Einkaufen im fairhaus vor der Corona-Krise (Foto: renatec)

Düsseldorf. Praktische Hilfe in der Corona-Krise

Es gibt auch gute Nachrichten in der Corona-Krise. Beispielsweise aus den Sozialkaufhäusern der gemeinnützigen Düsseldorfer renatec, den Fairhäusern. Für die gemieteten Geschäftsräume hat der überwiegende Teil der Vermieter einen Teil der Mietkosten erlassen. Die sieben Fairhäuser sind Sozialkaufhäuser, in denen Menschen mit wenig Geld einkaufen können.

Im Januar hatte die Leitung der fairhäuser die Vermieter angeschrieben, mit der Bitte um ein Entgegenkommen bei den Mieten im Lockdown. Die Reaktion war überraschend positiv: Mieterlasse bis 50 Prozent für einige Zeit oder das Aufschieben von Staffelmietverträgen wurden eingeräumt.

„Das war von allen ein großes Entgegenkommen, das ich ganz bemerkenswert finde“, erklärt Frank Bente, der Geschäftsführer der renatec. „Die fixen Kosten können wir so reduzieren, da wir derzeit keine Einnahmen haben.“ Im Moment befindet sich das Personal der Fairhäuser in Kurzarbeit. Die Miet- und Mietnebenkosten sind der zweitgrößte Kostenfaktor. Die Fairhäuser gehören zur renatec, dem Qualifizierungs- und Beschäftigungsunternehmen der Diakonie Düsseldorf.

„Diese Hilfe ist wichtig, damit unsere Sozialkaufhäuser in den gegenwärtigen schwierigen Zeiten überleben können“, sagt Bente. Das Entgegenkommen nützt gleich mehreren Betroffenen: Den Bedürftigen Kunden, die in der Regel wenig Geld zur Verfügung haben und den Mitarbeitern der Geschäfte. Dies sind weitgehend Menschen mit Handicap und Langzeitarbeitslose.

Schön wäre es, wenn andere Vermieter dieses Beispiel zugunsten der sozial Schwächsten nachahmen.

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