Ansicht von der Sahlerstraße auf die aufgesattelte Schule 2000 (Visualisierung: Hütten Immobilien)

Rees. Investoren Johannes und Ute Hütten sind neue Eigentümer der alten Grundschule

Johannes und Ute Hütten sowie Bürgermeister Christoph Gerwers und Wirtschaftsförderer Heinz Streuff unterzeichneten heute den Kaufvertrag über das Areal der alten Grundschule in Rees. Die Investoren Johannes und Ute Hütten realisieren auf dem Gelände, das von der Schule 2000 an der Sahlerstraße bis einschließlich zum Spielplatz an der Greisstraße reicht, ein Wohnprojekt mit unterschiedlichen Wohnformen.

Im Zuge der Kaufvertragsunterzeichnung informierten die Eheleute Hütten nun über den aktuellen Planungsstand. Unter Beteiligung mehrerer Gutachter und Fachfirmen sind inzwischen grobe Sanierungs- und Rahmenkonzepte mit der Denkmalpflege abgestimmt. Die unter Denkmalschutz stehende alte Grundschule wird zu einem so genannten „KfW Effizienzhaus Denkmal“ saniert. Wesentliche Kennzeichnung ist hierbei die Dämmung der Gebäudeaußenhülle. Der Dachstuhl kann erhalten bleiben, muss aber besser isoliert werden. Die Fenster werden erneuert und die Fassade erhält einen Hochleistungsdämmputz. Dieser ist mineralisch und bietet gegenüber einem Wärmedämmverbundsystem nicht nur den Vorteil einer deutlich schlankeren Bauweise, sondern ist auch noch nachhaltiger und von längerer Lebensdauer. Bei der Sanierung der Fassade wird besonderer Wert auf den Erhalt des ursprünglichen Aufbaus gelegt. Vor- und Rücksprünge sowie Fensterlaibungen und Traufbereiche bleiben erhalten. Die Planungen sind darauf ausgerichtet, dass im Sommer dieses Jahres mit der Sanierung begonnen wird. Der Baustart erfolgt mit dem Gebäudekomplex der sich an das alte Amtsgericht anschließt. Nach Fertigstellung sollen hier zwölf neue Wohneinheiten entstehen. Diese werden in Richtung Schule 2000 mit Balkonen versehen. Zur Sahlerstraße werden keine Balkone angebaut. Um den Charakter des denkmalgeschützten Gebäudes nicht zu verlieren, bleiben der Eingangsbereich, die Vordachkonstruktion und die alten Bleiverglasungen erhalten. Die Fassade und der Dachaufbau bleiben zu dieser Seite weitestgehend originalgetreu. „Die Belange des Denkmalschutzes sind in ganz außergewöhnlicher Weise beachtet worden, sodass das Gebäude auch für alle Einheimischen nach der Sanierung noch deutlich als alte Grundschule erkennbar sein wird“, freut sich Manuela Himmelberg von der unteren Denkmalbehörde der Stadt Rees.

Der Zwischentrakt, der Generationen von Schülern noch als Toilettenhäuschen bekannt ist, soll zur zentralen Energieversorgung des Quartiers werden. Zur Erzeugung von Wärme und Strom ist hier ein Blockheizkraftwerk geplant. Der an den Zwischentrakt anschließende zweite Gebäudeteil wird nach Abriss der Turnhalle zu elf Wohnungen umgebaut. Die angrenzende Schule 2000 wird um ein Vollgeschoss aufgestockt und erhält eine neue Klinkerfassade.

Den Sanierungsarbeiten an der alten Grundschule schließt sich im Anschluss im Bereich des heutigen Schulhofs und der Turnhalle der Neubau von zwei Mehrfamilienhäuser an. Darüber hinaus sollen auf dem Spiel- und Bolzplatz an der Greisstraße vier Doppelhäuser realisiert werden. Die Erschließung erfolgt nach derzeitigen Planungen über die Greisstraße und dem heutigen Schulhof.

Für die circa 65 neu entstehenden Wohneinheiten werden Stellflächen für PKW und Fahrräder ebenso eingeplant wie eine attraktive Begrünung des Geländes. Johannes Hütten und Bürgermeister Christoph Gerwers waren sich einig: „Die Entwicklung und Umwandlung der alten Grundschule in Wohnraum und zu einem kleineren Teil in Büroflächen ist ein schönes und wichtiges Projekt für die Stadt Rees“.

Den wegfallenden Spiel- und Bolzplatz an der Greisstraße wird die Stadt Rees durch einen neuen Kinderspielplatz auf der Grünfläche der Sahlerstraße kompensieren. Die Planungsarbeiten erfolgen in diesem Jahr, ehe die Umsetzung für 2022 vorgesehen ist. Die alte Grundschulturnhalle kann so lange durch Schule und Vereine genutzt werden, bis die neue Sporthalle am Westring fertiggestellt ist.

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