süden: Nur auf diese Weise, weil so viele mithelfen, kann es gelingen, Woche für Woche bedürftigen Menschen in Altenessen zu helfen. Das ökumenische Hilfsprojekt hat sich somit in den letzten Monaten zu einem Ort der Solidarität und gelebten Nächstenliebe entwickelt. Die Aktion findet seit Oktober unter dem Glaspavillon am Karlsplatz statt und wird dort von den Menschen des Stadtteils sehr gut wahrgenommen und unterstützt.

Das Gabenzaun-Team besteht mittlerweile aus fünfzehn ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der beiden Kirchengemeinden und will das „Einjährige“ der ökumenischen Aktion dazu nutzen, sich bei allen Spendern und Helfern zu bedanken – verbunden mit der Bitte, nicht mit der Unterstützung nachzulassen, denn der Gabenzaun wird weiterhin dringend gebraucht. Ein abschließender Hinweis: Am Ostersamstag, 3. April, kann es den Gabenzaum aus logistischen Gründen nicht geben. In den darauffolgenden Wochen wird das Team wie gewohnt immer samstags und mittwochs von 11 bis 12 Uhr an gewohnter Stelle für die bedürftigen Menschen im Stadtteil da sein.

 

Spendenkonten

Evangelische Kirchengemeinde Altenessen-Karnap, IBAN: DE25 3506 0190 5221 3001 32 und Katholische Kirchengemeinde St. Johann, IBAN DE63 3606 0295 0017 0900 11; das Stichwort lautet in beiden Fällen „Ökumenischer Gabenzaun“.

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